Fußball Bobic kritisiert Hoeneß-Wortwahl: „Das gehört sich nicht”

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß für seine scharfe Attacke gegen Karim Bellarabi kritisiert.
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Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic kritisiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß für dessen scharfe Attacke gegen Bellarabi. Foto: Arne Dedert Quelle: dpa
Fredi Bobic

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic kritisiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß für dessen scharfe Attacke gegen Bellarabi. Foto: Arne Dedert

(Foto: dpa)

„Das gehört sich nicht. Die Wortwahl - man sollte sich ein bisschen zurückhalten”, sagte der ehemalige Bundesliga-Stürmer am Sonntag bei „Wontorra - der Fußball-Talk” auf Sky. Hoeneß hatte nach dem Einsteigen Bellarabis gegen Bayerns Rafinha gesagt, das Foul sei „natürlich geisteskrank. Das ist vorsätzliche Körperverletzung”. Der Bayern-Boss forderte dazu, Bellarabi gehöre „für drei Monate gesperrt - und zwar für Dummheit”.

Rafinha trug bei der Szene, für die Bellarabi mit der Roten Karte bestraft wurde, einen Innenbandteilriss am linken Sprunggelenk davon. Zuvor hatte sich Weltmeister Corentin Tolisso beim 3:1 gegen Leverkusen einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss zugezogen. „Dieser ganze Ballon kam zusammen, der ist dann explodiert. Das ist etwas, was in der Emotion passt”, relativierte Bobic. Die Attacke dürfe dennoch nicht dermaßen persönlich gegen einen Spieler gehen, sagte er.

Der Fußball-Funktionär von Pokalsieger Frankfurt geht davon aus, dass die Münchner in der Bundesliga überhaupt nicht zu stoppen sind. „Über 34 Spiele hat in Deutschland keiner eine Chance”, sagte Bobic. Er könne sich vorstellen, dass die Bayern schon zur Winterpause 15 Punkte Vorsprung hätten. „Dann liegt es an ihnen, ob sie alle Spiele gewinnen wollen.”

Bobic wehrt sich gegen Vorwürfe , sein Verein habe wechselwillige Spieler komplett aussortiert: „Ich hasse das Wort Ladenhüter, das ist respektlos. Wir wollten Spielern die Möglichkeit geben, professionell zu trainieren.” Der frühere Stürmer Bobic bezog damit Stellung zu Behauptungen, die Eintracht hätte mit der sogenannten „Trainingsgruppe 2” einige Profis aufs Abstellgleis gebracht.

„Keiner der Spieler hat sich darüber beschwert. Es wird so hingestellt, als würden wir Spieler abschieben”, sagte Bobic. Der Name „Trainingsgruppe 2” sei intern nie gefallen, sondern immer von außen hineingetragen worden, fügte er an. Beim 1:3 gegen den BVB am Freitag kamen mit Marco Fabian und Simon Falette sogar zwei Spieler dieser Gruppe von Anfang an zum Einsatz. Den Abgang von Vereinslegende Alexander Meier verteidigte Bobic erneut: „Aus sportlicher Sicht haben wir gesagt, es reicht nicht mehr. Es geht hier nicht um Romantik, wir müssen sportlich entscheiden.”

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