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Wirtschaft, Handel & Finanzen dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.08.2019 - 17.00 Uhr

EZB-Ratsmitglied Rehn spricht sich für deutliche Lockerung aus
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FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte ihre Geldpolitik nach Ansicht des finnischen Notenbankchefs Olli Rehn spürbar lockern. "Es ist wichtig, dass wir im September ein umfassendes und wirksames Paket vorlegen", sagte Rehn am Donnerstag der US-Finanzzeitung "Wall Street Journal". Mit Blick auf die Finanzmärkte sei es zudem besser, die Erwartungen zu übertreffen als zu enttäuschen, ergänzte das EZB-Ratsmitglied.

USA: NAHB-Hausmarktindex steigt leicht

WASHINGTON - Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hat sich im August leicht aufgehellt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um einen Punkt auf 66 Zähler gestiegen, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten dagegen im Mittel mit einer Stagnation auf 65 Punkten gerechnet.

USA: Industrie produziert weniger

WASHINGTON - Die US-Industrie hat ihre Produktion im Juli überraschend verringert. Die Herstellung lag 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats, wie die US-Notenbank am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Allerdings fiel die Entwicklung im Vormonat besser aus als zunächst gedacht. Anstatt einer Stagnation ergeben neue Daten einen Zuwachs um 0,2 Prozent.

USA: Produktivität steigt stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Produktivität im zweiten Quartal stärker gestiegen als erwartet. Sie habe um 2,3 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten im Mittel mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Zuwachs im Vorquartal von 3,4 auf 3,5 Prozent angehoben.

USA: Einzelhandel steigert Umsätze deutlich

WASHINGTON - Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze im Juli deutlicher gesteigert als erwartet. Die Erlöse seien gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe erhöhten sich die Umsätze um 1,0 Prozent, was ebenfalls über den Analystenerwartungen lag.

USA: Industriestimmung in New York verbessert sich überraschend

NEW YORK - Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im August überraschend aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg von 4,3 Punkten im Vormonat auf 4,8 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Donnerstag mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 2,0 Punkte erwartet.

USA: Philly-Fed-Index fällt weniger als erwartet

PHILADELPHIA - Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im August weniger als erwartet eingetrübt. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) sank von 21,8 Punkten im Vormonat auf 16,8 Zähler, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Rückgang auf nur noch 9,5 Punkte erwartet.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestiegen. In der vergangenen Woche legte sie um 9000 auf 220 000 zu, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 212 000 Erstanträgen gerechnet.

China droht den USA Gegenmaßnahmen wegen neuer Zölle an

PEKING - Die zuletzt von den USA beschlossenen Zölle sind laut China eine Verletzung von Absprachen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. China stellte damit entsprechende Gegenmaßnahmen in Aussicht. In der kurzen Mitteilung des chinesischen Finanzministeriums vom Donnerstag wurden allerdings keine konkreten Maßnahmen genannt. An den Finanzmärkten nahm die Furcht der Investoren vor einer weiteren Eskalation des Zollstreits weiter zu. Die Aktienkurse etwas brachen weiter ein.

Großbritannien: Einzelhandel legt überraschend weiter zu

LONDON - Der britische Einzelhandel hat seine Umsätze im Juli überraschend weiter steigern können. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Erlöse um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag in London bekanntgab. Analysten hatten hingegen einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Der Zuwachs im Juni wurde nachträglich von 1,0 auf 0,9 Prozent leicht nach unten revidiert.

Norwegens Notenbank wird vorsichtiger

OSLO - Die norwegische Notenbank wird mit Blick auf ihren eingeschlagenen Zinserhöhungskurs vorsichtiger. Zwar habe sich der geldpolitische Ausblick in den vergangenen Wochen nicht grundlegend geändert, teilte die Zentralbank nach ihrer Zinssitzung am Donnerstag in Oslo mit. Sie schränkte allerdings ein, dass Risiken auf globaler Ebene mit größerer Unsicherheit für die Entwicklung ihres Leitzinses verbunden seien.

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