Handelsblatt Konjunktur

Wirtschaft, Handel & Finanzen dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.03.2019 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Streit über Länge der Brexit-Verschiebung - zweites Referendum?
Kommentieren
  • dpa

MÜNCHEN - Bundeskanzlerin Angela MerkelLONDON/BRÜSSEL - Nach dem Votum des britischen Parlaments für eine Verschiebung des EU-Austritts will Premierministerin Theresa May nun ihr Brexit-Abkommen im dritten Anlauf durchboxen. Bis zum kommenden Mittwoch, einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel, sollen die Abgeordneten in London erneut über den Deal abstimmen. Das Datum sei noch nicht festgelegt, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Dienstag gilt als wahrscheinlich.

USA: Industrieproduktion steigt nur leicht

WASHINGTON - Die US-Industrie hat ihre Produktion im Februar nur leicht ausgeweitet. Die Gesamtproduktion stieg zum Vormonat um 0,1 Prozent, wie die US-Notenbank am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten einen deutlicheren Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Allerdings fiel die Entwicklung im Januar besser aus als bislang bekannt. Demnach ging die Produktion zu Jahresbeginn nicht um 0,6 Prozent, sondern nur um 0,4 Prozent zurück.

USA: Michigan-Konsumklima steigt stärker als erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar stärker als erwartet aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg um 4,0 Punkte auf 97,8 Punkte, wie das Institut am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten einen Indexwert von 95,6 Punkte erwartet.

GESAMT-ROUNDUP: Bundesrat gibt grünes Licht für Digitalpakt und Diesel-Regeln

BERLIN - Milliarden für die Digitalisierung der Schulen, Regeln zu Diesel-Fahrverboten, bessere Organspende-Bedingungen in Kliniken: Der Bundesrat hat am Freitag den Weg für mehrere Vorhaben der großen Koalition frei gemacht. Bei anderen Gesetzesplänen setzten sich die Länder für Nachbesserungen ein. Ein Überblick über die Beschlüsse:

ROUNDUP: Außenminister Maas fordert Regelwerk für neue Hightech-Waffen

BERLIN - Außenminister Heiko Maas hat internationale Anstrengungen für eine Kontrolle neuer Waffentechnologien gefordert. Zum Auftakt einer Fachkonferenz warnte er am Freitag in Berlin vor unkontrollierbaren Gefahren, die von autonomen Waffensystemen, Raketen mit vielfacher Schallgeschwindigkeit, Cyberangriffen und Biowaffen ausgehen könnten. "Im Kern geht es um die Frage, ob wir die Technologie beherrschen oder am Ende von ihr beherrscht werden", erklärte der SPD-Politiker.

ROUNDUP: Merkel verspricht Wirtschaft mehr Tempo der Regierung

MÜNCHEN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Wirtschaft schnelleres Handeln ihrer Regierung zugesagt. Sie reagierte damit am Freitag auf die Kritik aus den Unternehmerverbänden. Statt über Steuererleichterungen für Unternehmen und Investitionen an den richtigen Stellen werde vor allem über Grundrente und andere soziale Wohltaten diskutiert, hatten diese beklagt. Merkel traf sich am Freitag in München mit den Verbänden zum traditionellen Spitzengespräch.

USA: Empire-State-Index fällt auf Zweijahrestief

NEW YORK - Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im März überraschend eingetrübt. Der Empire-State-Index fiel um 5,1 Punkte auf 3,7 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Freitag mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Mai 2017, also seit fast zwei Jahren. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg auf 10,0 Punkte gerechnet.

ROUNDUP 4/Volkskongress endet: China verspricht weitere Öffnung

PEKING - Vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit den USA und zunehmender Kritik aus Europa geht China auf ausländische Unternehmen und Investoren zu. Zum Abschluss seiner Jahrestagung segnete der Volkskongress am Freitag ein neues Gesetz ab, das auf die Benachteiligung ausländischer Firmen in China eingeht und nach außen hin fairen Wettbewerb zusichert.

Italien: Verbraucherpreise steigen weniger als zunächst ermittelt

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im Februar weniger als zunächst ermittelt gestiegen. Der für europäische Zwecke erhobene Verbraucherpreisindex HVPI sei um 1,1 Prozent zum entsprechenden Vorjahresniveau geklettert, teilte das Statistikamt Istat am Freitag laut einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Erhebung war noch ein Anstieg von 1,2 Prozent ermittelt worden. Im Januar hatte die Inflationsrate noch bei 0,9 Prozent gelegen.

Japans Notenbankchef verteidigt Inflationsziel gegen Regierungskritik

TOKIO - Die japanische Notenbank will weiter zu ihrem Inflationsziel stehen. Einwände seitens der Regierung wies Zentralbankchef Haruhiko Kuroda am Freitag in Tokio zurück. An der Haltung der Bank of Japan, wonach stabile Preise anzustreben seien, habe sich nichts geändert, sagte Kuroda vor der Presse nach der Zinssitzung der Zentralbank. Die Notenbank definiert ein solches Preisniveau bei einer Inflationsrate von etwa zwei Prozent.

Frankreich fordert von London Klarheit über Brexit

PARIS - Im Tauziehen um den britischen EU-Austritt macht Frankreich Druck und fordert einen klaren Vorschlag Londons bis zum EU-Gipfel. Das zweitägige Spitzentreffen der EU-Staats- und Regierungschefs beginnt am kommenden Donnerstag (21. März) in Brüssel. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf das Amt von Präsident Emmanuel Macron berichtete, gebe es ohne Klarheit keine Lösung. Der Élyséepalast war zunächst nicht zu einer Stellungnahme erreichbar.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

0 Kommentare zu "Wirtschaft, Handel & Finanzen: dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.03.2019 - 17.00 Uhr"

Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar. Wir behalten uns vor, Leserkommentare, die auf Handelsblatt Online und auf unser Facebook-Fanpage eingehen, gekürzt und multimedial zu verbreiten.