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Hypercar Comeback mit 2.000 PS und vier Motoren – das kann die Lotus Evija

Die Briten meldet sich dank Geely mit einer spektakulären Neuheit zurück. Dieses elektrische Hypercar mit 2000 PS soll das Comeback einläuten.
  • Mario Hommen
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  • Spotpress
Auch optisch hat Lotus das Hypercar-Projekt Evija eindrucksvoll in Szene gesetzt Quelle: Lotus
Wie auf Flügeln

Auch optisch hat Lotus das Hypercar-Projekt Evija eindrucksvoll in Szene gesetzt.

London Der überschaubare Reigen von Sportwagen der Megawatt-Klasse, also Modellen mit mehr als 1.000 Kilowatt Motorleistung, ist um ein weiteres Mitglied gewachsen: Evija heißt die flache Flunder, die dem leicht verblassten englischen Sportwagenhersteller Lotus neuen Glanz verleihen soll.

Anders als bei bisherigen Modellen der Marke setzen die Engländer bei diesem Hypercar-Projekt auf einen rein elektrischen Antrieb, der mit seinen 1.471 kW/2.000 PS und 1.700 Newtonmeter Drehmoment jeden bisherigen Lotus weit hinter sich lässt. Für dieses Leistungsniveau sind gleich vier Motoren verantwortlich - pro Rad gibt es eine Maschine, was den Evija gleich noch mit Allradantrieb segnet.

Dank eines Leichtbauchassis in Carbon-Monocoque-Bauweise muss das Motorenquartett lediglich 1.680 Kilogramm in Bewegung setzen. Wenig verwunderlich also, dass der Flügeltürer laut Hersteller für den 100-km/h-Sprint weniger als drei Sekunden braucht. Weniger als neun Sekunden soll es dauern, bis die Zahl 300 auf dem Tacho steht. Maximal schafft der aerodynamisch verwegen gezeichnete Brite 340 km/h.

Allzu lange wird der Stromer dieses Tempo indes nicht halten können, denn die 70-kWh-Batterie, die nach WLTP-Messung 400 Kilometer Reichweite erlauben soll, wird sich dann extrem rasch entleeren. Im Gegenzug soll ein rasches Aufladen möglich sein: Sofern eine 350-kW-Ladestation zur Verfügung steht, wäre ein Füllstand von 80 Prozent nach 12 und von 100 Prozent nach 18 Minuten erreicht.

Nicht nur für die Karosserie, sondern auch im Innenraum wurde viel Carbon verbaut Quelle: Lotus
Leichtbau überall

Nicht nur für die Karosserie, sondern auch im Innenraum wurde viel Carbon verbaut.

Im Innenraum bietet der Evija einen aufgeräumten Arbeitsplatz mit Carbonschalensitzen, einem rechteckigen Sportlenkrad, einem Display als Kombiinstrument und einer freischwebenden Mittelkonsole mit diversen Knöpfen. Letztere ersetzen auch einen Gangwahlhebel, stattdessen gibt es die Druckknöpfe N, D und R für Leerlauf, Vorwärts und Rückwärts.

In den Türen fallen noch kleine Displays auf, die das Bild kleiner Kameras zeigen, die den rückwärtigen Verkehr filmen. Auf klassische Außenspiegel verzichtet der Evija. Bereits Anfang 2020 soll die Produktion im Stammwerk Hethel anlaufen. Insgesamt sind nur 130 Exemplare geplant, was auch als Referenz zur Geschichte der Sportwagenmarke gemeint ist, denn das Hypercar ist zugleich das 130. Modell der Marke Lotus.

Interessenten können für den Evija bereits Bestellungen aufgeben. Für eine verbindliche Kaufzusage verlangt der englische Sportwagenhersteller allerdings 250.000 Pfund. Für den Gesamtkaufpreis werden weitere 1,5 Millionen Pfund fällig. Damit kostet der neue Lotus zuzüglich der 19 Prozent Mehrwertsteuer umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro.

Mehr: Mithilfe des chinesischen Autokonzerns soll Lotus zum Porsche-Konkurrenten etabliert werden. Dafür wird nun eine Produktion in China aufgebaut.

Statt Außenspiegel gibt es Kameras, die seitlich aus den vorderen Kotflügeln lugen Quelle: Lotus
Für die Aerodynamik

Statt Außenspiegel gibt es Kameras, die seitlich aus den vorderen Kotflügeln lugen.

Spektakulär ist die Heckansicht des Lotus Evija Quelle: Lotus
Eindrucksvolle Rücklichter

Spektakulär ist die Heckansicht des Lotus Evija.

Lotus: Das kann die Evija Quelle: Lotus
Wendepunkt

Der Evija markiert in mehrfacher Weise einen Wendepunkt bei der Marke Lotus.

Das kleine Sportlenkrad im Lotus Evija ist rechteckig Quelle: Lotus
Sportlenker

Das kleine Sportlenkrad im Lotus Evija ist rechteckig.

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