Honda CR-Z 800 Kilogramm Fahrspaß

Mit dem Honda CR-Z fällt die Beschleunigung besonders leicht - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Prototyp wiegt ein Drittel weniger als das Serienfahrzeug - und wird damit zur locker-leichten Rennmaschine.
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Honda CR Z Carbon Prototyp - Leicht spaßig Quelle: Matthias Knödler/SP-X

Mit Carbon wird der CR Z zum Leichtgewicht.

Das Hybrid-Coupé Honda CR-Z läuft auf dem deutschen Markt aus.  Wie viel Potential in dem kompakten Sportler aber noch steckt, zeigt das Experimentalfahrzeug CR-Z Carbon, das wir im Honda-R&D Center in Tochigi testen konnten. Seine Struktur ist konsequent aus Kohlefaser-Verbundstoff gefertigt und damit um rund 250 Kilogramm leichter.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der CR-Z Carbon von der Serie nur durch den markanten, silbernen Gitter-Kühlergrill und die Haubenverschlüsse aus dem Motorsport. Bei geöffneten Türen ist deutlich mehr zu sehen. Und hier liegt bereits die erste Besonderheit - das leichte Chassis aus karbonverstärktem Kunststoff (CFRP) benötigt nämlich relativ hohe Schweller. Anstatt einer Flügeltür verfügt die Studie über schmalere Türen und aufklappende Dachsegmente, die sich elektrisch öffnen und schließen - ein überflüssiger Gag bei einem eigentlich auf Leichtbau getrimmten Fahrzeug. Der Vorderbau ist als Aluminium-Spaceframe ausgeführt - mit karbonverstärkten, thermoplastischen Crashelementen.

Laut Honda wiegt der Prototyp 800 kg, er ist damit um 30 Prozent leichter als das Serienfahrzeug. Der Antrieb wurde vom Serienmodell übernommen. 91kW/124 PS leistet demnach das Hybridsystem. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in 8.3 Sekunden absolviert. Durch den um fünf Prozent tieferliegenden Schwerpunkt verbessert sich das Handling nach Angaben der Techniker "um 30 bis 40 Prozent". Mit dem hier eingebauten Sechsgang-Handschaltgetriebe sinkt der Verbrauch insgesamt um 20 Prozent gegenüber dem Serienfahrzeug. Das wären dann noch rund 4 Liter.

Der Prototyp auf CR-Z-Basis wiegt nur 800 Kilogramm Quelle: Matthias Knödler/SP-X

Der Prototyp auf CR-Z-Basis wiegt nur 800 Kilogramm

Schon beim Einsteigen in den Rechtslenker zeigt sich der Sportwagencharakter des Konzepts. Es erfordert schon etwas Beweglichkeit, um über den hohen Schweller in die sehr schmale Sitzschale zu gleiten. Dort sitzt dann alles wie ein hautenger Maßanzug. Das Interieur gibt sich spartanisch und ohne jegliche Dämmung am Fahrzeugboden. Es handelt sich eben um einen Technologieträger und nicht um ein Vorserienmodell. Das Fahrgefühl erinnert schon auf den ersten Metern an die Lotus Elise - ein Eindruck, der sich auf dem anspruchsvollen Handlingkurs noch verstärkt. Jedes Geräusch und jede Unebenheit wird praktisch ungefiltert in den Innenraum übertragen; es knarzt und rumpelt heftig.

Die für das Fahrzeuggewicht groß dimensionierte Serienbremse spricht bissig an, und der tiefere Schwerpunkt verbessert die Straßenlage deutlich - mit einem Hang zum Untersteuern. Die etwas zu leichtgängige Lenkung trübt den Fahrspaß ein wenig. Dennoch: Das Gesamtpaket überzeugt.

In einem Umfeld immer schwerer werdender Automobile weist der CR-Z Carbon einen anderen Weg; Fahrspaß ohne Leichtbau funktioniert nicht. Da bleibt Ernüchterung nicht aus, wenn Honda verlauten lässt, dass die Karbon-Technologie noch nicht serienreif sei. Erst langfristig sei mit einem Serieneinsatz zu rechnen. Vielleicht im kommenden NSX?

Was Honda im Angebot hat
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Das kleinste Modell von Honda in Deutschland ist der Jazz. Den Kleinwagen bieten die Japaner ausschließlich mit Benzinmotoren an. Das Einstiegsmodell leistet 90 PS und kostet mindestens 12.900 Euro. Die stärkere Variante mit 100 PS (ab 14.900 Euro) ist auch mit einer CVT-Automatik erhältlich.

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Außerdem bietet Honda den Jazz auch mit Hybrid an. In diesem wird ein 88 PS starker Benziner von einem 14 PS-Elektromotor unterstützt. Rein elektrisch fahren kann der Kleinwagen so aber nicht, die E-Maschine „hilft“ nur dem Benziner. Der Verbrauch sinkt dann von 5,4 Liter (90 PS) auf 4,5 Liter. Doch die Öko-Technologie kostet ordentlich Aufpreis: Den Jazz Hybrid gibt es erst ab 19.290 Euro.

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Seit 1972 bildet der Civic das Kompaktklasse-Modell der Japaner – und hat sich seit dem millionenfach verkauft. Die aktuellste Generation (Nummer 9) ist seit 2012 in Deutschland erhältlich.

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Ein mächtiges Hinterteil mit einer zweigeteilten Scheibe und prominent aus der Karosse ragende Heckleuchten sind seit 2006 besondere Design-Merkmale des Honda Civic. Wahlweise wird der Civic von einem der beiden Benziner (100 PS für 16.950 Euro oder 142 PS für 18.950 Euro) oder einem der beiden Diesel mit 120 PS (20.450 Euro) oder 150 PS (21.950 Euro) angetrieben.

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Der Honda CR-Z mimt den kompakten Sportler. Seine fesche Optik lässt einiges erwarten, unter der Haube ist aber mehr Sparsamkeit als Sportlichkeit angesagt.

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Der CR-Z wird von einem 137 PS starken Hybrid angetrieben. Für 22.690 Euro gibt es einen 121-PS-Benziner, unterstützt von einer E-Maschine mit 20 PS.

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Insight heißt der Prius-Konkurrent von Honda. Doch im Gegensatz zu dem Toyota-Bestseller kann der Insight nicht rein elektrisch fahren, er ist ein sogenannter Mild-Hybrid. Er spendet auch die Technik für den Jazz-Hybrid. Also sind die Eckdaten von 88 Benzin-PS und 14 Elektro-PS identisch. Nur nicht der Preis. Der Insight kostet mindestens 20.490 Euro und damit 1.200 Euro mehr als der Jazz mit Hybrid.

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