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Wirtschaft, Handel & Finanzen EZB-Ratsmitglied Rehn spricht sich für deutliche Lockerung aus

Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte ihre Geldpolitik nach Ansicht des finnischen Notenbankchefs Olli Rehn spürbar lockern. "Es ist wichtig, dass wir im September ein umfassendes und wirksames Paket vorlegen", sagte Rehn am Donnerstag der US-Finanzzeitung "Wall Street Journal". Mit Blick auf die Finanzmärkte sei es zudem besser, die Erwartungen zu übertreffen als zu enttäuschen, ergänzte das EZB-Ratsmitglied.
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  • dpa

Der Euro reagierte auf die Bemerkungen Rehns mit Kursverlusten. An den Anleihemärkten gaben die Kapitalmarktzinsen weiter nach. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf ein Rekordtief von minus 0,69 Prozent.

Angesichts wachsender Konjunktursorgen erwarten Analysten von der nächsten EZB-Zinssitzung im September eine zusätzliche Lockerung der bereits sehr expansiven Geldpolitik. Gerechnet wird mit einer Verminderung des bereits negativen Einlagensatzes, der auch als Strafgebühr für Bankeinlagen bei der EZB bezeichnet wird. Um die Belastung der Geldhäuser zu verringern, könnte die EZB einen Staffelzins einführen, der zum Beispiel erst ab einer gewissen Höhe an EZB-Einlagen greift. Auch eine Neuauflage der billionenschweren Anleihekäufe durch die EZB gilt als denkbar.

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