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MonoTracer Flieger-Zigarre

Ein Schweizer Unternehmen baut ein Gefährt - halb Sportwagen - halb Motorrad. Der MonoTracer verbraucht zwischen vier und sieben Litern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 240 km/h.
Motorrad im Schlafrock: Der MonoTracer von Peraves verbindet die Wendigkeit eines Zweirades mit einer windschlüpfrigen Karosserie. Foto: dpa

Motorrad im Schlafrock: Der MonoTracer von Peraves verbindet die Wendigkeit eines Zweirades mit einer windschlüpfrigen Karosserie. Foto: dpa

sw HB. Als Kind war es einer der großen Wendepunkte, als die Stützräder abgeschraubt wurden. Schmerzliche Erfahrungen mit grauen Schotterstreifen in den Knien, die nach einem tränenreichen Vormittag in ein Gefühl des Stolzes und der Leichtsinnigkeit übergingen. Damals wurden Grundkenntnisse über stabilisierende Kreiselkräfte und die Wichtigkeit der Körperkontrolle gelegt. Und das erhebende Gefühl im Solarplexus bei Kurvenlagen nistete sich tief ein. Wer heute Motorradfahrer ist, zehrt immer von diesem Erlebnis.

Und jetzt will uns ein Schweizer Unternehmen wieder Stützräder ans Motorrad montieren. Genauer gesagt an den MonoTracer, eine Art Kabinenroller auf zwei Reifen. An der Ampel die Maschine mit dem Fuß abfangen geht da nicht. Stattdessen muss der Pilot einen Kippschalter betätigen, und die Rädchen klappen in Sekundenbruchteilen herunter.

Die Kabine macht den MonoTracer zur Schimäre, halb Sportwagen - mit Recarositzen, Sicherheitsgurten und Dach über dem Kopf. Und halb Motorrad - mit viel Schräglagenpotenzial. Erst bei 52 Grad Kurvenneigung soll Schluss sein, dann nämlich setzen die eingefahrenen Stützräder auf. Allerdings sollte man für solche Experimente beste Reifen montiert haben und auf einer sauberen Strecke unterwegs sein, sonst kann das schicke Kunststoffgehäuse doch ein paar hässliche Kratzer abbekommen.

Die Verbundstoffhaut ist aber nicht nur Regenschutz, sie katapultiert den MonoTracer beinahe in die Ökoliga. Zwischen vier und sieben Liter soll der Verbrauch liegen. Dafür kann man schon Stützräder in Kauf nehmen.

Der Handelsblatt Expertencall
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