Mercedes GLA A-Klasse auf Abwegen

BMW und Audi haben es vorgemacht. Nach dem Erfolg von X1 und Q3 ist Mercedes auf den Geschmack gekommen und bringt den GLA in Stellung. Der kleine Geländewagen hat vor Matsch und Modder keine Angst.
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Ein guter Begleiter in der Stadt und im Gelände: Der Mercedes GLA Quelle: PR

Ein guter Begleiter in der Stadt und im Gelände: Der Mercedes GLA

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BerlinVier sind offenbar noch einer zu wenig. Obwohl Mercedes mit der G-Klasse, den Brüdern GL und ML sowie dem GLK bereits eine stattliche Flotte an Geländewagen im Programm hat, legen die Schwaben jetzt noch einmal nach: Von Mitte März an soll der GLA die Flotte für Freizeit und Abenteuer nach unten abrunden, vom Trend zu den kleinen Allradlern partizipieren und Vorreitern wie dem BMW X1 oder dem Audi Q3 das Leben ein bisschen schwerer machen.

Sportschuh statt Bergstiefel

Mercedes ist ein bisschen spät dran und muss besonders auf sich aufmerksam machen. Deshalb haben die Designer für den GLA eine eigene Nische gesucht: Der 4,42 Meter lange Wagen ist nicht so kantig und wirkt weniger robust. Vor allem ist er deutlich flacher. Mit 1,49 Metern Höhe überragt er die A-Klasse, von der er technisch abgeleitet wurde, nur um wenige Zentimeter. Dazu die Powerdomes auf der Motorhaube, die sehnigen Flanken und das coupéartige Heck - so wirkt der GLA wie der Sportschuh unter den Bergstiefeln.

Kompaktes SUV mit Spitzenwerten
Mercedes GLA
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Mercedes-Benz wird sich mit dem GLA ein neues Marktsegment erschließen. Das kompakte SUV erlebt seine Premiere Mitte September auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt.

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Das 4,42 Meter lange und 1,49 Meter hohe Fahrzeug orientiert sich am dynamischen Design der A-Klasse.

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Zum Marktstart kommt der GLA durch vier Reihenvierzylindermotoren in Fahrt. Der GLA 200 CDI als sparsamstes Modell leistet 100 kW / 136 PS und ist in die Effizienzklasse A eingestuft.

An der Spitze der Baureihe steht der GLA 250 4Matic. Er sprintet in 6,5 Sekunden von null auf 100 km/h und ist bei einem Durchschnittsverbrauch von 7,1 Litern (EU-Norm) bis zu 235 km/h schnell

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Alle Motoren besitzen serienmäßig Start-Stopp-Funktion. Kombiniert sind die Motoren mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder mit der Doppelkupplungs-Automatik 7G-DCT (Serie bei GLA 250 und GLA 220 CDI sowie den 4Matic-Modellen).

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Die 4Matic-Ausführungen werden standardmäßig mit einer Bergabfahrhilfe ausgerüstet. Ein Offroad-Fahrprogramm passt die Getriebeschaltpunkte und die Gaspedalkennlinien den Erfordernissen auf losem Untergrund an.

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Bei den Strömungseigenschaften rangiert der GLA an der Spitze seines Segments. Der cw-Wert beträgt 0,29. Die Luftwiderstandsfläche cw x A, entscheidend für den Verbrauch ab etwa 60 km/h, stellt mit 0,66 Quadratmetern ebenfalls einen Bestwert dar.

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Zu der Windschlüpfrigkeit tragen unter anderem aerodynamisch optimal gestaltete Außenspiegelgehäuse und Rückleuchten, seitliche Heckspoiler und Abdichtungen im vorderen Stoßfänger sowie eine Kühlerjalousie zur bedarfsgerechten Regelung der Kühlluft bei.

Zwar will der GLA partout nicht in eine Schublade mit echten Geländewagen. Doch wenn es darauf ankommt, schlägt er sich abseits ausgetretener Pfade überraschend wacker. Weil es zur rund 2200 Euro teuren Allrad-Option immer auch vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine andere Programmierung für die Traktionskontrolle gibt, kraxelt der Kleine tapfer über Stock und Stein.

Zerfurchte Feldwege, verschneite Bergsträßchen, feuchte Wiesen oder die Piste zur Grillhütte im Wald - was der gemeine Zentraleuropäer so an Abenteuern in den Alltag packt, das pariert der GLA ohne Mühe.

Mehr Übersicht im Stadtverkehr

Vom neuen Zuschnitt der A-Klasse auf Abwegen profitiert man auch im Dschungel der Großstadt: Dank der höheren Sitzposition kann man bequemer einsteigen und vor allem besser hinausschauen. Auch wenn nicht jede Ecke gut einzusehen ist, zirkelt man relativ problemlos durch enge Parkhäuser oder den dichten Feierabendverkehr. Dass die erhabene Konstruktion auch ihre Kehrseite hat, merkt man am Kofferraum. Die Ladekante ist relativ hoch.

Und weil die Luke zudem schmal geschnitten ist, dahinter eine kleine Stufe kommt und nach oben wegen des abfallenden Dachs ein wenig Luft zum Laden fehlt, ist für Hochstapler und Shopping-Meister ein kompakter Kombi oder ein Van wie die B-Klasse vielleicht doch die bessere Wahl.

Auch Touren durchs Gelände sind kein Problem. Bei den Allrad-Modellen sind vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine andere Programmierung für die Traktionskontrolle enthalten. Quelle: dpa

Auch Touren durchs Gelände sind kein Problem. Bei den Allrad-Modellen sind vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine andere Programmierung für die Traktionskontrolle enthalten.

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Nichts zu mäkeln gibt es am Platzangebot für die Passagiere: Schon auf der Rückbank sitzen bei 2,70 Metern Radstand auch Erwachsene überraschend gut und in der erste Reihe gibt es kaum einen Unterschied zu den größeren Geländewagen-Baureihen. Das gilt übrigens auch für Ambiente und Ausstattung, die man mit Extras für viele tausend Euro beinahe auf Oberklasse-Niveau bringen kann. Obwohl eng verwand mit der A-Klasse hat der GLA beim Fahren einen eigenen Charakter.

Zwar lässt sich auch der Geländewagen beherzt um die Kurven treiben, erst recht mit dem optionalen Sportfahrwerk. Aber in der Standardversion wirkt der Allradler viel friedlicher und harmonischer als die im Jugendwahn übers Ziel hinaus geschossene A-Klasse. Die Federung ist komfortabler, das Getriebe gelassener, die Lenkung nicht ganz so scharf - man fährt einfach entspannter.

Mit dem GLA 250 geht's zur Sache
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