Seat Leon ST X-Perience im Handelsblatt-Test Ohne Schminke gefällst Du mir besser

Es gilt seit einiger Zeit als chic, Alltagsautos mit Offroad-Zierrat aufzuhübschen. Beim neuen Allrad-Kombi von Seat stört das nur wenig. Hätte man es sich beim Leon gespart, wäre er für mich sogar perfekt.
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Ein Kombi mit Allradantrieb und dezenter Offroad-Beplankung: Das macht nicht nur Sinn bei schlechtem Wetter und in bergigen Gegenden. Das bringt im Fall der Top-Motorisierung auch echt viel Fahrspaß. Quelle: PR
Der Seat X-Perience gefällt nicht nur dem Förster

Ein Kombi mit Allradantrieb und dezenter Offroad-Beplankung: Das macht nicht nur Sinn bei schlechtem Wetter und in bergigen Gegenden. Das bringt im Fall der Top-Motorisierung auch echt viel Fahrspaß.

(Foto: PR)

DüsseldorfEs gibt Testwagen, in die steigt man ein und denkt: „Wow, den haben Sie für mich gebaut.“ Ein aktuelles Modell mit diesem Wow-Effekt kommt von Seat, es ist der von außen eher unspektakuläre Leon ST X-Perience. Was den spanischen Kombi mit deutschem Ingenieurs-Inhalt auszeichnet, ist sein permanenter Vierradantrieb in Kombination mit einem bärenstarken Zweiliter-Turbodiesel und einer nahezu perfekt abgestimmten DSG-Automatik. Zumindest in der aktuellen Spitzenmotorisierung, die in der Basis 33.060 Euro kostet.

Der kommt dem Förster spanisch vor
Einfach mal ins Gelände abbiegen
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Seat hat seine erfolgreiche Kompaktauto-Familie um einen modischen Offroad-Kombi ergänzt. Der neue Leon X-Perience präsentiert sich nicht nur optisch kernig, sondern wartet auch mit serienmäßigem Allradantrieb auf. Die Preisliste beginnt bei 28.750 Euro, unser Testwagen mit 6-Gang-DSG und 184 PS starkem Zweiliter-Turbodiesel kostet aber mindestens 33.060 Euro.  

Beim Design geht Seat den klassischen Weg, wie man ihn auch von den Cross-Modellen der Schwestermarke VW kennt
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Für einen robusten Auftritt sorgen spezielle Karosserie-Anbauteile, etwa Schutzplanken an den Schwellern und Radhäusern oder ein modifizierter Heckstoßfänger mit angedeutetem Unterfahrschutz im Alu-Look. Zudem wurde die Karosserie fast 30 Millimeter höher gelegt.

Angedeuteter Unterfahrschutz in Alu-Optik
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Anders als bei den meisten VW-Cross-Modellen bleibt es dabei aber nicht: Dank eines serienmäßigen Allradantriebs dürfte der Leon zumindest in leichtem Gelände seinem Aussehen gerecht werden . Vier Motoren stehen zur Wahl.

185 PS und 380 Nm im Spitzenmodell
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Basis-Triebwerk ist ein 81 kW/110 PS starker 1,6-Liter-Diesel, darüber rangiert ein Zweiliter-Selbstzünder mit 110 kW/150 PS oder 135 kW/184 PS. Einziger Benziner ist der 132 kW/180 PS starker 1,8-Liter-Turbo. Die beiden stärksten Triebwerke sind serienmäßig an ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt, in den anderen Fällen übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe die Übersetzungsarbeit.

Übersichtlich und klar gegliedert
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Auf dem Fahrerarbeitsplatz im Seat findet man sich schnell und intuitiv zurecht. Nur der USB-Anschluss liegt weit weg im Handschuhfach und das Display des Infotainments könnte etwas größer sein.

Zweifarbig, schwarz-braun, mit Alcantara
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Geländewagen, das heißt ja oft, innen abwaschbar. Solche Optik muss man bei X-Perience nicht befürchten, der gibt sich sachlich-sportlich. Und auch ein bisschen elegant.

Macht auch für Heimwerker Sinn
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Wer wirklich langes Transportgut unterbringen möchte, wünscht sich im X-Perience auch schon mal, er könnte den Beifahrersitz wegklappen.

Beim Namen Seat werden die Wenigsten an Hollywoods Glanz und Glamour denken, doch könnten die Spanier bei den Strategien der Filmmetropole abgeschaut haben: Was beim Publikum gut ankommt, wird fortgesetzt. Und aus einem erfolgreichen Kinofilm können gute Autoren später immer noch eine Serie machen.

Leon, auf spanisch Löwe, heißt diese Basis bei Seat. Von dem überaus erfolgreichen Kompaktwagen werden ständig neue Ableger gezüchtet, mittlerweile gibt es ein ganzes Löwenrudel. An dessen Spitze regiert zurzeit der Leon Cupra, ein supersportlicher Kompakter, der bis zu 280 PS Leistung vorweist, und den es auch als Kombi gibt.

Unser Testexemplar mit 2.0 TDI ist zwar auch ein Transporter mit Eilzuschlag, treibt es aber nicht ganz so wild. Ausgeliefert wird er prinzipiell mit Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und 27 Millimeter mehr Bodenfreiheit.

Zum Basispaket mit dezentem Offroad-Zierrat gehören Verkleidungen, die Türschweller und Radhäuser großzügig schützen, eine Frontpartie mit auffallend großen Lufteinlässen sowie integrierten Nebelscheinwerfern mit Kurvenlicht-Funktion und ein Frontspoiler in Aluminium-Optik.

Auch am Heck prangt ein neuer Stoßfänger mit Einsatz im Aluminium-Look. Muss man das haben? Technisch gesehen natürlich nicht, es ist reine Geschmacksache. Und ebenso stimmig wie dezent an den Erfolgskombi angepasst.

Innen sehe ich zwar ein eigenständiges Design, erkenne aber ebenfalls sofort die Leon-Familienähnlichkeit wieder. Zweifarbig braunes Alcantara für die Sitze und Türinnenverkleidungen wirken ebenso hochwertig und gelungen wie die ganze Verarbeitung. Alternativ stehen Stoffbezüge in Schwarz und Grau zur Verfügung, die durch Ziernähte in Orange akzentuiert werden. Oder schwarzes Leder.

Drei von drei Testfahrern fühlten sich auf Anhieb wohl mit den Softtouch-Oberflächen, den großen, leicht ablesbaren Rundinstrumenten sowie dem Multimedia-Infotainment und Navigationssystems, das ebenso leicht und intuitiv zu bedienen ist, wie alles an diesem Fahrzeug. Das Armaturenbrett ist klar gegliedert, wirkt sinnvoll aufgeräumt, aber nicht zu nüchtern. Auf schlichte Art modern.

Auf dem Fahrerarbeitsplatz im Seat findet man sich schnell und intuitiv zurecht. Nur der USB-Anschluss liegt weit weg im Handschuhfach und das Display des Infotainments könnte etwas größer sein. Quelle: PR
Übersichtlich und klar gegliedert

Auf dem Fahrerarbeitsplatz im Seat findet man sich schnell und intuitiv zurecht. Nur der USB-Anschluss liegt weit weg im Handschuhfach und das Display des Infotainments könnte etwas größer sein.

(Foto: PR)

Als echtes Highlight bewerten wir die Sportsitze für Fahrer und Beifahrer, die mit ihrer etwas tiefen Montage einen Gegensatz zur erhöhten Bodenfreiheit darstellen. Einem bequemen Einstieg stehen sie aber nicht im Weg, und dank Sitzheizung sind sie auch komfortabel. Sie sind Bestandteil des Design-Pakets "Sport" für 1.090 Euro, ihr Seitenhalt in schnellen Kurven ist aber ganz ausgezeichnet. Wir empfehlen dieses Extra, weil der Allradkombi beim Anfahren und in Kurven jeder Art unerwartet schnell ist und sehr dynamischen Fahrspaß vermittelt.

Drehmomentstark und sparsam
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