Handelsblatt Konjunktur

Wirtschaft, Handel & Finanzen Verkehrsverbund will auf 1. Klasse in Regionalzügen nicht verzichten

Fahrgäste in Regionalzügen wollen nach Einschätzung des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) nicht auf 1.-Klasse-Bereiche verzichten. Fahre in einem Zug mal ein Wagen mit weniger 1.-Klasse-Plätzen als vorgesehen, gingen sofort Kundenbeschwerden ein, sagte ein Sprecher. Der Linke-Bundesvorsitzende Bernd Riexinger hatte gefordert, die 1. Klasse in Nahverkehrszügen abzuschaffen.
Kommentieren
  • dpa

"Die 1. Klasse hat weiterhin eine wichtige Bedeutung für die Fahrgäste", hieß es beim Verkehrsverbund. Fahrgäste schätzten etwa weitere Sitzabstände, größere Tische und hochwertigere Sitze.

In Regionalexpress-Zügen in Berlin und Brandenburg seien fünf bis zehn Prozent der Sitze 1.-Klasse-Fahrgästen vorbehalten. In Regionalbahnen gebe es die Kategorie in der Regel nicht, außer in Zügen der Deutschen Bahn. Der Verkehrsverbund bestellt im Auftrag der Länder, Landkreise und Städte Verkehrsleistungen für die Region.

Riexinger hatte seinen Vorstoß mit vollen Zügen begründet. "Wir reden über Verkehrswende und die Kosten für den notwendigen Ausbau des Nahverkehrs", sagte Riexinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Aber wir leisten es uns, in überfüllten Regionalexpressen fast leere Waggons mit Wagen der 1. Klasse mitzuschleppen." Ihre Öffnung brächte auf einen Schlag mehr Kapazität.

Startseite

0 Kommentare zu "Wirtschaft, Handel & Finanzen: Verkehrsverbund will auf 1. Klasse in Regionalzügen nicht verzichten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote