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Wirtschaft, Handel & Finanzen Deutsche zeigen sich für Klimaschutz bereit zum Verzicht

Im Kampf gegen den Klimawandel zeigt sich eine Mehrheit der Deutschen gewillt, auf kurze Flüge, viel Fleisch und das Autofahren in Innenstädten zu verzichten - jedenfalls auf dem Papier. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur sind drei von vier Erwachsenen (74 Prozent) persönlich bereit, auf Kurzstreckenflüge zu verzichten. 63 Prozent würden "deutlich" weniger Fleisch essen, 56 Prozent das Auto in Innenstädten stehen lassen. Im Flug- und Straßenverkehr sowie in der Tierhaltung entstehen viele Treibhausgase.
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  • dpa

Die Hälfte der Deutschen fände es demnach auch akzeptabel, wenn Tickets für Flugreisen deutlich mehr kosteten als bisher. Bei den Spritpreisen sieht das schon anders aus, nur gut jeder Vierte (27 Prozent) würde eine deutliche Verteuerung in Kauf nehmen. Deutlich höhere Preise für Fleisch fände gut jeder Zweite (52 Prozent) in Ordnung, wenn es der effektiven Begrenzung des Klimawandels und einer nachhaltigen Agrarpolitik dient. Wenig Toleranz zeigen die Bürger bei Strompreisen. Deutlich mehr für Ökostrom würden der Umfrage zufolge nur 20 Prozent bereitwillig zahlen.

Union und SPD streiten derzeit über den richtigen Weg, Deutschland beim Klimaschutz wieder auf Kurs zu bringen. Im Gespräch ist ein sogenannter CO2-Preis, der den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) verteuert - und damit klimafreundliche Technologien fördert. Unter anderem Benzin und Heizöl würden damit teurer werden. Befürworter des CO2-Preises wollen, dass das Geld den Bürgern wieder zugute kommt, als Rückzahlung pro Kopf oder über Entlastungen an anderer Stelle.

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