R 1200 GS BMW erfindet seinen Bestseller neu

Sie ist seit Jahren die Benchmark für den Wettbewerb, die schwere und überaus erfolgreiche Reise-Enduro R 1200 GS. BMW erhält ihre Attraktivität mit einem stärkeren Antrieb, fünf Fahrprogrammen und besserem Handhabung.
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Die Neuauflage der Reise-Enduro BMW R 1200 GS kostet ab 14.100 Euro. Quelle: PR

Die Neuauflage der Reise-Enduro BMW R 1200 GS kostet ab 14.100 Euro.

(Foto: PR)

Almeria/SpanienBMW präsentiert die Neuauflage der erfolgreichen Reise-Enduro BMW R 1200 GS mit einem stärkeren Antrieb, fünf elektronischen Fahrprogrammen und verbesserter Handhabung. Das Abenteuer-Motorrad steht ab sofort zu Preisen ab 14 100 Euro bei den deutschen Händlern. Als Antrieb dient traditionell ein Zweizylinder-Boxermotor. Der neue 1,2-Liter-Twin mit 92 kW/125 PS wartet mit einer Kombination aus Luft- und Wasserkühlung auf, damit der Motor den verschärften Emissions- und Geräuschvorschriften gerecht wird.

Der Leistungszuwachs von 15 PS gegenüber dem Vorgänger-Modell ist in jedem Drehzahlbereich zu spüren. Wenn auch ab den Leerlaufdrehzahlen genügend Power die Maschine vorantreibt, gibt es ab 6 000 Umdrehungen noch eine Zugabe, die dem Fahrer richtig die Arme lang zieht. Und auf den verwinkelten Bergstrecken des spanischen Hinterlands sorgt die Elastizität des Triebwerks für eine Menge Fahrvergnügen.

Eine weitere technische Neuerung ist die im Ölbad gelagerte Kupplung mit sogenannter "Anti-Hopping-Funktion". Sie verhindert beim Herunterschalten das Blockieren des Hinterrads. Der Kardanantrieb ist bei der neuen "GS" von der rechten auf die linke Seite gewandert und das Motorgehäuse bildet mit dem Sechsganggetriebe eine Einheit. Mit 238 Kilo Gewicht hat das neue Modell gegenüber ihrer Vorgängerin nur fünf Kilo zugelegt.

Auch abseits befestigter Straßen macht die neue BMW R 1200 GS eine gute Figur. Quelle: PR

Auch abseits befestigter Straßen macht die neue BMW R 1200 GS eine gute Figur.

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Das optionale semiaktive Fahrwerk "ESA" wird auf "Soft" oder "Hard" voreingestellt, wobei "Soft" jegliche Fahrbahn-Unebenheiten glatt bügelt, während die Auswahl "Hard" für einen sehr direkten Kontakt zur Straße sorgt. Das System nimmt abhängig vom Fahrzustand und den Fahrmanövern des Fahrers über Federweg-Sensoren vorn und hinten Einfluss auf die Dämpfung. Wer etwas mehr Geld in seine Maschine investiert, kann zwischen drei elektronischen Fahrprogrammen ("Road", "Rain", "Dynamic") für die Straße und zwei für den Gelände-Einsatz wählen. Sie nehmen Einfluss auf Traktionskontrolle, ABS und die Motorcharakteristik. Die Neue "GS" gibt sich auf der kurvigen Teststrecke noch einen Tick handlicher als ihre ohnehin schon agile Vorgängerin. Und auch bei der Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h läuft die Maschine stoisch und unbeeindruckt geradeaus.

Abseits befestigter Straßen macht die Enduro ebenfalls eine gute Figur. Hier kommen die Fahrprogramme "Enduro" und "Enduro Pro" zum Einsatz. "Enduro Pro" zügelt ABS und Traktionskontrolle und lässt so kontrollierte Hinterrad-Drifts zu. Einzig der eigens entwickelte und deutlich straßenorientierte Metzeler-Reifen sowie die Gussräder setzen dem Treiben enge Grenzen. Wer 370 Euro extra investiert, bekommt Offroad-taugliche Drahtspeichenräder.

Der BMW-Zweizylinder besitzt in seiner langen Modellgeschichte eine Flüssigkeitskühlung. Quelle: PR

Der BMW-Zweizylinder besitzt in seiner langen Modellgeschichte eine Flüssigkeitskühlung.

(Foto: PR)

Optisch ähnelt die neue Bayerin in vielen Elementen der Vorgängerin. Die Front erscheint mit dem als Zubehör erhältlichen LED-Scheinwerfer wuchtiger, obwohl die Breite von 953 Millimetern dem Maß der Vorgängerin entspricht. Das bei den GS-Modellen charakteristische Schutzblech über dem Vorderrad und das hohe Windschild bleiben den Fans erhalten.

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7 Kommentare zu "R 1200 GS: BMW erfindet seinen Bestseller neu"

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  • Ich denke jeder, der wirklich Motorrad fährt weiß, daß dieses Fahrzeug kaum etwas geländegängiges an sich hat (238kg !). Ein so hohes Drehmoment / Leistung ist bei entsprechendem Untergrund nutzlos bzw. muß mit Elektronikunterstützung entsprechend reduziert werden.
    Die 1200GS ist das Äquivalent zu den schweren und ziemlich geländeuntauglichen SUVs, die es ja auch zuhauf gibt.
    Aber viele (vermutlich etwas ältere) Leute kaufen so etwas. Es sei ihnen gegönnt, so lange es auf dem Markt viel interessantere Fahrzeuge gibt.
    Guter Geschmack macht .... ;-)

  • Nichts für mich. Wenn ich schon lese: Fahrprogramme. Beheizte Griffe, vllt. noch eine Sitzheizung. Also bitte.
    Ich fahr Buell; und wenn ich keine hätte würde ich wohl Ducati, Triumph oder ähnliches fahren. Motorräder für Jung´s eben.
    Aber das ist wie mit den Oldtimer´n: eine ganze Flotte besitzen und nicht wissen, wie die Technik funktioniert.

  • Verstehe den Verkaufserfolg des Dickschiffs nicht. Ist für mich seit vielen Jahren ganz weit oben in der Top Ten der hässlichsten Bikes aller Zeiten.


  • Eine unreparierbare Canbus-Wasserkiste für überforderte allinclusive Oldies, die fahrerisch sich ebenso aschfahl zeigen wie bei der Bedienung zahlreicher technic-Blödeleien. Halt für die SUV schickimicki angepasstheinis.

  • Ja, ja ... Motorradfahrer zelebrieren wie sonst nirgends in der motorisierten Mobilität die "Modellmarkentreue" ... und die harsche Kritik auf andere Modelle. Nur in der überzogenen Blickrichtung auf die polarisierende BMW C1 waren sich alle einig. Mit einer C1 unterwegs schauen viele auf einen, als wäre man mit Pestbeulen übersät.

    Die GS hat wie alle "Schüttelhuber" von BMW natürlich höhere Vibrationsanteile, die aber im Fahren weniger anzutreffen sind, als im Stand. Es sind halt gegeneinander gerichtete Zylinder. Ein Vier- oder Mehrzylinder läuft halt ruhiger.

    ABER es ist mit DAS BMW-typische Markenkernmerkmal mit sehr vielen Fans, die diese Art der Zweizylinder haben wollen. ... auch mit den Nachteilen. Nachteile heben sich so in Vorteile auf; das zu erklären ist aber schwierig. Heutige BMW´s sind keine "Gummikühe" mehr und der "Schüttelhuber" schüttelt sich auch weniger.

    Mit der Kritik der Programme ist die Richtung stimmig. Aber BMW will wohl auch Motorräder für "Büronormalos" handbar gestalten, da die PS-Schlacht auch an BMW nicht vorbeigegangen ist. Was noch vor Jahren für die Rennstrecke gebaut wurden und von Profis (keine Vollpfosten) gefahren wird, kann heute (sofern er das Geld zahlt) für den Straßenverbrauch nutzen. Es können sicher Features abgeschaltet werden, die normalerweise Sicherheit bieten, aber das Klientel was den "Kick" möchte, schaltet gewisse Dinge ab. Für Profis sind die Maschinen dann noch beherrschbar; für Bürohengste & Eisdielenfahrer wird es dann aber schon eng.

    Die GS wurde, wahrscheinlich selbst überraschend für BMW, zu einem Dauerbrennererfolgsmodell. Vergleichbar im Autobereich mit der Modewelle des SUV-Trends (CROSS).

  • Zufällig fahre ich (im Ausland lebend) ein großes Dirtbike. Eine BMW ist es nicht, weil BMW nicht für den Dreck baut.
    Stelle Dir bitte vor, Du wechselst von Teer auf Dirt. Mit einer BMW hältst Du nun an, überlegst Dir das Programm (so Du nicht das Handbuch zu Rate ziehen mußt), änderst damit alle Einstellungen und hoffst das Beste.
    Ich biege mit meiner einfach ab. Ich stelle gar nichts um.
    Die Zustände der Wege/Straßen ändern sich andauernd, dann kommt wieder ein Teerstück, dann wieder Gravel. Willst Du immer wieder anhalten???
    Allein die Tatsache, daß Speiche Aufpreis kostet, sollte Warnsignale in der Hirnrinde auslösen!

    Die Vibrationen in einer BMW sind zuweilen enorm. Wer lange Strecken fährt, der wünscht sich schnell was anderes.

    Warum von deutschen Testfahrern immer geglaubt wird, daß eine BMW die "Meßlatte" höher legt, ist mir nur dadurch erklärbar, daß sie nicht wirklich Dreck fahren oder kennen.
    Und wer das nicht tut - der braucht doch auch nicht diese elektr. Gimmicks oder? Ich stecke einmal die Woche in echtem Dreck und würde es gar nicht wollen!

  • hm, nichts gegen das Motorrad und diesen ganzen Elektronikwahn. Aber abseits der Pisten hab ich noch nie so ein Dickschiff gesehen - vermutlich ist es dafür für zu teuer.

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