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Wirtschaft, Handel & Finanzen Branche: Stellenabbau bei Enercon 'letzter Weckruf' an Politik

Der Bundesverband Windenergie hat den Stellenabbau beim Windkraftanlagen-Hersteller Enercon als "letzten Weckruf" an die Politik bezeichnet. Präsident Hermann Albers sagte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur: "Die Bundesregierung hat alle Instrumente vor sich, um den deutschen Markt wieder hochlaufen zu lassen. Sie muss endlich handeln, um das Wertschöpfungsnetzwerk Wind in Deutschland zu halten."
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  • dpa

Nach Informationen mehrerer Medien fallen bei Enercon rund 3000 Arbeitsplätze weg. Albers sprach von einem "bitteren Tag" für die betroffenen Fachkräfte und ihre Familien, für die Branche und die Energiepolitik.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden sagte: "Den Zusammenbruch der deutschen Windindustrie hat die schwarz-rote Bundesregierung zu verantworten." Tausende Arbeitsplätze, die jetzt in der Windindustrie wegfallen sollen, gingen vor allem auf das Konto von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). "Statt seinen Job zu machen und Klimatechnologien Made in Germany den Rücken zu stärken, kommen aus seinem Ministerium immer neue Verhinderungsstrategien."

Verlinden kritisierte vor allem Pläne der Koalition für schärfere Abstandsregelungen. Bis zu einem Mindestabstand von 1000 Metern von Wohngebäuden sollen künftig keine neuen Windkraftanlagen errichtet oder alte Windräder durch neue, leistungsfähigere und höhere Anlagen ausgetauscht werden. Die Bundesregierung will damit die Akzeptanz für Windräder erhöhen. Die Branche läuft Sturm gegen die Pläne, weil dann wegen fehlender Flächen kaum noch neue Windräder gebaut würden. Der Ausbau der Windkraft an Land ist in Deutschland ohnehin bereits fast zum Erliegen gekommen.

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