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Wirtschaft, Handel & Finanzen Aktien Frankfurt Ausblick: Entspannung vor dem Wochenende

Nach einer Woche der Stabilisierung auf niedrigem Niveau winken dem Dax zum Auftakt am Freitag moderate Kursgewinne. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,41 Prozent auf 12 105,11 Punkte. Auch die Vorgaben aus Asien und von der Wall Street sind überwiegend positiv.
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  • dpa

Für die zu Ende gehende Woche zeichnet sich damit aktuell ein Plus von gut einem Prozent ab. Nach herben Verlusten in der ersten Septemberwoche von mehr als dreieinhalb Prozent hat sich der Leitindex zuletzt über etwa 11 900 Zählern gefangen. "Das war bis jetzt eine absolute Zickzack-Woche, in der der Dax jeden Tag um die 12 000-Punkte-Marke gekämpft hat", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Auch heute geht es an den Börsen wieder um die Frage, ob der deutsche Leitindex diese Marke verteidigen kann.

Auch für den EuroStoxx 50 ist zum Auftakt ein leichter Kurszuwachs in Sicht. Die Anleger dürfen nun vorerst ein wenig durchatmen. Dass die USA im Handelszwist mit China wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren wollen, sollte kurzfristig für etwas Entspannung an den Börsen sorgen. "Dennoch sollten sich Anleger nicht zu sicher sein, dass der Konflikt kurzfristig gelöst werden kann. Denn Verhandlungsrunden gab es schon viele", warnte Altmann. Auch Italien könne jederzeit wieder zum Thema werden, solange der neue Haushalt nicht stehe.

Nach dem Entscheid der türkischen Notenbank, den Leitzins deutlich anzuheben, scheint - zumindest vorerst - auch dieser Gefahrenherd für die Börsen gebannt. Die türkische Lira und in ihrem Sog auch die Währungen vieler Schwellenländer konnten sich zuletzt stabilisieren.

Kurz vor dem Wochenende stehen eine ganze Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda, wobei vor allem die Industrieproduktion in den USA im Fokus steht. Dort hatte sich der Streit mit China bislang noch nicht in schwächeren Wachstumszahlen niedergeschlagen.

Auf Unternehmensseite steht im Rahmen des geplanten Verkaufs der Supermarktkette Real die Aktien des Handelskonzerns Metro im Mittelpunkt. Metro hatte das Vorhaben am Vorabend nach Börsenschluss bekannt gegeben - künftig will sich der Konzern ganz auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren. Börsianer sprachen von einer korrekten strategischen Entscheidung. Der Verkauf verringere die Risiken für den Konzern, sagte ein Händler.

Ferner könnten einige Analystenkommentare bewegen. So hat etwa die Privatbank Berenberg die Aktie des Spezialchemiekonzerns Lanxess mit einem Verkaufsvotum in ihre Bewertung aufgenommen. Das vom Markt erwartete operative Gewinnwachstum des Konzerns sei erheblichen Risiken ausgesetzt, kritisierte Analyst Anthony Manning. Auf der Handelsplattform Tradegate rutschten die Lanxess-Papiere vorbörslich um mehr als zwei Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss ab.

Der baldige Dax-Aufsteiger Wirecard wurde dagegen von einem positiven Kommentar der Analysten von Goldman Sachs mit vorbörslich mehr als zwei Prozent Kursaufschlag beflügelt. Sie hoben ihr Kursziel wegen der nach wie vor günstigen Wachstumsaussichten für den Zahlungsabwickler um 50 Euro auf 250 Euro an. Aktuell kostet das Papier rund 180 Euro.

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