Kommt der RX-7 wieder? Mazda hält am Wankel fest

Mazdas Wankelmotor-Modelle RX-7 und der gerade eingestellte RX-8 könnten einen Nachfolger bekommen. Das sagte MX-5-Produktmanager Nobuhiro Yamamoto dem Magazin „Car News“.
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Der Mazda RX-7 erblickte 1978 das Licht der Welt. Quelle: Pressefoto

Der Mazda RX-7 erblickte 1978 das Licht der Welt.

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Boston/USADer Mazda RX-7 mit Wankelmotor kommt wieder. Das zumindest wollen einige Online-Magazine wie „Car News“ vom Mazda-MX-5-Produktmanager Nobuhiro Yamamoto erfahren haben. Bis 2017 soll der Nippon-Sportwagen ins Modellprogramm Einzug halten. Der RX-7 soll bei gesteigerter Leistung deutlich weniger Sprit verbrauchen als der unzeitgemäß durstige, gerade eingestellte Sportwagen RX-8.

Der RX-7 gehört zu den Mazda-Klassikern. Er lief zwischen 1978 und 2002 in vier Generationen vom Band, bevor er vom RX-8 abgelöst wurde. Versuche mit alternativ betriebenen Wankelmotoren führte Mazda lange Zeit in Skandinavien durch. Bis heute haben die Kreiskolben-Mazda eine große Fangemeinde.

Als Antrieb wird im neuen Wankel-Sportwagen ein 1,6-Liter-Kreiskolbenmotor mit rund 221 kW/300 PS dienen, später soll möglicherweise eine Turboaufladung für noch mehr Power sorgen. Einem Wankel-Hybrid-System wie beispielsweise beim Acura NSX erteilt Yamamoto jedoch eine Absage.

Als Basis für den RX-7 könnte die erweiterte Plattform des MX-5 dienen. Entsprechend soll der Sportler – abgesehen von Japan - weltweit als Zweisitzer verkauft werden. Große Teile der Karosserie dürften dann aus Aluminium bestehen, um das Gewicht zu drücken: Rund 1.300 Kilogramm soll der Nippon-Sportler auf die Waage bringen.

Für Preisspekulationen ist es noch zu früh, doch laut Yamamoto werde sich der neue Mazda preislich zwischen dem Nissan 370Z und dem Nissan GT-R ansiedeln. Damit wäre er deutlich kostspieliger als der zuletzt 38.190 Euro teure RX-8.

Vom Korkersatz zum Wankelmut
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Mazda wird 90 Jahre alt Die Geschichte von Mazda beginnt am 30. Januar 1920 in Hiroshima. Dort, wo auch heute noch das Stammhaus des japanischen Unternehmens zu finden ist, wird die Toyo Cork Kogyo Co. Ltd gegründet. Die Manufaktur des Ostens - so lautet die wörtliche Übersetzung von Toyo Kogyo - beschäftigt sich mit der Produktion von Korkersatz aus einheimischen Pflanzen. Kork ist damals ein wichtiges Dichtmaterial in der Industrie, von dem es kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs noch nicht genügend Nachschub aus Europa gibt ... Doch nicht lange nach dem Startschuss für das Unternehmen schrumpft die Nachfrage für das Material und die Toyo Cork Kogyo muss sich neu orientieren. So wird 1921 der Industrielle Jujiro Matsuda zum neuen Präsidenten ernannt, der die Produktion kurzerhand auf Werkzeugmaschinen umstellt. Sechs Jahre später wird der Zusatz "Cork" aus dem Firmennamen gestrichen ... Alle Fotos: Mazda, dpa, AP, Reuters

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... Zehn Jahre nach dem Startschuss entwickelt Matsuda mit seinem Unternehmen ein Lastendreirad mit Motor. Im Oktober 1931 läuft es in Serienproduktion an und fährt so erfolgreich, dass es ab 1932 bereits nach China exportiert wird. Das "Mazda-Go" wird von einem Einzylinder-Viertaktmotor mit immerhin 13 Pferdestärken beschleunigt. Der Name Mazda, der mit dem Dreirad erstmals Verwendung findet, geht wohl zurück auf den altpersischen Gott des Lichts, Ahura Mazda. Vermutlich spielte aber auch der Name des Firmenpräsidenten Matsuda eine Rolle, denn der wird im Japanischen ähnlich ausgesprochen wie Matsuda ...

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... Nachdem Mazda 1936 den ersten Prototypen eines Personenkraftwagens vorstellt, verhindert der Zweite Weltkrieg zunächst die weitere Entwicklung. Nach Kriegsende produziert Toyo Kogyo dann zunächst wieder Lastendreiräder und erste kleine Lastwagen vier Rädern. Erst 1960 rollt das erste vierrädrige PKW-Modell in Großserie vom Band - und macht den Hersteller in Japan direkt zum Marktführer: Der Kleinwagen R360 Coupé. Mit knapp drei Metern Länge und einem Gewicht von weniger als 400 Kilo wird der Pkw von einem aus Leichtmetall gefertigten 16-PS-Motor angetrieben.

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Nach dem erfolgreichen Start des superkompakten R360 nimmt Tsuneji Matsuda, der Sohn des Mazda-Gründers, Verhandlungen mit NSU auf. Der Autohersteller aus Neckarsulm, der später mit Audi fusioniert, ist auf der Suche nach internationalen Kooperationspartnern für seinen "Wankelmotor". Der Ingenieur Felix Wankel konzipiert ihn aus der Idee heraus, einen Motor zu entwickeln, der ohne die vielen sich bewegenden Teile auskommt. Das Ergebnis war ein kompakter Kreiskolbenmotor, der im Vergleich zum Ottomotor viel Leistung aus wenig Hubraum schöpft und mit deutlich weniger Vibrationen sehr ruhig läuft. Mazda sieht Potenzial in dieser Entwicklung und schließt 1961 einen Lizenzvertrag zur Nutzung und Weiterentwicklung des Motors. Schon nach kurzer Zeit kann das Unternehmen einen eigenen Prototypen des Wankelmotors vorweisen ... Foto: Mazda Kei-Pickup des Jahrgangs 1963

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... Heutzutage ist Mazda einer der ganz wenigen Hersteller, der überhaupt noch mit Wankelmotoren arbeitet, und diese sogar im Hinblick auf die Hybrid- und Wasserstoffantriebstechniken weiterentwickelt ... Foto: Mazda Rotary Pickup von 1973

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... Als erstes Serienfahrzeug mit dem in Deutschland enwickelten Kreiskolben- bzw. Wankelmotor geht 1967 das Aufsehen erregende Coupé Mazda Cosmo Sport 110S in Serie. Heute eine begehrte Rarität, denn nur etwa 1.600 Exemplare des Zweisitzers mit 110 PS finden in den kommenden fünf Jahren ihre japanischen Käufer. In Deutschland werden erstmals im Jahr 1969 auf der Internationalen Frankfurter Automesse IAA Modelle von Mazda präsentiert. Drei Jahre später dringt der Autohersteller auf den deutschen Markt vor und gründet die Mazda Motors Deutschland GmbH, die im darauf folgenden März in Hilden bei Düsseldorf ihre Tätigkeit aufnimmt ...

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Als die ersten Importe nach Deutschland kommen, kann das Unternehmen bereits auf über 50 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. Da Mazda trotz günstiger Preise gut ausgestattete und zuverlässige Autos liefert, genießt der japanische Hersteller auch hierzulande schon bald einen guten Ruf. Das Fahrzeugangebot umfasst vorerst die Modelle 616, 818 und den Mazda RX-3, 1977 folgen 323 und 626 ... Foto: Mazda 818 Coupe im Jahr 1977

 
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