Chinesischer Markt UBS darf als erste Bank Mehrheit an einem chinesischen Geldhaus übernehmen

Als erste ausländische Bank kontrolliert die UBS die Mehrheit an einem chinesischen Finanzunternehmen. Ein Schritt mit symbolischer Wirkung.
Kommentieren
Bislang spielen ausländische Institute auf dem chinesischen Finanzmarkt aber nur eine kleine Rolle. Quelle: Reuters
UBS

Bislang spielen ausländische Institute auf dem chinesischen Finanzmarkt aber nur eine kleine Rolle.

(Foto: Reuters)

ZürichDas Timing war perfekt: Nur wenige Stunden, bevor der chinesische Staatschef Xi Jinping beim G-20 Gipfel in Buenos Aires auf seine Amtskollegen traf, zeigte sich China von seiner offenen Seite: Als erste ausländische Bank erhielt die schweizerische UBS am Freitag grünes Licht für eine Mehrheitsbeteiligung an einem chinesischen Finanzunternehmen.

Für die Öffnung des chinesischen Kapitalmarkts gilt der Schritt als wichtiges Signal – doch die Herausforderungen für ausländische Banken, die in China Geschäft machen wollen, bleiben groß.

Die chinesische Börsenaufsicht hat der UBS erlaubt, ihren Anteil am chinesischen Gemeinschaftsunternehmen namens UBS Securities auf 51 Prozent aufzustocken. Zuvor hielt die größte Schweizer Bank knapp 25 Prozent an dem Joint-Venture.

Jetzt übernimmt sie Anteile von den beiden Staatsfirmen Guoidan und COFCO, die zu den bisherigen Partnern zählen. Der Preis für die Anteile wurde nicht publik. Klar ist aber, dass der Deal die Schweizer zum ersten ausländischen Institut macht, das eine Mehrheit an einem chinesischen Wertpapierhändler hält.

Kein Wunder also, dass die UBS sich über den Deal sehr stolz zeigt. „In China zu Wachsen ist ein Schlüsselelement unserer Strategie“, sagte Bankchef Sergio Ermotti. Die weitere Öffnung des Landes biete enormes Wachstumspotenzial für die Vermögensverwaltung und das Investmentbanking. „Dieser Schritt unterstreicht unser langfristiges Engagement auf dem chinesischen Markt“.  

Dass der Schritt kurz vor dem G20-Gipfel publik wurde, dürfte kaum Zufall sein: Seit Jahren drängen ausländische Banken in der Hoffnung auf lukratives Geschäft in den chinesischen Markt, doch Peking hatte sich lange gegen die weitere Öffnung gesträubt.  Vor einem Jahr hatte die Regierung in Aussicht gestellt, den Finanzmarkt schrittweise weiter zu öffnen – und liefert mit der UBS nun einen Präzedenzfall.

Bislang spielen ausländische Institute auf dem chinesischen Finanzmarkt aber nur eine kleine Rolle: Das Geschäft wird von chinesischen Instituten wie der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) oder der China Construction Bank dominiert.

Startseite

Mehr zu: Chinesischer Markt - UBS darf als erste Bank Mehrheit an einem chinesischen Geldhaus übernehmen

0 Kommentare zu "Chinesischer Markt: UBS darf als erste Bank Mehrheit an einem chinesischen Geldhaus übernehmen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.