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Wirtschaft, Handel & Finanzen dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 14.09.2018

USA: Industrieproduktion steigt stärker als erwartet
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FRANKFURT - Die Rettung von Banken mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2008 war nach Ansicht von Bundesfinanzminister Olaf ScholzWASHINGTON - In den USA ist die Industrieproduktion im August stärker gestiegen als erwartet. Die Produktion sei zum Vormonat um 0,4 Prozent geklettert, wie die US-Notenbank Fed am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat von 0,1 auf 0,4 Prozent nach oben revidiert.

USA: Einfuhrpreise steigen schwächer als erwartet

WASHINGTON - Die Preise von in die USA importierten Gütern sind schwächer als erwartet gestiegen. Im Jahresvergleich habe es einen Zuwachs um 3,7 Prozent gegeben, teilte das US-Handelsministeriums am Freitag mit. Analysten hatten mit einer Rate von 4,1 Prozent gerechnet.

USA: Einzelhandel steigert Umsatz nur leicht

WASHINGTON - Die Umsätze des US-Einzelhandels sind im August nur geringfügig gestiegen. Die Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Zugleich wurde der Zuwachs im Juli nachträglich von 0,5 auf 0,7 Prozent korrigiert.

ROUNDUP/Scholz: Bankenrettung kostete allein den Bund gut 30 Milliarden Euro

FRANKFURT - Die Rettung von Banken mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2008 war nach Ansicht von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ohne Alternative. Die damalige Bundesregierung habe vor der Herausforderung gestanden, "einen kompletten Zusammenbruch der deutschen Finanzwirtschaft zu verhindern", schreibt Scholz in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag).

Japans Antrag auf kommerziellen Walfang gescheitert

FLORIANÓPOLIS - Die von Japan angestrebte Einführung der kommerziellen Waljagd ist gescheitert. Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat am Freitag bei ihrer Tagung im brasilianischen Florianópolis mit 41 gegen 27 Stimmen den japanischen Antrag zur Aufhebung des Walfang-Moratoriums abgewiesen. Die Europäische Union stimmte gegen den japanischen Antrag. Damit sind die wichtigsten Entscheidungen der Konferenz gefallen.

ROUNDUP: Eurozone verzeichnet niedrigstes Handelsplus seit 4 Jahren

LUXEMBURG - Der Handelsüberschuss der Eurozone mit der restlichen Welt ist im Juli auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gesunken. Bezogen auf die gesamte Europäische Union war der Außenhandel sogar fast ausgeglichen, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat hervorgeht. Auch längerfristig geht es in der Tendenz nach unten. Doch US-Präsident Donald Trump als größter Kritiker der europäischen Überschüsse kann das nicht als Erfolg verbuchen. Denn ausgerechnet im Handel mit den USA hat sich keine vergleichbare Entwicklung gezeigt.

Russische Notenbank hebt Leitzins erstmals seit 2014 an

MOSKAU - Die russische Notenbank hat ihren Leitzins erstmals seit dem Jahr 2014 angehoben. Der Leitzins steige um 0,25 Prozentpunkte auf 7,50 Prozent, teilte die Notenbank am Freitag in Moskau mit. Die meisten Volkswirte hatten hingegen mit einem unveränderten Leitzins von 7,25 Prozent gerechnet.

ROUNDUP 2: SPD pocht auf Maaßen-Ablösung - Gabriel: Ruf des Landes ist in Gefahr

BERLIN - Nach einem Krisentreffen der Koalitionsspitzen ohne greifbare Ergebnisse pochen führende SPD-Politiker weiter auf eine Absetzung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. "Wir halten ihn für untragbar", sagte Niedersachsens SPD-Chef und Ministerpräsident Stephan Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und der "Nordwest-Zeitung". Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer auf, sich rasch von dem ihm unterstellten Maaßen zu trennen. "Tut er das nicht, steht mehr auf dem Spiel als sein eigener Ministerposten", sagte Gabriel dem "Spiegel". "Dann geht es um die Regierung als Ganzes."

Eurozone: Handelsüberschuss so niedrig wie seit vier Jahren nicht

LUXEMBURG - Der Handelsüberschuss der Eurozone mit der restlichen Welt ist im Juli auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gesunken. Der saisonbereinigte Exportüberschuss sei gegenüber dem Vormonat um 3,7 Milliarden auf 12,8 Milliarden Euro gefallen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag mit. Zuletzt hatte er im Juli 2014 niedriger gelegen. Analysten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 16,2 Milliarden Euro gerechnet. Der Rückgang ist bereits der vierte in Folge.

Eurozone: Arbeitskosten legen stärker zu

LUXEMBURG - Die Arbeitskosten im Euroraum sind im zweiten Quartal 2018 etwas stärker gestiegen als zuletzt. Nach Zahlen des Statistikamts Eurostat vom Freitag lagen sie 2,2 Prozent über dem Stand des Vorjahresquartals. Im ersten Quartal hatte der Zuwachs bei 2,1 Prozent gelegen.

Britischer Notenbankchef warnt vor Immobiliencrash in Großbritannien

LONDON - Der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, hat Medien zufolge vor einem drastischen Verfall der Immobilienpreise in Großbritannien gewarnt, falls es keinen geordneten Brexit geben sollte. Er verglich die möglichen Auswirkungen eines EU-Austritts ohne Abkommen demnach mit der Finanzkrise von vor zehn Jahren.

Italien: Verbraucherpreise steigen schwächer als erwartet

ROM - Die Verbraucherpreise in Italien sind im August schwächer gestiegen als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Istat vom Freitag lagen sie nach europäischer Rechnung (HVPI) 1,6 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit wurden vorläufige Zahlen um 0,1 Punkte nach unten korrigiert. Im Vormonat hatte die Inflationsrate mit 1,9 Prozent noch deutlich höher gelegen.

ROUNDUP: Chinas Wirtschaft weiter ohne große Dynamik

PEKING - Die chinesische Wirtschaft lässt weiter eine zunehmende Dynamik vermissen. Darauf deuten neue Konjunkturdaten aus verschiedenen Bereichen hin, die am Freitag veröffentlicht wurden. Etwas stärker als zuletzt fielen Zahlen aus dem Einzelhandel und aus der Industrie aus. Dagegen zeigt sich bei den Investitionen in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nach wie vor keine Besserung.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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