Brutto-Netto-Rechner

Unser Brutto-Netto-Rechner bietet Ihnen die Möglichkeit zur genauen Berechnung des Nettogehalts von Ihrem Bruttogehalt. Er berechnet außerdem die Steuern sowie die Sozialabgaben wie zum Beispiel den Beitrag zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung. Der Brutto-Netto-Rechner berechnet für Sie, wie sich verschiedene Szenarien auf ihr Nettogehalt auswirken.

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Funktionsweise des Brutto-Netto-Rechners

Bitte wählen Sie zuerst in unserem Brutto-Netto-Rechner ihr Bundesland aus und geben ihr Geburtsjahr an. Im folgenden Feld geben Sie ihren Brutto-Lohn für das gesamte Jahr oder pro Monat an. Danach wählen Sie ihre Steuerklasse aus, geben falls vorhanden ihren (Jahres-)Freibetrag an und geben an, ob Sie kirchsteuerpflichtig sind oder Kinder haben. In den letzten Feldern müssen Sie noch ihre Krankenkasse angeben und den Beitragssatz oder den privaten Eigenanteil. Je detaillierter Ihre Angaben in unserem Gehaltsrechner sind, desto genauer wird Ihr Nettolohn berechnet.

Was wird alles von meinem Lohn bzw. Gehalt abgezogen?

Der Nettolohn berechnet sich durch den Abzug verschiedener Steuern und Sozialabgaben. Unter den Bereich Steuern fallen die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls die Kirchensteuer. Bei der Lohnsteuer wird der jeweilige Lohnsteuersatz auf das steuerliche Brutto-Gehalt angewendet und berechnet. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer. Die Kirchensteuer beträgt, je nach Bundesland, acht oder neun Prozent der Lohnsteuer. Unter die Sozialabgaben fallen die Beiträge für Ihre Krankenversicherung, die Beiträge für die Rentenversicherung sowie die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung.

Was beeinflusst meinen Nettolohn maßgeblich?

Die Hauptdeterminante ist Ihr Bruttolohn. Die Höhe der Lohnsteuer und somit auch die Höhe des Solidaritätszuschlags sowie eventuell der Kirchensteuer hängen von der Steuerklasse ab. Insgesamt gibt es in Deutschland sechs Steuerklassen. Jede Steuerklasse hat vordefinierte Freibeträge, welche die Berechnung des Nettolohns beeinträchtigen. Lohnsteuerklasse 1 ist für ledige, verwitwete oder geschiedene Menschen ohne Kinder vorgesehen. Lohnsteuerklasse 2 beinhaltet alleinerziehende ledige, verwitwete oder geschiedene Menschen mit Kindern. Für Verheiratete gelten die Steuerklassen 3, 4 und 5. Steuerklasse 3 empfiehlt sich für den Ehepartner, welcher mehr verdient als sein Partner. Der weniger verdienende Ehepartner wird in diesem Fall Steuerklasse 5 zugewiesen. Steuerklasse 4 ist für verheiratete Doppelverdiener gedacht, welche ungefähr dasselbe verdienen. Steuerklasse 6 erhalten Arbeitnehmer, wenn sie ein weiteres Dienstverhältnis antreten und eine zusätzliche Lohnsteuerkarte beantragen.

Welche Steuerklassen gibt es?

Steuerklasse I gilt für Ledige, verwitwete oder geschiedene Personen ohne Kinder.
Steuerklasse II gilt für Alleinerziehende ledige, verwitwete oder geschiedene mit Kindern.
Steuerklasse III gilt für verheiratete Alleinverdiener oder Doppelverdiener, bei dem der andere Ehegatte auf Antrag die Steuerklasse V hat.
Steuerklasse IV gilt für verheiratete Doppelverdiener.
Steuerklasse V - Siehe Steuerklasse III.
Steuerklasse VI gilt für Personen mit zusätzlicher Lohnsteuerkarte für ein weiteres Dienstverhältnis.

Die Lohnsteuerklasse ist auf der Lohnsteuerkarte vermerkt.

Welche Steuerklasse bietet die meisten Vorteile?

Generell sind vor allem die Steuerklassen 2 und 3 vorteilhaft, weil sie die höchsten Freibeträge aufweisen. Die Steuerklassen 5 und 6 weisen keinen Freibetrag auf und sind daher nachteilhaft. Der Grundfreibetrag kommt in den Steuerklassen 1 und 4 zur Anwendung.

Was ist der Steuerfreibetrag/Grundfreibetrag?

Der Steuerfreibetrag oder auch Grundfreibetrag ist der Betrag, bis zu welchem keine Einkommensteuer erhoben wird. Der Steuerfreibetrag setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Für das Jahr 2019 beträgt der jährliche Grundfreibetrag 9.168 Euro für Alleinstehende. Für zusammenveranlagte Ehepaare gilt 2019 ein Steuerfreibetrag von 18.366 Euro. Im Jahr 2018 lag der Steuerfreibetrag noch niedriger. Damals galt für Alleinstehende die Grenze von 9.000 Euro und für zusammenveranlagte Ehepaare von 18.000 Euro.

Wie hoch liegt der Kinderfreibetrag 2019?

Im Jahr 2019 liegt der Kinderfreibetrag bei 7.620 Euro. 2018 betrug der Kinderfreibetrag noch 7.428 Euro. Der Kinderfreibetrag steht dabei jeweils beiden Eltern zur Hälfte zu. Die Kinderfreibeträge können allerdings auch auf einen Elternteil übertragen werden. Abhängig von der Einkommenshöhe des Elternteils kann der Kinderfreibetrag das zu versteuernde Einkommen senken.

Wie lasse ich mir Freibeträge eintragen?

Bis zum 30. November eines Jahres besteht die Möglichkeit auf der Lohnsteuerkarte einen Freibetrag eintragen zu lassen. Durch den Freibetrag lassen sich jeden Monat Steuern sparen. Der Lohnsteueraufwand, den der Arbeitgeber monatlich an das Finanzamt abführen muss, wird durch den Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte reduziert. Die Fahrkosten zur Arbeit oder auch die Kosten für die Betreuung der Kinder lassen sich beispielsweise als Freibetrag eintragen. Der Freibetrag lässt sich allerdings auch nachträglich eintragen, sodass angefallene Kosten in der Einkommenssteuererklärung berücksichtigt werden können. Diese zu viel gezahlten Steuerbeträge schreibt das Finanzamt daraufhin gut.

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