Deutscher Wetterdienst 2018 – das wärmste und sonnenreichste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Der DWD hat das Wetter 2018 analysiert. Nie zuvor war es in Deutschland so warm und trocken. In Frankfurt war die Durchschnittstemperatur am höchsten.
Update: 28.12.2018 - 13:25 Uhr Kommentieren

Frankfurt, OffenbachDas Jahr 2018 ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) deutschlandweit das sonnenreichste und wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Temperatur wird laut DWD seit 1881 regelmäßig erfasst. Seit 1951 gibt es Daten zur Sonnenscheindauer.

Gleich zwei deutsche Großstädte zählen zu den Spitzenreitern des Ausnahme-Sommers 2018. In Hessens Bankenmetropole Frankfurt war es nach Erhebungen des DWD im Schnitt so warm wie an keinem anderen Ort seit Beginn der Aufzeichnungen. Nach den Daten wurde im Frankfurter Westend mit 12,9 Grad die höchste Durchschnittstemperatur 2018 gemessen.

In der Hauptstadt Berlin schien am längsten die Sonne. 2308 Stunden wurden dort an der Station Dahlem registriert. Die Auswertung berücksichtige Daten bis einschließlich dem 26. Dezember, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich.

An den Spitzenreitern Frankfurt und Berlin werde sich aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nichts mehr ändern, so die Einschätzung des Sprechers. Der Abstand zu den nachfolgenden Messstationen sei zu groß. In Frankfurt war es nach DWD-Erhebung im abgelaufenen Jahr im Schnitt so warm wie an keinem anderen Ort seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Den bisherigen Jahresmittel-Rekord hielt Freiburg mit 12,8 Grad im Jahr 2000, sagte der Sprecher.

Sehr viel Sonnenschein in Berlin

Berlin könnte derweil beim Sonnenschein einen Langzeitrekord aufstellen. Ihn hält mit 2329 Stunden im Jahr 1959 die Messstation Klippeneck auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg. Scheine also in Berlin bis Silvester noch länger als 21 Stunden die Sonne, könne auch der langjährige Rekord noch geknackt werden, so der Sprecher.

Trockenster Ort war bis einschließlich des 26. Dezembers 2018 Bad Lauchstädt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt. Dort fielen pro Quadratmeter lediglich 266,7 Liter Niederschlag. Dies könne sich bis Jahresende aber noch ändern, da Regen vorhergesagt ist, so der Sprecher. In dem sowieso eher trockenen Bundesland liege der vieljährige Mittelwert bei 470 Litern Niederschlag pro Quadratmeter.

  • dpa
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