Nachgefragt bei Iveco Magirus „Auf Verbrauchsminimierung getrimmt“

John Venstra, Vertriebsvorstand beim Nutzfahrzeugbauer Iveco Magirus, über neue Fahrzeugtechnik im Dienste der Umwelt und des Firmenkunden.
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Herr Venstra, ein Spritspar-Stralis feiert auf der IAA Weltpremiere?

Ja, unser schwerer Iveco-Lastwagen ab 16 Tonnen verfügt nicht nur über Ausstattungsmerkmale zur Kraftstoffeinsparung. Es steht auch für den Wandel in der Branche, vom Lastwagenbauer zum Systemlieferanten. Dieser bietet Leistungen, die sich an den Aufgaben des Kunden orientieren und über den eigentlichen Lkw-Bereich hinausgehen. Der neue Stralis ist ganz in diesem integrierten Ansatz zu sehen. Die Fahrzeugtechnik selbst beinhaltet eine interessante Mischung aus Produkt und Zubehör. Die Motorelektronik zum Beispiel wurde konsequent auf Verbrauchsminimierung getrimmt. Dazu kommen Komponenten, vom Windabweiser bis Leichtlaufreifen, die ebenso in Richtung Kraftstoffsparen und somit CO2-Einsparung wirken.

Sie zeigen auf der IAA auch vier neue Transporter Daily, darunter ein Elektro-Modell ?

Eine Reaktion auf schärfer werdende Auflagen im innerstädtischen Personen- und Gütertransport! Ein E-Daily ist da auch wegen des permanenten Stopp and Go-Verkehrs sinnvoll, denn die Bremsenergie lässt sich als Ladestrom nutzen. Von diesem elektrisch betriebenen Serienmodell haben wir jetzt gerade im Vorfeld der IAA zehn Einheiten verkauft. Es hat alle Sicherheitsfeatures vom Airbag über das ABS bis zur Crash-getesteten Zelle. Und es sieht aus wie ein Auto, was in der Elektroszene nicht selbstverständlich ist! Der Transporter ist dank Unterflurtechnik im Laderaum nicht eingeschränkt und transportiert dasselbe Volumen wie der entsprechende Diesel. Die Nutzlast ist jedoch wegen des Batteriegewichts beschränkt ?

Und was genau ist das Elektronikpaket Blue & Me Fleet?

Ein auf einer Fiat-Microsoft-Entwicklung basierendes System zur Kommunikation und Optimierung des Fuhrparks: Einsatzdaten werden über das Internetportal "Fleet Visor" von Qualcomm zusammengefasst und sind der Grundstein für Optimierungen. Im Schadensfall unterwegs kann das System etwa aus dem Diagnosespeicher einen Fehlercode direkt an das Iveco-Servicecenter übermitteln. Der Fahrer bekommt dann die Handlungsanweisung, ob eine Weiterfahrt möglich ist oder doch lieber unterbleiben sollte. Der digitale Tachograf kann online ausgelesen werden, ohne umständliches Hantieren mit Hardware.

Die Fragen stellte Gerd Zimmermann

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