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Wirtschaft, Handel & Finanzen BDI-Chef Kempf warnt vor AfD: 'Drohen Abschwung und Strukturschwäche'

Die deutsche Industrie warnt vor negativen Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch Wahlerfolge der AfD. "Erfolge der AfD schaden dem Image unseres Landes", sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Donnerstag) mit Blick auf anstehende Landtagswahlen in Ostdeutschland. Die Attraktivität eines Standorts leide "unter extremistischen Parteien", meinte Kempf weiter. "Es drohen Abschwung und Strukturschwäche."
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  • dpa

Gerade im Ringen um dringend benötigte Fachkräfte aus aller Welt Ausland müssten Standorte "attraktiv und einladend sein", sagte der Verbandspräsident. "Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus passen nicht zu einer international erfolgreichen deutschen Wirtschaft."

Die AfD mache sich die Stimmungslage in Ostdeutschland geschickt zunutze. Sie spiele "unzufriedene Bürger gegen sozial schwächere wie etwa Flüchtlinge aus", kritisierte Kempf. "Ich finde dieses Verhalten sehr bedenklich, zumal es keine Probleme löst." Er stellte sich zudem gegen die Ansicht, der Aufbau Ost sei gescheitert. Kempf räumte allerdings ein, "dass es regional erhebliche Unterschiede gibt und dass der wirtschaftliche Aufholprozess nicht mehr so stark vorankommt, wie wir uns das alle wünschen".

Kempf ist nicht der erste hochrangige Industrievertreter, der vor der AfD warnt. So hatte sich unter anderen Siemens -Chef Joe Kaeser bereits deutlich gegen die Partei positioniert.

Am 1. September werden in Brandenburg und Sachsen je neue Landtages gewählt. Thüringen folgt am 27. Oktober. Nach den jüngsten Umfragen liegt die AfD in Brandenburg vorn und in Sachsen auf Platz zwei.

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