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Wirtschaft, Handel & Finanzen Athener Hoffnung: Rentenkürzungen könnten überflüssig sein

Die griechische Regierung hofft, Anfang 2019 auf vereinbarte Rentenkürzungen verzichten zu können. Kontrolleure der internationalen Geldgeber hätten eingesehen, dass die Kürzungen um bis zu 18 Prozent nicht nötig seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA am Freitag unter Berufung auf das Finanzministerium in Athen. Von Seiten der Kontrolleure selbst gab es bislang keine Aussagen dazu. Die Eurogruppe wird sich im Oktober und November mit deren Prüfungsergebnissen befassen.
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  • dpa

Griechenland musste von 2010 bis 2018 mit internationalen Finanzhilfen vor dem Kollaps bewahrt werden und im Gegenzug immer wieder Sparzusagen geben. Das bislang letzte Hilfsprogramm wurde Mitte August beendet. Ob das Krisenland den versprochenen Reformkurs fortsetzt, wird indes weiter kontrolliert. Dazu reisen Experten der EZB, des Euro-Rettungsfonds ESM und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vierteljährlich nach Athen.

Dass die Renten nicht weiter gekürzt werden, ist eins der zentralen Ziele von Ministerpräsident Alexis Tsipras - auch mit Blick auf die nächste Parlamentswahl, die bis spätestens September 2019 stattfinden muss.

Athen begründet seine Position mit Fortschritten bei der Haushaltssanierung: Griechenland werde Ende des Jahres den vereinbarten Primärüberschuss (der denn Schuldendienst ausblendet) von 3,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes übertreffen. Damit seien die Rentenkürzungen überflüssig, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

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