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Wirtschaft, Handel & Finanzen AKTIE IM FOKUS 2: Bei Netflix überwiegt die Skepsis

(neu: Kurse nach Börseneröffnung, Kommentar von Credit Suisse)
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  • dpa

NEW YORKAnleger haben die jüngsten Geschäftszahlen und Prognosen des Streaming-Anbieters Netflix eher ernüchtert aufgenommen. Nachdem die Aktien im frühen Handel am Mittwoch zunächst um mehr als 2 Prozent gestiegen waren, drehten sie in einem freundlichen Börsenumfeld ins Minus und verloren zuletzt mehr als 1 Prozent auf 355 US-Dollar.

Netflix habe die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt, schrieben die Analysten der Bank Credit Suisse. Während die Finanzkennziffern für das erste Quartal positiv überrascht hätten und die Zahl neuer Abonnenten einen Rekordwert erreicht habe, falle die für das zweite Quartal angepeilte Neukundenzahl enttäuschend aus. Für letzteres spielten auch Preiserhöhungen in mehreren Ländern wie Mexiko, Brasilien und Deutschland eine Rolle, die für rund 40 Prozent der ausländischen Abonnenten stünden.

Laut Analyst Eric Sheridan von der Bank UBS hatte das erste Quartal Positives und Negatives zu bieten. Insgesamt war von einem starken Jahresauftakt, aber einem gedämpften Ausblick auf die Entwicklung der Nutzerzahlen im zweiten Quartal die Rede. In diesem Zeitraum rechnet Netflix mit einer enttäuschenden Zahl von lediglich 5 Millionen neuen Abonnenten.

Zuletzt mehrten sich dann aber Analystenkommentare, die diese Zahl als nicht so gravierend werteten. So gibt sich Douglas Anmuth von JPMorgan optimistisch mit dem Argument, dass Netflix im zweiten Halbjahr besonders starke Film- und Serienangebote zu bieten habe. Er glaubt daher auch nicht, dass ein erst vor kurzem von Walt Disney vorgestellter Streaming-Dienst zur Gefahr für Netflix werde. Auch Mark Mahaney von RBC ging in einer Studie für Netflix von einer weiterhin beschleunigen Abonnentenzahl aus.

Bereits am Vortag hatte es Vorschusslorbeeren für die Aktien gegeben: Eine Hochstufung durch die Experten der Deutschen Bank hatte Netflix-Papiere um 3 Prozent zulegen lassen. Analyst Bryan Kraft hatte sich sehr optimistisch für das Wachstum der Abonnentenzahlen gezeigt und die Aktie daher zum Kauf empfohlen.

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