Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wie Elektroautos funktionieren Batterie statt Brennkammer

Seite 2 von 2:
Was die deutschen Hersteller planen

Anfang dieses Jahres waren gerade einmal 2307 E-Autos in Deutschland zugelassen. Die Entwicklung steckt wegen der Batterietechnik noch in den Kinderschuhen, die Serienfertigung elektrisch angetriebener Fahrzeuge ist zumeist noch einige Jahre entfernt. Über das Regierungsprogramm zur Elektromobilität soll am Mittwoch das Kabinett beraten. Die Bundesregierung will Elektroautos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreien, aber keine direkte Kaufprämie zahlen. Eine Übersicht über den Stand der Entwicklung und die Pläne der deutschen Autohersteller für die Elektro-Zukunft:

Blick unter die Kühlerhaube eines Elektro-Mini von BMW. Quelle: ap

Blick unter die Kühlerhaube eines Elektro-Mini von BMW.

(Foto: ap)

Daimler testet derzeit in Europa eine Flotte von rund 500 batteriebetriebenen Autos der Mercedes-Benz A-Klasse. Die Fahrzeuge kann man vorerst nicht kaufen: Privat- und Flottenkunden können die Elektro-Kleinwagen für vier Jahre mieten - für 700 Euro netto im Monat. Weltweit sind zudem rund 1.500 batteriebetriebene Smart unterwegs, die ebenfalls für 700 Euro zu mieten sind. Ab 2012 soll jeder Interessent einen Elektro-Smart kaufen können, über den Preis herrscht noch Stillschweigen.

Begonnen hat der Stuttgarter Hersteller zudem mit der Kleinserien-Produktion von elektrisch angetriebenen Pkw der B-Klasse mit Brennstoffzelle, eine Testflotte ist derzeit einmal rund um die Welt unterwegs. Der batterieelektrische Mercedes-Benz Transporter Vito wird seit kurzem in Kleinserie produziert, die Reichweite beträgt rund 130 Kilometer. In zwei bis vier Jahren soll das Flaggschiff Mercedes-Benz S-Klasse als Plug-in Hybrid 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. 2020 will Daimler in Europa 150.000 bis 200.000 Pkw mit Elektroantrieb verkaufen.

Audi e-tron Spyder Concept Car bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Quelle: Reuters

Audi e-tron Spyder Concept Car bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

(Foto: Reuters)

BMW testet rund 600 Elektro-Mini in Deutschland, den USA und Großbritannien auf der Straße. Auch in China sollen in Zukunft batteriebetriebene Fahrzeuge von ausgewählten Nutzern auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft werden. 2013 will BMW einen rein elektrisch betriebenen Stadtflitzer, das sogenannte Megacity Vehicle, auf den Markt bringen. Im weltgrößten Automarkt China mit seinen zahlreichen Millionenmetropolen geht das Großstadtgefährt 2014 an den Start. Zu sehen gab es vom Megacity Vehicle bislang jedoch lediglich eine Designskizze.


Elektrisch angetriebener Porsche Boxster: Im Praxistest als Teil des Projekts

Elektrisch angetriebener Porsche Boxster: Im Praxistest als Teil des Projekts "Modellregion Elektromobilität" Stuttgart.

(Foto: dpa)

Audi testet in München seit kurzem 20 elektrische Kleinwagen A1 e-tron auf der Straße. Auf den ersten 50 Kilometern soll das Megacity Vehicle - diese Bezeichnung haben die Ingolstädter vom Münchener Konkurrenten BMW übernommen - komplett batteriebetrieben fahren. Ein Wankel-Motor sorgt für eine zusätzliche Reichweite von 200 Kilometern. Ab Ende 2012 will Audi eine Testflotte elektrischer Sportwagen an ausgewählte Kunden in aller Welt übergeben. Erwartet wird, dass die Serienfertigung von batteriebetriebenen Fahrzeugen 2014 startet, dann allerdings mit einem anderen Modell. Audi will die teure Technologie zunächst in größeren Autos zum Einsatz bringen und später auf kleinere Baureihen übertragen. Auf dem Pariser Autosalon im vergangenen Jahr zeigten die Ingolstädter eine offene Sportwagen-Variante mit Elektroantrieb, den e-tron Spyder.

Opel Ampera auf Testfahrt. Quelle: dpa

Opel Ampera auf Testfahrt.

(Foto: dpa)

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat drei Forschungsfahrzeuge des Boxster mit rein elektrischem Antrieb gebaut, die an einen Forschungsprojekt des Landes Baden-Württemberg teilnehmen. Im kommenden Jahr startet die Produktion von 918 Hybrid-Sportwagen, die in Handarbeit gefertigt und 2013 ausgeliefert werden sollen. Bis zu 25 Kilometer soll der 918 Sypder rein elektrisch fahren können, Höchstgeschwindigkeit sind 150 Stundenkilometer. Der Preis: 768.000 Euro. Zwei Elektromotoren leisten jeweils 218 PS, ein ebenfalls an Bord befindlicher Verbrennungsmotor 500 PS.

Opel arbeitet gemeinsam mit seiner amerikanischen Mutter General Motors an der Entwicklung von zwei weitgehend baugleichen Elektroautos mit den Namen „Ampera“ und „Volt“. Der Kompaktwagen Chevrolet Volt wird seit Ende 2010 in den USA verkauft - für rund 40.000 Dollar (rund 29.000 Euro). Abzüglich der staatliche Förderung in den USA kostet das Auto derzeit knapp 33.000 Dollar. Ähnlich teuer dürfte auch der Opel Ampera werden, der Ende 2011 zu den europäischen Händlern kommen soll. Insgesamt sollen 2012 von beiden Elektroautos rund 45.000 Fahrzeuge produziert werden, zumeist Chevrolet Volt. Rein elektrisch können die Autos Strecken von 40 bis zu 80 Kilometer fahren, ein Stromgenerator mit Verbrennungsmotor sorgt für eine verlängerte Reichweite.

Volkswagen, Europas größter Autobauer, erprobt seit kurzem die elektrische Version seines Verkaufsschlagers Golf in einem Feldversuch. Dazu wurden in Wolfsburg 28 Fahrzeuge an Flottenpartner übergeben. In Berlin und Hannover sollen bis Ende 2011 weitere Tests folgen. Im nächsten Jahr sollen Elektro-Golfs auch in den USA und China getestet werden. Die Erprobungsphase ist bis 2013 geplant, dann soll die Serienproduktion des elektrischen Golfs mit 150 Kilometer Reichweite starten. Zuvor soll der Kleinstwagen Up mit Batteriebetrieb in Serie gehen - das „Elektroauto für alle“. Preise für diese Elektrofahrzeuge wollen die Wolfsburger noch nicht nennen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Wie Elektroautos funktionieren: Batterie statt Brennkammer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.