Test: VW Arteon 2.0 TDI 4Motion Zwischen Golf und Phaeton

Zwischen all den Nachrichten über VW vergisst man leicht, dass dort tolle Autos gebaut werden. Wie der neue Arteon. Enttäuscht sein könnte nur, wer vorab auf das Premium-Gerede der Marketing-Abteilung hereinfällt.
  • Peter Eck
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  • Spotpress
Den großen Diesel gibt es ab 52.700 Euro Quelle: vw
VW Arteon

Den großen Diesel gibt es ab 52.700 Euro

(Foto: vw)

Haben Sie bei der Überschrift gestutzt? Wie kann der Autor nur behaupten, der neue VW Arteon sei auch nur irgendwie zwischen einem perfekten, aber schnöden Massenmobil wie dem Golf und einem quasi handgeschnitzten Luxusfahrzeug wie dem inzwischen leider eingestellten Phaeton anzusiedeln? Kann er, denn tatsächlich ist es durchaus okay, beide Fahrzeuge ins Spiel zu bringen.

Fangen wir oben an: Der Arteon soll bei Volkswagen gleich zwei Modelle ersetzen. In erster Linie natürlich den Passat CC, jene schön gezeichnete Coupé-Mittelklasse, die für die Wolfsburger zwischen 2008 und 2016 zu einem überraschenden Erfolg wurde – und zu einem veritablen Problem für die normale Passat-Limousine. Aber nach VW-Vorstellungen soll der Arteon eben durchaus auch den einen oder anderen Phaeton-Fan bei der Marke halten, denn der Luxusliner wird ebenfalls seit letztem Jahr nicht mehr produziert.

Was der VW Arteon im Detail bietet
VW Arteon: Ersatz für Passat CC und Phaeton
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Die Mittelklasse will der VW Arteon vergessen machen, er kommt als eine eigenständige Baureihe konzipierte Highend-Version des Passat, die gleichzeitig Ersatz für die hierzulande wenig geliebte Oberklasselimousine Phaeton ist ... 

VW Arteon
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Wie der Passat setzt der Arteon auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns auf. Dank des gut 2,84 Meter langen Radstands soll es sich um einen alltagstauglichen Fünfsitzer handeln. VW verspricht große Beinfreiheit im Fond, zudem soll sich der über eine große Heckklappe erreichbare Kofferraum von normal 563 auf 1.557 Liter erweitern lassen.

VW Arteon
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Das neue Modell zeigt - vor allem in der hier abgebildeten R-Line-Variante - ein kraftvolles Design mit muskulös gezeichneten Kotflügeln und üppigen Radläufen, die bis zu 20 Zoll große Räder aufnehmen können.

VW Arteon im Detail
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Neben seiner Fastback-Silhouette zeichnet sich der Neue durch ein eigenständiges Frontdesign aus. So erstreckt sich der Kühlergrill über die gesamte Fahrzeugbreite. Die stets serienmäßigen LED-Scheinwerfer bilden dabei eine Einheit mit den Chromquerspangen...

Angeboten wird der Arteon in drei Ausstattungen
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Neben der Grundversion stehen die Linien Elegance und R-Line zur Wahl. Die Basis verfügt über 17-Zoll-Aluräder, LED-Scheinwerfer, ein schlüsselloses Schließsystem, das Infotainmentsystem Composition Media, Klimaanlage, Lederlenkrad und elektrisch verstellbare Komfortsitze.

Blick in die zweite Reihe
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Offiziell ist der VW Arteon ein Fünfsitzer, allerdings hat der mittlere Fondplatz nur Notsitzcharakter

VW Arteon
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Für den Innenraum gibt es zahlreiche Komfortoptionen

Etwas weniger interessant ist der Blick nach unten. Denn man könnte den Arteon leicht auf folgende Formel bringen: Er ist technisch ein Golf, der optisch auf Edel-Passat macht. Eine 4,86 Meter lange Limousine, die mit dem Golf verwandt ist? Ja, tatsächlich beruht der Arteon genauso wie der ewige Bestseller auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Konzerns. Mit allen Vor- und Nachteilen, wie wir noch sehen werden.

Aber zunächst mal zur Optik. Für einen Volkswagen muss man sagen: wow! Der Arteon sieht gut aus und fällt auf. Selten mussten wir zu einem Testwagen unterhalb von Luxus und Premium so viele Fragen neugieriger Passaten und Autofahrer beantworten. Die häufigste war wohl: Ist das wirklich ein VW?

Die Technik stammt aus dem MQB, den auch der Golf nutzt Quelle: vw
VW Arteon

Die Technik stammt aus dem MQB, den auch der Golf nutzt

(Foto: vw)

Ist er, und zudem zehn Zentimeter länger als ein Passat und vor allem vier Zentimeter breiter. Darüber spannt sich ein kuppelförmiges Dach, das den Coupé-Charakter des Fünftürers unterstreicht. Passt, genauso wie die großen Räder, die rahmenlos geführten Seitenscheiben und der mächtige Kühlergrill. Und entlang der Gürtellinie zieht sich dann noch eine auffällige, hochwertig wirkenden Karosseriefalz.

So groß der Wow-Effekt von außen, so wenig aufregend fällt dann allerdings die Inneninspektion aus. Was schlicht daran liegt, dass das Cockpit größtenteils dem des Passat gleicht. Immerhin gibt es viel Platz vorne wie hinten, wobei die abfallende Dachlinie im Fond den Raum für den Kopf mindestens mittelgroßer Menschen ganz schön einschränkt.

Keine Probleme dürfte es dagegen mit Gepäck geben, 563 Liter passen in das riesige Abteil. Und wenn man nur zu zweit in den Urlaub fährt, packt der Arteon bei umgelegten Rücksitzen bis zu 1.550 Liter – das sind dann fast schon Kombi-Werte.

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