Wirtschaft, Handel & Finanzen Adecco erleidet erneut Umsatzrückgang

Der Schweizer Personalvermittler Adecco hat auch im dritten Quartal unter der wirtschaftlichen Abschwächung gelitten. Der Umsatz in der Berichtswährung Euro nahm um knapp 2 Prozent auf 5,90 Milliarden Euro ab. Bereinigt um Wechselkurseffekte und um die unterschiedliche Anzahl der Arbeitstage im Berichtszeitraum resultierte ein Umsatzschwund von 4 Prozent, wie der Personaldienstleister am Dienstag mitteilte.
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  • dpa

Das Das (bereinigte) Geschäftsvolumen nimmt seit mehreren Quartalen ab. Im Vorquartal war es um rund 3 Prozent, im ersten Quartal 2019 um 2 Prozent und im Schlussquartal 2018 um 1 Prozent geschrumpft.

Rückläufig war die Wachstumsrate im Berichtsquartal etwa im wichtigen Markt Frankreich (-6 Prozent) sowie in weiteren europäischen Märkten - insbesondere in "Deutschland, Österreich, Schweiz" (-14 Prozent). Besser lief es in Japan (+9 Prozent). Konzernchef Alain Dehaze sprach in der Mitteilung gleichwohl von einer Stabilisierung vieler europäischer Märkte. Hingegen habe sich das Geschäft in Nordamerika abgekühlt.

Bei den Gewinnzahlen war die Entwicklung uneinheitlich. Der Bruttogewinn nahm trotz des Umsatzrückgangs um 2 Prozent auf 1,15 Milliarden zu. Der operative Gewinn (EBITA, bereinigt) ging hingegen um 4 Prozent auf 288 Millionen und der Reingewinn sogar um 34 Prozent auf 179 Millionen zurück. Negativ auf die Gewinnzahlen wirkten sich unter anderem die Investitionen ins Wachstumsprogramm aus. Im Vorjahr hatte sich zudem ein Firmenverkauf unter dem Strich positiv ausgewirkt. Mit diesen Resultaten hat Adecco die Erwartungen der Analysten abgesehen vom Umsatz ziemlich genau erfüllt.

Keine rasche Besserung

Im Ausblick gibt sich Adecco wie üblich relativ wenig konkret. Die kombinierten Umsätze im September und Oktober seien ebenfalls um 4 Prozent zurückgegangen (bereinigt), hieß es. Somit zeichnet sich keine rasche Besserung ab.

Das Management bestätigte zudem die Ziele zur Effizienzsteigerung: So soll das Wachstums- und Sparprogramm "GrowTogether" ab 2020 weiterhin Einsparungen von 250 Millionen Euro bringen. Man sei auf Kurs, hieß es. Im laufenden Jahr sollen Einsparungen von 70 Millionen Euro erzielt werden.

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