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Wirtschaft, Handel & Finanzen dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.05.2019 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 3/Kräftiger Jahresstart: Deutsche Wirtschaft zurück auf Wachstumskurs
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WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft fasst wieder Tritt. Angetrieben vom Bauboom und der Konsumfreude der Verbraucher ist das BruttoinlandsproduktWIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft fasst wieder Tritt. Angetrieben vom Bauboom und der Konsumfreude der Verbraucher ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Jahresauftakt gegenüber dem Vorquartal deutlich um 0,4 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch anhand vorläufiger Daten mitteilte. Im zweiten Halbjahr 2018 hatte Europas größte Volkswirtschaft noch einen Schwächeanfall erlitten. Ökonomen und das Bundeswirtschaftsministerium warnten trotz des kräftigen Jahresauftaktes 2019 vor allzu großer Euphorie. Vor allem die Eskalation von Handelskonflikten trübt das Bild.

Eurozone: Wachstumstempo beschleunigt sich wie erwartet

LUXEMBURG - In der Eurozone hat sich das Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn wie erwartet beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal gewachsen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Damit bestätigte die Behörde wie erwartet eine erste Erhebung. Im vierten Quartal 2018 war die Wirtschaft nur um 0,2 Prozent gewachsen.

ROUNDUP: May will Brexit-Deal im Juni auf Umweg durchs Parlament bringen

LONDON - Nach drei gescheiterten Versuchen will die britische Premierministerin Theresa May ihren Brexit-Deal zum Ausstieg aus der Europäischen Union über einen Umweg erneut ins Parlament bringen. Die Abgeordneten sollen in der ersten Juni-Woche nicht über das umstrittene Austrittsabkommen selbst, sondern über das britische Gesetz zur Umsetzung des Abkommens abstimmen, wie ihr Sprecher nach einem Gespräch zwischen May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn am Dienstagabend sagte.

China: Einzelhandel, Industrieproduktion und Investitionen enttäuschen im April

PEKING - Chinas Wirtschaft hat zum Auftakt des zweiten Quartals und damit bereits vor der Verschärfung des Handelsstreits mit den USA in einigen wichtigen Bereichen an Fahrt verloren. Im April ging das Wachstumstempo beim Einzelhandelsumsatz, der Industrieproduktion und den Investitionen in Sachanlagen zurück - bei allen drei Werten wurden zudem die Erwartungen der von Bloomberg befragten Experten enttäuscht. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Regierung hervor. Dies sei ein Alarmzeichen und zeige die Notwendigkeit für Stabilisierungsmaßnahme seitens der Regierung, sagte Luis Xuezhi, Volkswirt bei der Bank of Communications.

USA: NAHB-Hausmarktindex steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hat sich im Mai überraschend deutlich aufgehellt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um drei Punkte auf 66 Zähler gestiegen, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten einen schwächeren Anstieg auf 64 Punkte erwartet.

ROUNDUP 2/Einigkeit im Streit? Koalition will Handlungsfähigkeit demonstrieren

BERLIN - Eineinhalb Wochen vor der Europawahl haben die Spitzen der schwarz-roten Koalition mit einem Beschluss zu Paketboten versucht, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Bei Arbeitgebern und Opposition löste der Kompromiss am Mittwoch prompt scharfe Kritik aus. Vertreter von Union und SPD betonten jedoch die konstruktive Zusammenarbeit trotz weiter bestehender Differenzen.

Tsipras senkt Mehrwertsteuer und greift Rentnern unter die Arme

ATHEN - Wenige Tage vor der Europawahl hat die Regierung des linken griechischen Premiers Alexis Tsipras die Mehrwertsteuer in einigen Bereichen gesenkt und Zulagen für Rentner beschlossen. Entsprechende Gesetze verabschiedete am Mittwoch mehrheitlich das griechische Parlament, wie das Präsidium des Parlamentes in Athen mitteilte. Ab sofort wird unter anderem die Mehrwertsteuer für Lebensmittel, in der Gastronomie und bei Energie von 24 auf 13 Prozent reduziert. Zudem profitieren die stark gebeutelten Rentner: Sie erhalten künftig pro Jahr im Schnitt eine halbe Monatsrente mehr. Es ist die erste größere Steuersenkung für die Griechen nach jahrelangen Sparprogrammen.

USA: Industrie produziert überraschend weniger

WASHINGTON - Die US-Industrie hat ihre Produktion im April überraschend verringert. Insgesamt ging sie zum Vormonat um 0,5 Prozent zurück, wie die US-Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel eine Stagnation erwartet. Allerdings fiel die Entwicklung im Vormonat besser aus als zunächst berichtet. Nach neuen Daten ergibt sich für März ein Anstieg um 0,2 Prozent anstatt eines Rückgangs um 0,1 Prozent.

USA: Einzelhandelsumsätze fallen überraschend

WASHINGTON - Die US-Einzelhandelsumsätze sind im April überraschend gefallen. Die Erlöse seien um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, teilte das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Umsätze noch um revidierte 1,7 Prozent gestiegen (zunächst waren es plus 1,6 Prozent).

USA: Empire-State-Index steigt überraschend weiter

NEW YORK - Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im Mai überraschend weiter aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg um 7,7 Punkte auf 17,8 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf 8,0 Punkte erwartet.

ROUNDUP: Bundesweite Steuer-Razzia nach Auswertung der 'Panama Papers'

FRANKFURT - Drei Jahre nach den Enthüllungen der sogenannten Panama Papers sind Ermittler am Mittwoch wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung zu einer bundesweiten Großrazzia ausgerückt. Die Behörden durchsuchten die Wohnräume von acht vermögenden Privatpersonen, elf Banken und Sparkassen sowie die Geschäftsräume von vier Steuerberatern, wie die Staatsanwalt Frankfurt mitteilte.

Iran beginnt mit Teilausstieg aus dem Atomabkommen

TEHERAN - Der Iran hat mit dem jüngst angekündigten Teilausstieg aus dem internationalen Atomabkommen begonnen. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Isna berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Informationen aus dem Nationalen Sicherheitsrat des Landes, damit werde die erste Phase des vor einer Woche angekündigten Plans umgesetzt. Fortan werde sich das Land nicht mehr an die Wiener Abmachung von 2015 halten, maximal 300 Kilogramm Uran und 130 Tonnen Schwerwasser im Land zu behalten und den Rest ins Ausland zu schicken oder zu verkaufen.

Türkei besteuert bestimmte Devisentransaktionen

ANKARA - Die Türkei will erstmals seit langer Zeit wieder bestimmte Devisentransaktionen besteuern. Die Steuer soll 0,1 Prozent des zugrundeliegenden Währungsgeschäfts betragen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Anweisung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hervorgeht. Nicht betroffen von dem Schritt sind jedoch Geschäfte zwischen Banken und Kredittransaktionen.

Frankreich: Inflation steigt stärker als erwartet

PARIS - In Frankreich hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im April stärker als erwartet beschleunigt. Die nach europäischen Standards berechnete Jahresinflationsrate (HVPI) sei von 1,3 Prozent im Vormonat auf 1,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Schätzung hatte das Amt nur einen Zuwachs auf 1,4 Prozent gemeldet. Analysten hatten eine Bestätigung der ersten Erhebung erwartet.

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