Skoda Fabia 1.2 Warum nicht alles auf einmal?

Der neue Skoda Fabia ist der neuste Wurf der tschechischen VW-Tochter und ein einziger Kompromiss. Das ist überwiegend positiv zu verstehen - aber nicht nur. Was der Kleine zu bieten hat.
  • Hanne Lübbehüsen
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  • Spotpress
Test: Skoda Fabia 1.2 - Das Sowohl-als-auch-Auto Quelle: Skoda
Kleiner mit großen Ambitionen

Der Skoda Fabia kann technisch mit vielen teureren Modellen mithalten.

Wir alle müssen täglich Kompromisse machen, in Job, Familie, Freundeskreis. Alles andere wäre einem harmonischen Zusammenleben nicht zuträglich. Auch die Entwickler des Skoda Fabia standen vor der Herausforderung, in der dritten Generation des Kleinwagens Gegensätzliches zu vereinen.

Den Fabia dynamischer zu machen als den allzu braven Vorgänger, zum Beispiel, ihn gleichzeitig aber mindestens genauso praktisch zu belassen. Sowohl dem Anspruch der aufstrebenden Marke Skoda gerecht werden, als auch den Fabia nicht zu stark gegen den VW Polo aus dem Mutterkonzern positionieren. Sowohl die junge Kundschaft mit Individualisierung und Konnektivität zu locken, als auch die alte damit nicht zu verschrecken.

Zu großen Teilen ist den Entwicklern dies gelungen. Beispielhaft können hierfür das recht straffe Fahrwerk und die komfortabel-direkte Lenkung stehen, sie bieten für das Einsatzgebiet des Fabia einen exzellenten Mittelweg: Dynamische Handlichkeit in der Stadt, gleichzeitig aber ausreichend Komfort, um auch mal längere Strecken zurückzulegen.

Vorteilhaft haben sich auch die oft in Konkurrenz zueinander stehenden Disziplinen Design und Platzverhältnisse entwickelt. Die knapp vier Meter lange Karosserie ist schärfer geschnitten, statt retro-chic wirken Front und Heck jetzt markant. Für nicht ganz billige 920 Euro steht die modische Kontrastlackierung (Dach, Außenspiegel, A-Säulen, Felgen) in weiß, schwarz oder silber in der Preiseliste. Durch neun Zentimeter mehr Breite und drei weniger Höhe steht der Fünftürer satter auf der Straße. Und obwohl der neue Fabia fast genauso lang ist wie sein Vorgänger, gewinnt der Innenraum an Platz.

Ein Blick in den tschechischen Zwerg
Überall souverän
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Dynamische Handlichkeit in der Stadt, gleichzeitig aber ausreichend Komfort, um auch mal längere Strecken zurückzulegen, das bietet der neue Fabia.

Ein bisschen retro, ein bisschen geht so
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Die knapp vier Meter lange Karosserie ist schärfer geschnitten, statt retro-chic wirken Front und Heck jetzt markant

Farbakzente sind teuer
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Für nicht ganz billige 920 Euro steht die modische Kontrastlackierung in der Preiseliste

Viel Stauraum
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330 Liter Kofferraumvolumen sind eine Bestmarke im Segment

Der Innenraum des Skoda Fabia
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Von innen ist der Skoda Fabia elegant und zurückhaltend gestaltet.

Ganz individuell
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Individualisierungsmöglichkeiten gibt es auch hier, zum Beispiel kann man ein eigenes Foto als Dekorfolie auf das Handschuhfach aufbringen lassen

Kleine Gimmicks
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Eine "Simply Clever"-Idee: Der Smartphone-Halter am Vordersitz.

Der getestete 66 kW/90 PS starke Turbo-Benziner (ab 13.740 Euro, Testwagenpreis: 16.920 Euro, Ausstattung „Style“), der auch im VW Polo zum Einsatz kommt, liegt im Leistungsportfolio der angebotenen Benziner und Diesel etwa in der Mitte und ist – was das Vorankommen angeht – ein adäquater Motorisierungs-Mittelweg. Kommt er aus dem Drehzahlkeller nur lahm, sind Punch und Elastizität jenseits des Turbolochs für die allermeisten Lebenslagen absolut ausreichend.

Als Spaßmacher geht der Vierzylinder nicht durch, auch nicht an der Tankstelle: Gut sieben Liter konsumierte unser Testwagen im Durchschnitt, vom Hersteller angegeben sind 4,7 Liter. Einschränkend sei gesagt: Zum einen wird der Fahrer dazu verleitet, öfter mal herunterzuschalten und die Gänge höher auszufahren, gerade weil der Fabia im höheren Drehzahlbereich besser durchzieht. Zum anderen verlangen Verbraucher, wie die extrem feuernde Heizung in den sehr bequemen Sitzen, im Winter natürlich ihren Anteil.

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