VW Scirocco 2.0 TSI Für den Rebell im Bürger

VW hat viele Erfolgsmodelle im Angebot. Das keilförmige Coupé Scirocco ist jedoch eher ein Nischenprodukt. Seit 2008 rollt die aktuelle Generation über unsere Straßen. Wird der schöne Sportler unterschätzt?
  • Adele Moser
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  • Spotpress
Zwei große Türen, strenger Blick und strammes Heck – kein Zweifel, das Coupé ist der böse Bruder in der Golf-Familie.  Quelle: vw

Zwei große Türen, strenger Blick und strammes Heck – kein Zweifel, der Scirocco ist der böse Bruder in der Golf-Familie.

(Foto: vw)

Verwandtschaft lässt sich nicht leugnen, das ist nicht nur bei Menschen so. Und wenn man einen rollenden Erfolgskompromiss wie den VW Golf in der Familie hat, muss man sich erst recht zur Decke strecken.

So hat es etwa der auf dem Bestseller basierende Scirocco nicht einfach, vielleicht weil er gerade nicht bürgerlich-spießig sondern sportlich-spaßig sein will. Seit 2008 rollte die aktuelle Generation des Coupés über unsere Straßen, nachdem der traditionsreiche Name nach 16-jähriger Pause fast schon in Vergessenheit geraten war. 2014 hat VW die aktuelle Generation nachgeschärft.

Ist der VW Golf optisch eher unauffällig gezeichnet, weil er halt „everybody´s darling“ sein will, macht der Scirocco ganz offen auf exaltiert. Zwei große Türen, strenger Blick und strammes Heck – kein Zweifel, das Coupé ist der böse Bruder in der Golf-Familie.

Seine ausgeprägte Keilform hat allerdings die bekannten Nachteile: Durch die winzige Heckscheibe, die nach hinten schmaler werdenden Seitenscheiben und die breite C-Säule fällt die Rundumsicht sehr bescheiden aus. Das wiederum macht die optionale Einparkhilfe (365 Euro) zur Pflicht.

Test: VW Scirocco 2.0 TSI - Für den Rebell im Bürger Quelle: vw

Seine ausgeprägte Keilform hat die bekannten Nachteile: Durch die winzige Heckscheibe, die nach hinten schmaler werdenden Seitenscheiben und die breite C-Säule fällt die Rundumsicht sehr bescheiden aus.

(Foto: vw)

Auffällig ist jedoch eigentlich nur das Blechkleid - im Innenraum ist der Scirocco zuallererst ein VW. Man findet sich quasi automatisch gut zurecht in diesem Auto. Um sich auch hier etwas abzugrenzen, hat der kleine Sportler etwas an Bord, was den Hobby-Alonso im Bürger ansprechen soll: ein aus dem Golf GTI stammendes Lenkrad, das unten abgeflacht ist, sportlich wirkende Hauptinstrumente, eine Stoppuhr und Sportsitze. Natürlich sind diese VW-typisch eher straff, doch gerade deshalb auch auf längeren Fahrten nicht nur für junges Bindegewebe aushaltbar.

Gerade so aushaltbar ist das Infotainment-System. Die Bedienung fällt nach heutigen Maßstäben eher umständlich aus, als kleine Geduldsprobe stellte sich zum Beispiel die Bluetooth-Kopplung dar. Zwar verfügte unser Testwagen über die Media-in-Buchse, die nichts anderes ist als ein i-Pod/i-Phone-Adapterkabel. Wer jedoch kein treuer Apple-Jünger ist, dem bringt auch die 225 Euro teure Sonderausstattung nichts. Auch das betagte Navi steht nicht gerade an der Spitze des Fortschritts.

Der Scirocco-Spaß geht ins Geld
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