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Zweite Generation Nissan Leaf Reichweite bleibt ein Problem

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Hand angelegt wurde zudem an das Fahrwerk. Es entspricht nun stärker dem europäischen Geschmack und sorgt für mehr Agilität gerade in Kurven. Die Rückmeldung der Lenkung hat sich ebenfalls verbessert. Die Höchstgeschwindigkeit sank um einen Stundenkilometer auf 144 km/h, gleichzeitig verbesserte sich das Sprintvermögen von null auf 100 km/h um fast eine halbe Sekunde auf 11,5 Sekunden. Der Elektro-Nissan garantiert nun noch spürbar mehr Fahrspaß – vorausgesetzt, der Eco-Modus bleibt ausgeschaltet, denn der bremst das Temperament des Autos spürbar.

Futuristischer Tacho und blau-silberne Akzente innen. Quelle: ampnet

Futuristischer Tacho und blau-silberne Akzente innen.

Einen großen Schritt nach vorne hat Nissan auch mit einer neuen 32-Ampere-Schnelladestation für zu Hause getan. Es halbiert die Ladezeit der bisherigen Heimstation auf vier Stunden. Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark können davon allerdings nicht profitieren. Die gesetzlichen Vorgaben erlauben es in diesen Ländern nicht, die neue so genannte Home Wallbox an das Hausstromnetz anzuschließen. 
Zurück nach Norwegen: Das reichste Land Europas fördert Elektromobilität gleich mehrfach. Es entfallen 25 Prozent Mehrwertsteuer beim Kauf, Strom darf kostenlos an allen öffentlichen Ladestationen im Land gezapft werden; City-, Brücken- oder Tunnelmaut sind für E-Autobesitzer ebenfalls kein Thema und Parkgebühren kommen im Wortschatz norwegischer Leaf-Besitzer auch nicht vor. Selbst Fähren sind kostenlos, und in den Städten darf die Bus- und Taxispur benutzt werden, was im Berufsverkehr flotteres Vorankommen garantiert.
So verwundert es nicht, dass der Leaf im ersten Quartal dieses Jahres Platz 6 der meistverkauften Autos in Norwegen belegte und in der zweitgrößten Stadt des Landes, Bergen, sogar Platz 2 belegte. 

29 690 Euro ruft Nissan für den Leaf Visia auf. Das sind bei reduzierter Ausstattung über 4000 Euro weniger als bisher. Wer sich dafür entscheidet, nur das Auto zu kaufen und die Batterie für 79 Euro im Monat dazuzuleasen (drei Jahre á maximal 12 500 Kilometer) landet bei unter 24 000 Euro für das Auto. Auch bei den anderen beiden Ausstattungslinien lässt sich so der Kaufpreis um jeweils 5900 Euro drücken. Die Energiekosten für 100 Kilometer mit dem Leaf beziffert Nissan auf rund 2,60 Euro.
Die Änderungen fließen mit dem Start der Europaproduktion des Leaf im britischen Sunderland in das Fahrzeug ein. Die Markteinführung der ersten Ausbaustufe erfolgt dann Mitte des Jahres.

Stecker aus dem Sauerland


Daten Nissan Leaf Visia
Länge x Breite x Höhe: 4,45m x 1,77m x 1,55m
Motor: Wechselstrom-Synchronmotor
Leistung: 80 kW / 109 PS bei 6.150 U/min
Max. Drehmoment: 254 Nm bei 0 - 2.730 U/min
Max. Drehzahl: 10.390 U/min
Batteriespannung: 360 V, Kapazität: 24 kWh
Stromverbrauch: 17,3 kWh / 100 km
CO2-Emissionen: 0, Reichweite: 199 km
Luftwiderstandsbeiwert: 0,28
Höchstgeschwindigkeit: 144 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 11,5 Sek.
Kofferraumvolumen: 370 Liter (erweiterbar)
Räder / Reifen: 16,5 J x 16 / 205/55 R16
Wendekreis: 10,4 m
Preis: 29.690 Euro

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  • Jens Riedel
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8 Kommentare zu "Zweite Generation Nissan Leaf: Reichweite bleibt ein Problem"

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  • Anmerkung zu den Kosten: 10 Jahre Steuerbefreiung sowie geringe Haftpflicht-, Kasko- und Wartungskosten (Auspuff, Anlasser,Getriebe usw.)müssen auch berücksichtigt werden.

    Noch ein Tipp für "Sparfüchse": Heizen mit Plastikmüll ist wesentlich billiger als z.B. mit Gas . . .

  • Man sollte endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass es Autos mit unterschiedlicher Reichweite gibt. Damit würde das ganze Gerede, Elektroautos hätten zu wenig Reichweite, endlich mal aufhören. Ein Reichweitenproblem hat man nur, wenn man sich das falsche Auto für den Einsatzzweck aussucht, das Problem entsteht also beim Benutzer.
    Elektroautos ist zumindest als Zweitwagen, die kurze Strecken im städtischen Bereich gefahren werden, eine wunderbare Alternative. Da reicht die Reichweite, die Stadtluft wird nicht weiter verschlechtert, durch das leise Fahren der Lärm in der Stadt reduziert und es wird Energie (Geld) gespart, denn der Verbrauch von Benzinern und Dieseln ist auf Kurzstrecken im Stadtverkehr im Vergleich zu Elektroautos noch viel schlechter als es ein Vergleich des NEFZ-Energieverbrauchs nahelegt.

  • Wenn ich mich nicht verrechnet hab, kosten mich 100km alleine schon 7,5€ Akkumiete, dazu kommen noch 2,60€ Energiekosten. Da frage ich mich, wie Nissan hier seine 80% Ersparniss zusammenrechnet :) Ein vergleichbarer Diesel kostet mich im Einkauf und in den laufenden Kosten nur die Hälfte und das bei 1000km Reichweite!

  • An MaxMeier
    Da haben Sie vollkommen Recht

  • Das Elektroauto ist die Zukunft, nur einige Länder haben das noch immer nicht verstanden und gehen zurück anstaat vorwärts

  • Der Preis ist mehr als okay, lediglich die Reichweite (ich bräuchte knapp das doppelte) und die Tatsache, dass man die Schnelladestation in Deutschland nicht installieren darf, halten mich noch vom Kauf ab.

  • Statt in die EU einzutreten und das Geld an alle Läder zu verpulvern, wird in Nordwegen in die eigenen Bewohner investiert! So sollte das m.M. auch hier sein...

  • Und die deutschen diskutieren noch, daß das Elektroauto keine Zukunft hat.
    Interessant ist die Klimaanlage. Und in Norwegen ist es kälter als bei uns. Ich hielt die Klimaanlage bei Elektrofahrzeugen immer für ein Problem in unseren Breiten.
    Mit der Reichweite ist es alltagstauglich. Nur der Preis...

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