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Wirtschaft, Handel & Finanzen Bus-Anbieter und Städte lehnen weitere Autos auf Busspuren ab

Die von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geplante weitere Öffnung von Busspuren für Autos stößt bei den Verkehrsanbietern und Städten auf Protest. "Busspuren sind dafür da, den Busverkehr pünktlicher und zuverlässiger zu machen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, Oliver Wolff, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Je mehr Verkehr dort stattfinden solle, desto negativer wirke sich das auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Schon jetzt könnten dort Räder und Taxen fahren, die Busse verlangsamten. Eigene Spuren für Autos mit mehreren Insassen seien überlegenswert, aber nicht auf den Busspuren.
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  • dpa

Der Deutsche Städtetag lehnte den Vorstoß des Ministeriums als "lebensfremd" ab. "Da ist kein Platz für zusätzliche Pkws", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der dpa. Busspuren hätten zudem oft gesonderte Ampeln, die nur für den öffentlichen Nahverkehr gelten. Vor allem dürfte die notwendige Prüfung der Zahl der Insassen durch die Polizei ein "ziemlich fruchtloses Unterfangen" werden.

Scheuer plant, die Freigabe von Busspuren für Pkw oder Krafträder mit Beiwagen zu ermöglichen, die mit mindestens 3 Personen besetzt sind. Dies solle den motorisierten Individualverkehr verringern.

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