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Wirtschaft, Handel & Finanzen ANALYSE: Trotz Rücksetzer ist der Bullenmarkt noch nicht vorbei - UBS

Auch die jüngsten herben Kursverluste an der Wall Street bedeuten noch nicht das Ende des Bullenmarktes. Diese These begründet Chefinvestor Mark Haefele von der Investmentbank UBS mit einem weiterhin robusten Gewinnwachstum der Unternehmen in den USA. Im Schnitt dürften die Gewinne im dritten Quartal um knapp ein Viertel zulegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum - und damit ähnlich dynamisch wie in den vergangenen Quartalen.
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  • dpa

Ohnehin müsse man die Kursverluste der vergangenen Tage ins Verhältnis setzen, schrieb Haefele in einem Marktkommentar. Der S&P 500 habe zuletzt zwar knapp fünf Prozent verloren, sei im dritten Quartal aber auch um nahezu acht Prozent gestiegen. Seit Jahresbeginn betrage die Gesamtrendite des Index immerhin noch knapp sechs Prozent.

Drei Gründe nannte der Stratege für den Ausverkauf: Steigende Zinsen, die Kosten des Handelskonflikts mit China und eine mögliche Abschwächung des Konjunkturbooms. Die Aussicht auf eine deutlich restriktivere Geldpolitik der Fed habe die Rendite zehnjähriger US-Anleihen in den vergangenen sechs Wochen um 40 Basispunkte nach oben getrieben. Die Hälfte dieses Zugewinns sei auf den Monat Oktober entfallen. "Dieser Anstieg hat Aktien vergleichsweise unattraktiver werden lassen."

Zudem habe der Renditeanstieg die Sorge ausgelöst, dass sich der wirtschaftliche Boom bereits in einer Spätphase befinden könnte und sich das Wachstum verlangsame. Defensive Aktiensektoren hätten sich in den vergangenen Wochen besser geschlagen als der Gesamtmarkt, so Haefele. Aktien aus Wachstumssektoren hätten dagegen einen Teil ihrer hohen Bewertung abgegeben.

Vom Handelskonflikt mit China hätten sich die US-Aktien bislang recht unbeeindruckt gezeigt. Entsprechend anfällig für Rücksetzer seien sie aber, sobald die Kosten dieses Konflikts für die Unternehmen in den USA sichtbar würden. So hätten einige Unternehmen mit Handelsbeziehungen nach China in den vergangenen Tagen auf höhere Kosten und eine schwächere Nachfrage als Belastungen aus dem Konflikt hingewiesen.

Allerdings wirkten sich die Strafzölle bislang nicht besonders negativ auf die Unternehmen aus, selbst in stärker davon betroffenen Sektoren wie Rohstoffproduktion, Maschinen- und Anlagenbau, Technologie oder höherwertige Konsumgüter. Hier sei die Lage nach wie vor gut, schrieb der Stratege. UBS habe zwar die Aktienposition weltweit im Verlauf des Sommers reduziert, rät jedoch nach wie vor dazu, globale Aktien im Portfolio überzugewichten.

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