Lexus CT200h Ein Auto mit grünem Gewissen

Zu Preisen ab 28.900 Euro bietet Lexus Autofahrern mit Umweltgewissen den hybridbetriebenen CT 200h an. Doch das Kompaktfahrzeug findet bislang nicht den Anklang, den der Hersteller sich erhofft hatte.
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Ab 28.900 Euro ist der schon in der Basisversion üppig ausgestattete CT 200h zu haben. Quelle: Toyota

Ab 28.900 Euro ist der schon in der Basisversion üppig ausgestattete CT 200h zu haben.

(Foto: Toyota)

DüsseldorfMit dem Lexus CT 200h ist seit dem Frühjahr ein edles Hybridfahrzeug mit Benzin-Elektroantrieb in der Kompaktklasse erhältlich. Zu Preisen ab 28.900 Euro kann man mit grünem Gewissen teils rein elektrisch über Deutschlands Straßen fahren, allerdings nicht so häufig wie die Konzernmutter Toyota sich das gewünscht hat. Eigentlich sollten mit der "Creative Technology", wofür das Kürzel CT steht, auf leisen Sohlen die schwächelnden Absatzzahlen des vergangenen Jahres wieder aufgepeppt werden. Rund 2.000 Einheiten der kompakten Schräghecklimousine plante der Hersteller noch dieses Jahr in Deutschland zu verkaufen, seit der Markteinführung im März wurden bis August jedoch erst 835 Stück an den Mann bzw Frau gebracht. Doch woran liegt es?

Liegt es eventuell am Preis, der im Vergleich zu den Wettbewerbern mit ähnlich starken konventionellen Antrieben wie dem BMW 1er oder dem A3 von Audi bis zu 1.800 Euro höher liegt. Doch dafür verfügt der Japaner bereits in der Basisausstattung über einiges, was bei der genannten Konkurrenz aufpreispflichtig ist: zehn Airbags, LED-Scheinwerfer, Tempomat, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine CD-Audioanlage und Alu-Räder, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Hinzu kommt ein niedrigerer Verbrauch aufgrund des Antriebs. Wie im Toyota Prius arbeitet auch im Lexus CT 200h eine Einheit aus Verbrennungs- und Elektromotor nebst stufenlosem CVT-Getriebe. Der Vierzylinder-Benziner mit 1,8 Litern Hubraum leistet 99 PS und besitzt ein maximales Drehmoment von 142 Nm, hinzu kommen 82 PS und 207 Nm vom Elektromotor, so dass sich eine Systemleistung von 136 PS ergibt. Der E-Motor wird von konventionellen Nickel-Metallhydrid-Akkus gespeist, die ein emissionsfreies Fahren über wenige Kilometer und bis zu einer Geschwindigkeit von knapp 50 km/h ermöglichen. Zwar spricht Lexus von einem Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern und damit von einem CO2-Ausstoß von 87 Gramm pro Kilometer, doch in der Praxis ist dieser Wert kaum zu erreichen, selbst nicht in Kombination mit dem besonders umweltschonenden Fahrmodus "Elektro (EV)". So verbrauchte der Kompakte im Modus "Eco" im Schnitt 5,1 Liter, im "Normal"-Betrieb 5,9 Liter und im Modus "Sport" sowie entsprechender Fahrweise gar 7,7 Liter Super.

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5 Kommentare zu "Lexus CT200h: Ein Auto mit grünem Gewissen"

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  • Es liegt m.E. an wenigen, aber folgenschweren Gründen:

    - Die Attraktivitätswerte eines Autos kommen eben nicht nur aus der Technik, sondern auch aus "marke", "design" und "subjektives Wertempfinden". Hier hat TOYOTA Defizite.

    - Auch die konventionellen Antriebe entwickeln sich weiter, wovon natürlich aus der Hybrid profitiert. Aber die konkurrierenden Unternehmen setzten einfach, die schiere PS-Leistung von konventionellen reinen Verbrennungsmotoren dagegen. Mehr PS ist billiger herzustellen, als Hybridlösungen. Das Konzept ging bislang auf. Allerdings ist es nur ein Zeitgewinn; aber ein wichtiger Zeitgewinn, um Defizite im Hybridbau aufzuholen.

  • Ein sehr neutraler und gut geschriebener Bericht. Allerdings sollte man anmerken, das der Wagen nur 99PS hat. Die Systemleistung bzw. die 92 zusätzlichen PS vom E-Motor gibt es nur, wenn die Batterie Saft hat. Nach 3km Fahrt oder wenigen km Autobahn in diese leer... und ein 28.900€ teurer Wagen mit unter 100PS ist nicht grad günstig. Dann doch lieber ein 120d oder A3 2,0TDI..

  • Stimme Ihnen voll zu.
    Sämtliche versuche für "grüne" Fortbewegungsmittel sind kläglich gescheitert. Man macht nur alles noch schlimmer! Aber die Presse und die Politik verstecken das alles sehr schön und verpacken es mit einem rosa Schleifchen... Unglaublich.

  • Wer das Original - den Toyota Prius - kennt, weiss, warum sich der Lexus CT200h nicht verkauft: er ist schwerfälliger als der Prius und teurer. Sicherlich schicker verpackt und hochwertiger, aber noch lange kein "richtiger" Lexus. Dafür fehlt eine souveräne Motorisierung! Ein CT300h mit ca. 170-190 PS Systemleistung würden sicherlich zu besserem Verkauf führen.

    priusb78

  • Also eigentlich ist das eine Schweinerei, Hybridfahrzeuge als gut für die Umwelt zu bezeichnen.

    Die Herstellung und die Aufbereitung der Akkus erzeugt sehr an sehr giftigem Sondermüll. Außerdem wird hierfür sehr viel Energie benötigt, viel mehr als die Hybrid Fahrzeuge je an Eenrgie-Einsparung wieder gut amchen können.

    Aber was soll's.
    Wenn man schon mit der Klima Lüge die Massen verdummt, kann man auch noch gleich mit dem Hybrid-Fahrzeug einen nachsetzen.

    Schade, dass sogar Green-Peace inzwischen hier mitmacht. Früher war Green-Peace noch eines der großen Gegner gegen den Hybrid-Wahnsinn, doch man sieht, auch Green Peace ist käuflich.

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