Subaru WRX STI im Handelsblatt-Test Rallye jeden Tag

Was von guten Ingenieuren 20 Jahre und fünf Modellgenerationen lang entwickelt wird, darf als technisch ausgereift gelten. Und im Falle des Subaru WRX STI dennoch als wunderbar altmodisch. So viel Unvernunft steckt an.
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Subaru Deutschland hat mit Einführung des Modelljahrgangs 2014 die Preise für seine wichtigsten Fahrzeuge gesenkt. Für den WRX  STI nennt der Importeur nun als Einstiegspreis 41.900 Euro, das ist eine Reduzierung um 8.000 Euro. Quelle: PR
Kein billiges Vergnügen

Subaru Deutschland hat mit Einführung des Modelljahrgangs 2014 die Preise für seine wichtigsten Fahrzeuge gesenkt. Für den WRX STI nennt der Importeur nun als Einstiegspreis 41.900 Euro, das ist eine Reduzierung um 8.000 Euro.

(Foto: PR)

DüsseldorfDas ist so ein Auto, von dem den Urenkeln einst zu berichten sein wird. Wenn wir vom selbstfahrenden Roboterauto ins vegane Restaurant chauffiert werden. Dann packt Großvater Bleifuß wieder die alte Geschichte vom blutigen Steak aus. Mehr als nur ein bisschen unzeitgemäß ist der Subaru WRX STI aber schon heute. Ökologisch der besonderen CO2-Verschmutzung höchst verdächtig und Freunden defensiven Fahrens ob seines gewaltigen Spoiler-Geweihs ein mächtiger Dorn im Auge.

Wer im giftig schillernden Metallicblau daherkommt, mit Lufthutze auf der Motorhaube und schallenden Auspuffgedröhn unter den Heckdiffusoren, dem wird niemand unterstellen, dass er ein spießiger Verkehrserzieher sei. Oder, mit den aufmunternd herübergebrüllten Worten des Co-Testers: „Kappe schräg, mehr Bass!“

„Ist Ihnen das nicht peinlich?“
Hinter dem Spoiler können sich andere verstecken
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Für die einen ist der ultimatives Wiedererkennungsmerkmal, für andere ein Dorn im Auge: Der mächtige Heckspoiler des WRX STI polarisiert die Betrachter. Im Testwagenvergleich mit dem Subaru wirkt der VW Golf R brav und bieder.

Kein billiges Vergnügen
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Subaru Deutschland hat mit Einführung des Modelljahrgangs 2014 die Preise für seine wichtigsten Fahrzeuge gesenkt. Für den WRX STI nennt der Importeur nun als Einstiegspreis 41.900 Euro, das ist eine Reduzierung um 8.000 Euro.

Scharfe Kurvenführung
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Die Verfolgung der Ideallinie ist mit dem aktuellen Subaru WRX STI vor allem in schnellen Kurven ein reines Vergnügen. Das Fahrwerk ist sehr knackig, der Vierradantrieb gibt Sicherheit und die überarbeitete Lenkung arbeitet leicht und präzise.

Viel Technik für großen Sport
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Der Schwerpunkt von Motor und Antrieb liegt sehr tief, der Allradantrieb erfolgt permanent. Der Fahrer wählt zwischen zwei Sportprogrammen und individuellen Differenzialeinstellungen. Getriebe. Lenkung und Fahrwerk wurden für den aktuellen WRX STI erneut optimiert.

Viel schwarzes Leder und rote Kontraste
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Das Cockpit ist immer noch recht zergliedert. Highlights sind die knackige Handschaltung, die strammen Schalensitze und die Mittendifferenzial-Anpassung in der Mittelkonsole, wo auch zwischen drei verschiedenen Fahrmodi ausgewählt wird.

Weniger ist weniger
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Das Spoilergeweih auf dem Kofferraumdeckel mag manchen Betrachtern etwas aufdringlich erscheinen. Aber meiner Ansicht nach gehört es, wie das Vergleichsbild des Herstellers zeigt, zwingend dazu. Sonst ist das einfach kein WRX STI.

Darf man die überhaupt vergleichen?
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Man muss sogar. Beide Blaumänner können als sportliche Spitze ihrer Modellreihe dank 300 PS Leistung und Vierradantrieb aus dem Alltag direkt auf den Rundkurs fahren. Auch die Preise der kompakten Fünftürer liegen auf ähnlichem Niveau. Doch emotional könnten die Limousine und das Steilheck kaum unterschiedlicher sein.

Der Spott ist im Preis so sicher drin, wie der Spoiler. So wird man halt wahrgenommen im straßenzugelassenen Ableger einer Rallye-Ikone, in dieser Sportlimousine, der sie aus unverständlichen Gründen den kultigen Zusatz „Impreza“ aus dem Namen strichen.

Geblieben ist in der neuesten Auflage des viertürigen Japansportlers das, was die wahren Fans lieben: Permanenter symmetrischer Allradantrieb, leicht einstellbares Mitteldifferenzial, Fahrwerk und Bremsen der Extraklasse, sowie ein flach bauender Vierzylinder-Boxer-Turbo mit nun 300 PS aus 2,5 Liter Hubraum sowie ein extrem tief liegender Antriebsstrang.

Und natürlich werden im Testwagen sechs Gänge noch von Hand geschaltet, so viel Zeit muss sein. Automatik? Erst bei Eintritt ins Rentenalter, bitte.

Geblieben ist auch der riesige Heckspoiler, den man optional abbestellen kann. Er fällt in der heimischen Einfahrt natürlich direkt dem Nachbarn auf, der fragt: „Ist Ihnen das nicht peinlich?“ Wir fassen das als rethorische Frage eines Nichtwissenden auf, denn das Geweih ist untrennbar mit dem Kult um diesen Alltags-Rallyeableger verbunden.

Wirklich besser geworden ist in der jüngsten Auflage des WRX STI aber auch Vieles: Die Karosserie wurde stärker versteift und zudem um einige Kilo erleichtert. Der Radstand wuchs um 25 Millimeter, die direktere neue Lenkung optimiert das Handling des Kurvenwunders, das außerdem in der Grundabstimmung nochmals härter wurde.

Zwar betont Subaru auch gerne die ebenfalls verbesserte Alltagstauglichkeit des WRX STI, doch allen Beteiligten dürfte klar sein: Der Neue ist ready to race, schneller auf der Nordschleife, und darauf kommt es der Zielgruppe in erster Linie an. Um Downsizing sollen sich andere kümmern.

Eine Diva, nichts für Schüchterne
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