Mazda SPCCI-Technologie Dieser Benziner macht auf Diesel

Ein Benziner, der verbrennt wie ein Diesel? Mit dieser Technologie will der japanische Hersteller Mazda den Verbrauch um 20 Prozent senken.
  • Peter Eck
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  • Spotpress
Mazda SPCCI-Technologie - Dieser Benziner macht auf Diesel Quelle: Mazda
Vorreiter bei Antrieben

Mazda trimmt seine Motoren auf Sparsamkeit.

DüsseldorfDas Elektrofahrzeug steht in den Schlagzeilen, aber zumindest in den nächsten 20 bis 30 Jahren werden weltweit die allermeisten Autos auch weiterhin von Verbrennungsmotoren angetrieben, in vielen Fällen allerdings mit elektrischer Unterstützung. Mit einem 2019 erstmals in Serie gehenden Ansatz will Mazda speziell den Ottomotor sparsamer und sauberer machen sowie gleichzeitig den Fahrspaß über zusätzliches Drehmoment steigern. Die Japaner meinen, mit einer Kombination der Brennverfahren aus Otto- und Dieselmotor einen idealen Antrieb entwickelt zu haben.

Der von den Ingenieuren der Marke entwickelte Motor kombiniert die vom Benziner bekannte Fremdzündung mittels Zündkerze mit der vom Diesel gewohnten Kompressionszündung, die durch die Verdichtung im Kolben zustande kommt. SPCCI, Spark Controlled Compression Ignition, nennt Mazda das Brennverfahren; es wird in einem Skyactiv-X genannten Motor in der für Ende 2018 erwarteten neuen Generation des Kompaktklasse-Modells Mazda3 Premiere haben und im März 2019 auf den Markt kommen.

Der Hersteller spricht von einem um 20 bis 30 Prozent geringeren Kraftstoffverbrauch bei einem gleichzeitigen Drehmomentzuwachs von 15 Prozent. Der 2,0-Liter-Vierzylinder wird rund 140 kW/190 PS leisten und ein maximales Drehmoment von 230 Newtonmetern aufweisen. Zudem wird er von Anfang an als Micro-Hybrid angelegt und somit von einem riemengetriebenen Startergenerator unterstützt.

Ganz neu ist die Idee eines „Diesottos“ nicht. So zeigte Mercedes schon 2007 auf der IAA die Studie F 700, in der ein derartiger Motor eingebaut war. Und auch Volkswagen hat sich in der Vergangenheit bereits an dieser Technik versucht. „Combine Combustion System“ nannten die Wolfsburger das Ergebnis, der Motor benötigte allerdings teuren Spezialkraftstoff, während der Daimler-Diesotto bereits mit normalem Benzin betrieben wurde, es aber ebenfalls nicht in die Serie schaffte.

Das lag auch daran, dass es die Ingenieure einige spezifische Probleme dieser Technik nicht beheben konnten, so vor allem, den sehr engen Betriebsbereich der Selbstzündung zu erweitern. Sie funktionierte nur bei geringer Last und verspielte so ihr Sparpotenzial. Zudem gelang es nicht, den Übergang zwischen Selbst- und Fremdzündung wirklich komfortabel zu gestalten.

Mehr Drehmoment, weniger Hitze
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