Brutto-Netto-Rechner 2021

Wie viel Geld bleibt 2021 eigentlich von meinem Bruttogehalt übrig? Das können Sie mit unserem aktuellen Brutto-Netto-Rechner herausfinden. Denn die genaue Berechnung des Nettogehalts ist ein wenig komplex – unser Gehaltsrechner hilft Ihnen dabei. Neben der richtigen Steuerklasse müssen die Sozialabgaben wie zum Beispiel den Beitrag zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung, die Kirchensteuer und die Rentenversicherung beachtet werden. mehr...

So funktioniert der Brutto-Netto-Rechner

Mit dem Brutto-Netto-Rechner 2021 des Handelsblatts können Sie mit ein paar Klicks erfahren, wie sich die verschiedenen Kriterien auf ihr Nettogehalt auswirken und wie viel von Ihrem Bruttogehalt übrigbleibt. Neben dem Steuerjahr 2021 können Sie im Gehaltsrechner auch Ihr Nettogehalt aus dem Steuerjahr 2020 berechnen und so Ihr diesjähriges Gehalt mit Ihrem Nettogehalt aus dem vergangenen Jahr vergleichen. Diese Möglichkeit steht auch für das Steuerjahr 2019 zur Verfügung.

Wählen Sie in unserem Brutto-Netto-Rechner zuerst ihr Bundesland aus und geben Sie anschließend Ihr Geburtsjahr im Lohnrechner an. Im folgenden Feld des Gehaltsrechners geben Sie Ihr Bruttogehalt für das gesamte Jahr oder pro Monat an. Danach wählen Sie ihre Steuerklasse aus, Ihren (Jahres-) Freibetrag und geben an, ob Sie kirchsteuerpflichtig sind oder Kinder haben. In den unteren Feldern des Gehaltsrechners müssen Sie dann angeben, ob sie bei einer privaten oder gesetzlichen Krankenkasse sind.

Je mehr Angaben sie im Lohnrechner angeben, desto genauer kann Ihr Nettogehalt für 2021 berechnet werden.

Welche Steuerklassen gibt es?

Steuerklasse I gilt für ledige, verwitwete oder geschiedene Personen ohne Kinder oder aber Verheiratete, die in Trennung leben.
Steuerklasse II gilt für Alleinerziehende, ledige, verwitwete oder geschiedene Personen mit Kindern, die Anspruch auf Entlastung haben.
Steuerklasse III gilt für verheiratete Alleinverdiener oder Doppelverdiener, bei dem der Partner auf Antrag die Steuerklasse V hat. Das trifft vor allem auf Verheiratete zu, bei der eine Person weit weniger verdient.
Steuerklasse IV gilt für verheiratete Doppelverdiener, die etwa gleich viel verdienen.
Steuerklasse V gilt für Partner, die diese Steuerklasse beantragt haben. (Siehe Steuerklasse III)
Steuerklasse VI gilt für Personen mit zusätzlicher Lohnsteuerkarte für ein weiteres Dienstverhältnis. Es ist die teuerste Steuerklasse, weil hier keine Freibeträge berücksichtigt werden.

Die Lohnsteuerklasse ist auf der Lohnsteuerkarte vermerkt. In einem weiteren Artikel erhalten Sie ausführliche Informationen zu den Steuerklassen in Deutschland.

Was genau wird von meinem Bruttogehalt 2021 abgezogen?

Der Nettolohn ergibt sich durch den Abzug verschiedener Steuern und Sozialabgaben.

Die Steuern: Die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls die Kirchensteuer werden vom Bruttolohn abgezogen. Bei der Lohnsteuer wird der jeweilige Lohnsteuersatz auf das steuerliche Brutto-Gehalt angewendet und berechnet. Der Solidaritätszuschlag betrug bislang 5,5 Prozent der Lohnsteuer. Die Kirchensteuer beträgt, je nach Bundesland, acht oder neun Prozent der Lohnsteuer. In diesem Jahr greifen hier allerdings einige Änderungen. So fällt ab 2021 der Soli für alle Arbeitnehmer weg, die im Jahr 2021 ein zu versteuerndes Einkommen unter 73.000 Euro (Alleinstehend) und 151.000 Euro (Ehepartner) aufweisen. Davon sind rund 90 Prozent aller Bürger in Deutschland betroffen. Die zehn Prozent der Menschen hierzulande, die über einem solchen Jahresgehalt liegen, müssen den Solidarzuschlag weiterhin zahlen. Für alle anderen macht sich der Wegfall des Solis im Nettogehalt bemerkbar.

Die Sozialabgaben: Darunter fallen die Beiträge für Ihre Krankenversicherung, die Rentenversicherung sowie die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung. Sie machen nahezu 20 Prozent der Abgaben aus.

Wo stehen Sie nun mit Ihrem Bruttogehalt? Der Einkommensrechner 2020 zeigt, wo Sie sich im deutschlandweiten Vergleich einordnen.

Was beeinflusst meinen Nettolohn am meisten?

Die wichtigste Berechnungsgrundlage für den Nettolohn ist zunächst einmal der Bruttolohn. Wie hoch die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer ausfallen, entscheidet die Steuerklasse. Insgesamt gibt es in Deutschland sechs Steuerklassen. In jeder Steuerklasse gibt es gesetzlich festgeschriebene Freibeträge.

Lohnsteuerklasse 1 ist für ledige, verwitwete oder geschiedene Menschen ohne Kinder vorgesehen. Lohnsteuerklasse 2 können Alleinerziehende, ledige, verwitwete oder geschiedene Menschen mit Kindern beantragen. Für Verheiratete gelten die Steuerklassen 3, 4 und 5. Steuerklasse 3 empfiehlt sich für den Ehepartner mit dem höheren Einkommen. Der Partner mit weniger Einkommen wird in diesem Fall der Steuerklasse 5 zugewiesen. Steuerklasse 4 ist für verheiratete Doppelverdiener gedacht, die ungefähr gleich viel verdienen. Einmal im Jahr können Paare die Steuerklasse ändern. Es lohnt sich also, die verschiedenen Szenarien durchzurechnen.

Steuerklasse 6 erhalten Arbeitnehmer, wenn sie ein weiteres Dienstverhältnis antreten und eine zusätzliche Lohnsteuerkarte beantragen.

Welche Steuerklasse bietet die meisten Vorteile?

Die Steuerklassen sind so konzipiert, dass sie die familiäre Lebenssituation der Arbeitnehmer berücksichtigen. Die Zuteilung erfolgt automatisch. Nur wer heiratet kann sich aussuchen, welches Steuermodell für am günstigsten ist. Eheleute haben die Wahl zwischen dem Modell Steuerklasse 3/5 bei stark unterschiedlichen Gehältern oder 4/4 bei ähnlichem Lohn. Allgemein gesehen sind vor allem die Steuerklassen 2 und 3 von Vorteil, weil sie die höchsten Freibeträge aufweisen. Die Steuerklassen 5 und 6 sehen keinen Freibetrag vor und sind daher eher teuer. Der Grundfreibetrag kommt in den Steuerklassen 1 und 4 zur Anwendung.

Was genau ist der Steuerfreibetrag?

Der Steuerfreibetrag oder auch Grundfreibetrag genannt ist der Lohn, für den keine Einkommensteuer erhoben wird. Es gilt als Existenzminimum. Für das Jahr 2021 liegt der jährliche Grundfreibetrag für Alleinstehende bei 9744 Euro. Für Eheleute, die ihre Steuererklärung zusammen machen, gilt 2021 ein Steuerfreibetrag von 19.488 Euro. Im Jahr 2020 war der Steuerfreibetrag 336 Euro niedriger. Damals galt für Alleinstehende die Grenze von 9408 Euro und für zusammenveranlagte Ehepaare in Höhe von 18.816 Euro.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag 2021?

Im Jahr 2021 wurde der Kinderfreibetrag angehoben. Er liegt nun bei 5460 Euro (2730 Euro je Elternteil). Im Jahr 2020 fiel der Kinderfreibetrag noch 288 Euro niedriger aus. 2019 lag der Freibetrag bei 5172 Euro.

Der Kinderfreibetrag wird auf den Grundfreibetrag draufgerechnet, um den zu versteuernden Teil des Einkommens zu senken. Der Kinderfreigebetrag steht beiden Eltern jeweils zur Hälfte zu, kann aber auch auf ein Elternteil übertragen werden.

Wie lasse ich mir Freibeträge eintragen?

Bis zum 30. November eines Jahres können sich Arbeitnehmer einen Freibetrag auf der digitalen Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Damit könnten sich jeden Monat Steuern sparen. Der Lohnsteueraufwand, den der Arbeitgeber monatlich an das Finanzamt abführen muss, wird durch den Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte reduziert. Das könnten zum Beispiel die Fahrkosten zur Arbeit oder auch die Kosten für die Kinderbetreuung sein. Allerdings kann der Freibetrag auch nachträglich in der Einkommenssteuererklärung berücksichtigt werden. Zuviel gezahlte Steuerbeträge schreibt das Finanzamt daraufhin gut.

Wie kann man sein Nettogehalt 2021 verbessern?

Um seinen Nettolohn 2021 aufzubessern, gibt es einige Möglichkeiten. Zum einen haben Arbeitnehmer mit einem jährlichen Bruttolohn unter 73.000 Euro im Jahr in diesem Jahr generell mehr Netto, da sich der Wegfall des Solidaritätszuschuss positiv bemerkbar macht. Darüber hinaus lässt sich auch die Kirchensteuer durch einen Austritt aus der Kirche umgehen. So lassen sich jährlich mehrere hundert Euro sparen.

Abhängig von der jeweiligen privaten Situation könnte sich darüber hinaus noch ein Wechsel in eine andere Steuerklasse möglich sein, um möglichst viel Nettolohn zu erhalten. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich der Vor- und Nachteile der jeweiligen Steuerklassen.

Autoren: Sören Imöhl und Angelika Ivanov

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