Peugeot RCZ im Handelsblatt-Autotest Französischer Beau voller Überraschungen

Mit diesem coolen Kompakt-Coupé wildert der französische Hersteller im TT-Revier. Vor allem der 163-PS-Diesel ist kräftig und sparsam zugleich. Aber tut der RCZ nur wie ein Sportler, oder kann er es auch?
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Im Handelsblatt-Test zeigt sich der Peugeot RCZ sparsam und flink, vor allem Liebhaber komplett durchdesignter Sportcoupés dürften sich von der neuen Formgebung angesprochen fühlen. Quelle: Sebastian Schaal

Im Handelsblatt-Test zeigt sich der Peugeot RCZ sparsam und flink, vor allem Liebhaber komplett durchdesignter Sportcoupés dürften sich von der neuen Formgebung angesprochen fühlen.

(Foto: Sebastian Schaal)

DüsseldorfVom Sportwagen träumen, das tun viele Autofahrer. Wird aus dem Traum Wirklichkeit, zahlt man dafür einen hohen Preis. Wenig Platz, Sitz ohne Komfort. Gas, Bremse und Kupplung knüppelhart, und der Spritverbrauch enorm. Wer sich das ersparen will, denkt über Kompromisse nach. Wie etwa ein hübsches Sportcoupé, das vor allem optisch reizt. So wie der Peugeot RCZ.

Das ausnehmend schön gestaltete Coupé bietet Sportlichkeit à la française, hohen Alltagsnutzen, und als 163-PS-Diesel auch überraschend vernünftige Verbrauchswerte. Dabei kommen der Spaß und das Fahrvergnügen aber teilweise ein bisschen kurz, das belegt der flache Franzmann im zweiwöchigen Handelsblatt Autotest.

Als der RCZ 2010 auf den Markt kam, sah er für viele aus wie eine Kopie des Audi TT, sein entsprechender Spitzname „TT-Jäger“ war schnell geboren. Nach dem aktuellen Facelift hat der 2+2-Sitzer sich von derlei Kritik aber weitgehend emanzipiert.

Das früher weit aufgerissene Haifischmaul an der Front haben die Designer entschärft, es lächelt nun sogar freundlich. Neues LED-Tagfahrlicht kam hinzu, Peugeot hat den RCZ außerdem in der Serienausstattung aufgewertet, Licht- und Regensensor beispielsweise sind nun immer mit an Bord. Und: es blieb, im Stil der legendären Dodge Viper, beim schönen Double-Bubble-Dach, dessen beide sanften Rundungen bis in die Heckscheibe hineinlaufen. Die Hügel-Kuppe tut aber der ganzen Kompaktkarosse gut, weil sie gestreckt und fließend erscheint.

Ein ausnehmend schönes Auto also, ein echter Beau, das ist der nur 1,36 Meter flache Testwagen. Offenbar auch für viele Betrachter von außen, so lehrt mich schnell die Erfahrung an roten Ampeln. Der Wagen, der seit Februar in seiner neuen Form auf dem deutschen Markt unterwegs ist, zieht anerkennende Blicke auf sich. Möglicherweise liegt es an dem ungewöhnlichen Blau-Ton, der die typisch hervorgehobenen – in diesem Fall Alu-farbigen – Dachholme wunderbar zur Geltung bringt.

Innen präsentiert sich der Franzose kaum weniger chic, Materialien und Verarbeitung lassen für diese Preisklasse (ab 30.650 Euro) keine Wünsche offen. Zumal der RCZ in der Anschaffung ausstattungsbereinigt rund 16 Prozent preiswerter ist als deutsche Wettbewerbsmodelle.

Praktisch aus dem Stand heraus wurde der Peugeot RCZ seit seinem Erscheinen 2010 zum beliebtesten Importmodell seiner Klasse in Deutschland. 2013 bekam er ein neues Design, wobei vor allem die Front verändert wurde. Quelle: Sebastian Schaal

Praktisch aus dem Stand heraus wurde der Peugeot RCZ seit seinem Erscheinen 2010 zum beliebtesten Importmodell seiner Klasse in Deutschland. 2013 bekam er ein neues Design, wobei vor allem die Front verändert wurde.

(Foto: Sebastian Schaal)

Es gibt reichlich Leder und Alu, ein sehr griffiges, unten abgeflachtes Sportlenkrad, Bordcomputer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Abblendlicht-Automatik, Tempomat, und Einparkhilfe serienmäßig. Andererseits hatte der Testwagen Sitze ohne Heizung oder Kühlung, sie waren auch nicht elektrisch sondern nur manuell zu verstellen.

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7 Kommentare zu "Peugeot RCZ im Handelsblatt-Autotest: Französischer Beau voller Überraschungen"

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  • Franzmann? Können wir langsam mal zu politisch korrekten Bezeichnungen finden. Ich möchte auch nicht gerne als Kraut, Piefke oder Boch bezeichnet werden.

  • Schönheit ist immer eine Sache des jeweiligen eigenen Empfindens. Wäre schade, wenn wir alle denselben Geschmack hätten.
    Das Auto ist für mich erfrischend lustig und als Drittwagen vorstellbar just for fun.
    Lediglich: nach diversen sehr negativen Peugeot und Renault Qualitätserfahrungen lasse ich lieber von den Franzosen die Finger und fahre meine bayrische Marke.

  • Yo Dissident, die Theorie der "kognitiven Dissonanz" erklärt ebenso zutreffend, dass Spinner wie Du ihren Weg immer wieder zielsicher in Foren wie dieses finden, um dort ihre schlechte Laune zu verbreiten. Ihr Kommentar spricht Bände. Und ist deshalb absolut banal:)

  • Hallo Leute, ich habe mir das Teil vor kurzem gekauft und bin sehr zufrieden. Das Auto ist eine Schönheit vor dem Herrn. Der Motor ist sparsam macht aber auch spass. Die Abstimmung ist in der Tat sehr hart (oder sollte ich sagen sportlich?), so dass mein Allerwertester nach einer 300km Autobahnfahrt schon etwas weh tut. Den RCZ habe habe ich in Perlmuttweiss mit schwarzen Dachholmen gekauft inkl. 19" LM-Felgen /Storm Grey): wunderschön! Das einzige, was mir nicht gefällt, ist die Schaltung. Da wünschte ich mir, der Hebel würde wie Butter durch die Gänge flutschen ... tut er aber nicht. Es geht doch arg hakelig zu. RCZ forever!

  • Was für ein Quatsch....
    Alle wie viele Jahre kommt zurzeit ein neuer Golf raus?
    Bei manchen Hersteller heißt es halt "Facelift" bei anderen bekommt das "geliftete" Auto eine neue Modellnummer.

    Die Facelift-Strategie lässt sich bei allen Maken wiederfinden! Da brauchen Sie die deutschen "Premium-Hersteller" nicht außen vor lassen!

  • @ Sarina

    Dem stimme ich zu -

    Ebenso auch die Asiaten, die im Halbjahresrhythmus vollkommen neue Designs präsentieren.

    Unstete Modelle - austauschbar, verwechselbar, gesichtslos und damit auch schnell langweilig.

  • Fahrzeuge, die nach nur kurzer Zeit wieder ein Facelift benötigen, kommen für mich niemals in Frage. Marken wie BMW, Mercedes, Audi oder Porsche - auch VW (Golf) - wissen das, und verschonen ihre Kunden von Design-Verschlimmbesserungen, die auch den Wiederverkaufswert enorm drücken!

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