Renault Master Z.E. Dieser Franzose fürchtet kein Fahrverbot

Ganz Deutschland diskutiert über Fahrverbote für den Diesel. Aus Frankreich kommt nun eine elektrische Alternative für Handwerker und Lieferanten.
  • Elfriede Munsch
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  • Spotpress
Der Master Z.E. an der Ladestation Quelle: Renault
Begrenzte Reichweite

Auch vollgeladen taugt der Master Z.E. nicht für lange Autobahnfahrten.

Im Mittelalter hieß es: Stadtluft macht frei. Heute lautet die Devise: Stadtluft muss sauberer werden. Gleichzeitig nimmt der Lieferverkehr dank des boomenden E-Commerce-Handels stetig zu. Aber wie kommen angesichts von drohenden Fahrverboten und Durchfahrbeschränkungen in vielen europäischen Städten künftig Waren in die Metropolen?

Eine Lösung für das Problem sollen elektrische Transporter in der Klasse bis zu 5,5 Tonnen sein, die für die „letzte Meile“, also für innerstädtische, lokal emissionsfreie Auslieferfahrten, gedacht sind. In Deutschland tritt jetzt Renault mit dem elektrischen Master an.

Ab April nimmt der Master Z.E. als Kastenfahrzeug oder Plattformgestell zunächst bei ausgewählten Großkunden zu Preisen ab 59.900 Euro netto (71.300 Euro brutto) seine Arbeit auf. Im Herbst startet der normale Verkauf. Im Preis ist der Kauf der Batterien inklusive. Ein Leasingkauf der Energiespender ist zunächst nicht angedacht.

Fahrbericht: Renault Master Z.E. - Surren statt nageln Quelle: Renault
Sauberer Lieferant

Der Renault Master Z.E. fährt vollelektrisch.

Den Vortrieb des Master Z.E. übernimmt ein 57 kW/76 PS starker Elektromotor. Klingt nicht nach viel, zumal VW e-Crafter und der 2019 debütierende Mercedes e-Sprinter mit 100 kW/136 PS aufwarten. Der kleinste Diesel im Master leistet immerhin 81 kW/110 PS.

Fast frei von Vorurteilen bezüglich der Leistung des Franzosen geht es los ins Hinterland von Lissabon. Viel Stadtverkehr, Industriegebiete, Küstenstraßen und immer wieder Stop-and-Go. Ein bis auf die Küstenstraßen mehr oder weniger typisches Streckenprofil für die KEP-Dienste (Kurier-, Express- und Paketzusteller), die als Zielgruppe für den E-Transporter gelten.

Die Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h bleibt auf dieser Strecke unerreicht. Innerstädtisch geht es eher verhalten zu, mit 50 km/h ist man schon schnell unterwegs, dafür aber leise. Auf Umgehungsstraßen sind zeitweise 80 km/h möglich. Die 76 PS reichen unter diesen Umständen locker aus. Zumal 225 Nm, wie bei E-Fahrzeugen typisch, vom ersten Druck aufs Gaspedal anliegen. Angenehmer Nebeneffekt: Statt des typischen Dieselnagel-Geräusches hört man nur das verhaltende Surren des E-Motors.

Begrenzte Reichweite, wenige Assistenten
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