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Tretroller im Vergleich Diese E-Scooter dürfen in Deutschland auf die Straße

Im Internet sind zahllose E-Roller zu bekommen, viele davon für wenige hundert Euro. Doch nur zehn Modelle sind für den Straßenverkehr zugelassen – ein Überblick.
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Bislang sind zehn E-Scooter für den Straßenverkehr zugelassen. Quelle: dpa
E-Scooter

Bislang sind zehn E-Scooter für den Straßenverkehr zugelassen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seit Mitte Juni dürfen E-Roller auf Deutschlands Straßen fahren. Viele Start-ups bieten die Scooter in Leihmodellen an, der Sharing-Dienst des Onlinehändlers Otto vermietet E-Roller zu einer monatlichen Pauschale. Diese Geschäftsmodelle sind bislang für den Großteil der Roller auf den deutschen Straßen verantwortlich, doch immer mehr Hersteller verkaufen die E-Scooter auch an Privatleute.

Das Kraftfahrt-Bundesamt muss jedes Modell einzeln offiziell zulassen. Während Ende Juni gerade mal zwei zugelassene Modelle angeboten wurden, ist diese Zahl laut der Behörde bis Ende August auf zehn gewachsen.

Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Varianten sind teilweise erheblich: Die Spanne reicht von weniger als 800 Euro bis zu mehr als 2000 Euro. Auch bei Motorleistung und Gewicht gibt es Unterschiede. Ein Überblick über zehn Modelle, die bislang auf deutschen Straßen gefahren werden dürfen.

IO Hawk Sparrow

Die Firma IO Hawk bietet mit ihrem Modell Sparrow den günstigsten Roller an. Für 779 Euro bekommt der Kunde einen etwa zwölf Kilogramm schweren Scooter, der mit einer Akkuladung und einem Frontmotor mit 250 Watt Leistung bis zu 28 Kilometer weit fahren soll.

Ist der Akku verbraucht und keine Ladestation in Sicht, kann der Fahrer den Roller mit Hilfe eines Tragegurtes transportieren. Die Trittfläche ist etwa zehn Zentimeter länger als bei anderen Rollern, das Unternehmen aus Moers verspricht einen sichereren Halt als bei anderen Rollern.

Der IO Hawk ist mit einem Kaufpreis von 779 Euro das günstigste Modell mit Straßenzulassung. Quelle: IO Hawk
E-Scooter IO Hawk Sparrow

Der IO Hawk ist mit einem Kaufpreis von 779 Euro das günstigste Modell mit Straßenzulassung.

(Foto: IO Hawk)

Moovi

Ein echtes Leichtgewicht ist der Scooter von Moovi für 799 Euro. Das Modell wiegt nur zehn Kilogramm und damit weniger als alle bisher in Deutschland zugelassenen Roller. Allerdings ist auch die Motorleistung geringer: 150 Watt sollen den Moovi auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde beschleunigen. Eine spezielle Bremse am Hinterrad nutzt überschüssige Bremsenergie und führt sie dem Akku zu, der für eine Reichweite von etwa 25 Kilometern sorgen soll.

Der Roller von Moovi ist mit einem Gewicht von zehn Kilogramm das leichteste Modell. Quelle: Moovi
E-Scooter Moovi

Der Roller von Moovi ist mit einem Gewicht von zehn Kilogramm das leichteste Modell.

(Foto: Moovi)

SoFlow SO6

Auch der Roller der Schweizer Firma SoFlow kostet 799 Euro. Vergünstigt gibt es das Modell zurzeit bei Abschluss eines Handyvertrags mit dem Mobilfunkanbieter 1&1. Dafür bekommt der Verbraucher einen E-Scooter, der mit einem Gewicht von 15 Kilogramm eher zu den schwereren Ausführungen gehört. Verbaut ist ein 350-Watt-Motor, der für schnelle Beschleunigung sorgen soll. Der Hersteller verspricht eine Reichweite von 30 Kilometern und eine Akkuladezeit von 2,5 Stunden.

Der SoFlow SO6 schafft mit einer Akkuladung 30 Kilometer. Quelle: SoFlow
E-Scooter SoFlow SO6

Der SoFlow SO6 schafft mit einer Akkuladung 30 Kilometer.

(Foto: SoFlow)

Ninebot MAX G30D

Ninebot ist die E-Roller-Serie der Firma Segway, die durch ihre balancegesteuerten Stand-Fahrzeuge bekannt wurde. Zugelassen ist das Modell für 799 Euro zwar bereits, doch bislang kann der Roller in vielen Shops nur vorbestellt werden. Mitte September werden dann die ersten Scooter in Deutschland ausgeliefert.

Mit 18 Kilogramm ist er besonders schwer, die 350-Watt-Motorleistung soll trotzdem für eine zügige Beschleunigung sorgen. Die Reichweite soll mit bis zu 65 Kilometern weit über dem Maximum anderer Modell liegen.

Das Modell Ninebot MAX stammt vom Hersteller Segway und kostet 799 Euro. Quelle: Ninebot
E-Scooter Ninebot MAX

Das Modell Ninebot MAX stammt vom Hersteller Segway und kostet 799 Euro.

(Foto: Ninebot)

THE-URBAN #BRLN

Ebenfalls vorbestellbar ist dieses Modell für 949 Euro. Mit einem Gewicht von 14 Kilogramm und einer Motorleistung von 350 Watt bringt es der Tretroller allerdings nur auf 20 Kilometer Reichweite. Dafür verspricht der Hersteller, der zu den Modellen passende Shirts und Mützen anbietet, eine besonders gute Verarbeitungsqualität. Ein „intelligentes Dämpfersystem“ soll für ein besonders ebenes Fahrgefühl sorgen.

Ein besonders gutes Dämpfungssystem soll die Fahrt mit dem THE-URBAN #BRLN angenehm machen. Quelle: Urban Electrics
THE-URBAN #BRLN

Ein besonders gutes Dämpfungssystem soll die Fahrt mit dem THE-URBAN #BRLN angenehm machen.

(Foto: Urban Electrics)

IO Hawk Exit-Cross

Der Exit-Cross für 1099 Euro ist das zweite bisher zugelassene Modell von IO Hawk. Das Gewicht von 20 Kilogramm soll mit einem 500 Watt starken Antrieb und größerer Akkukapazität kompensiert werden. Die maximale Reichweite gibt der Hersteller mit 30 Kilometern an. Offroad-Reifen mit starkem Profil sollen Fahrten über unebenes Gelände ermöglichen. Für mehr Verkehrssicherheit werden außerdem montierbare Blinker mitgeliefert.

Der IO Hawk Exit-Cross soll auch auf unebenem Terrain fahren können. Quelle: IO Hawk
E-Scooter IO Hawk Exit-Cross

Der IO Hawk Exit-Cross soll auch auf unebenem Terrain fahren können.

(Foto: IO Hawk)

Egret Eight

In drei Farben gibt es das Modell Eight der Marke Egret, der Kaufpreis liegt bei 1249 Euro. Dafür gibt es einen mehrfach gefederten Roller, bei dem allerdings nur der Vorderreifen mit Luft gefüllt ist – das Hinterrad ist ein Vollgummireifen. Bei einer Motorleistung von 350 Watt kommt der Fahrer mit dem E-Scooter bis zu 30 Kilometer weit. Das Gewicht bewegt sich im mittleren Bereich, 14 Kilogramm wiegt diese Variante.

Der Egret Ten verfügt mit einer Leistung von 500 Watt über einen besonders starken Motor. Quelle: Egret
E-Scooter Egret Ten

Der Egret Ten verfügt mit einer Leistung von 500 Watt über einen besonders starken Motor.

(Foto: Egret)

Egret Ten

Etwas teurer ist das zweite Modell des Herstellers. Für 1649 Euro bekommen Kunden eine weiterentwickelte Variante des Vorgängers Eight. Beide Zehn-Zoll-Reifen sind luftgefüllt, was für ein angenehmes Fahrgefühl sorgen soll. Der 500-Watt-Motor garantiert laut Hersteller eine zügige Beschleunigung.

Zudem verspricht er eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern. Im Vergleich zum anderen stark motorisierten Modell Exit-Cross von IO Hawk kommt dieser Roller mit einem Gewicht von 17 Kilogramm deutlich leichter daher.

Das Modell Egret Eight kostet 1249 Euro. Quelle: Egret
E-Scooter Egret Eight

Das Modell Egret Eight kostet 1249 Euro.

(Foto: Egret)

Metz Moover

Der 1998 Euro teure Metz Moover versucht mit einem besonderen Design zu überzeugen. Die Trittfläche weicht mit ihrer Holzoptik von den grau-schwarzen Brettern der Modelle anderer Anbieter ab.

Zudem bietet der Roller mehrere Möglichkeiten, Gepäck zu transportieren: An der Lenkerstange kann der Fahrer Taschen befestigten. Für das Hinterrad bietet der Hersteller Metz einen Transportkorb an. Die technischen Daten des Modells sind eher gewöhnlich, 250 Watt Durchschnittsleistung und 25 Kilometer Reichweite liegen im unteren Bereich der Vergleichsskala.

Das Modell verfügt über einen eingebauten Gepäckträger. Quelle: Martin Kaczmarski
E-Scooter Metz Moover

Das Modell verfügt über einen eingebauten Gepäckträger.

(Foto: Martin Kaczmarski)

BMW X2 City

Mit BMW ist auch ein Automobilhersteller unter den Anbietern von E-Scootern. In Zusammenarbeit mit dem Fahrradhersteller ZEG ist ein Modell entstanden, das sich bei einem Preis von 2399 Euro eher an zahlungskräftige Kunden richten dürfte. Auffällig ist das Fußpedal, mit dem der Roller in fünf Geschwindigkeitsstufen beschleunigt wird. Dafür sorgt ein 250-Watt-Motor, die Reichweite liegt zwischen 25 und 30 Kilometern. Zwar wirkt ein ausladendes Aluminium-Gestänge besonders stabil, doch mit 21 Kilogramm wiegt der Roller schon so viel wie ein durchschnittliches E-Bike.

Der X2City von BMW ist bisher das teuerste Modell. Quelle: BMW
E-Scooter BMW X2City

Der X2City von BMW ist bisher das teuerste Modell.

(Foto: BMW)

Mehr: Die Diskussion um die E-Roller reißt nicht ab. So sieht die Zwischenbilanz aus.

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