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Wirtschaft, Handel & Finanzen Aktien Frankfurt Ausblick: Stabilisierungsversuch nach Ausverkauf

Nach den massiven Vortagesverlusten wird der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag mit einer freundlichen Eröffnung erwartet. Der X-Dax als Indikator für den Leitindex Dax signalisierte rund eine Stunde vor Handelsstart ein Plus von 0,15 Prozent bei 11 510 Punkten. Am Vortag war der Dax um mehr als 2 Prozent eingeknickt. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wird am Donnerstag rund 0,3 Prozent höher erwartet.
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  • dpa

Höhere Kalipreise, ein steigender Absatz sowie der gesunkene Eurokurs haben K+S im zweiten Quartal ein Plus beim operativen Ergebnis Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sprach in einem Morgenkommentar vom Versuch einer Bodenbildung beim Dax. Weiter sinkende Renditen am Anleihenmarkt hatten am Mittwoch die Sorgen vor einer weltweiten Rezession vergrößert. Auch an den Börsen in den USA und Asien suchten die Anleger das Weite. "Die Stimmung ist aktuell deutlich angeknackst.", sagte Altmann.

Die Quartalsberichtsaison der Unternehmen ist hierzulande so gut wie durch. An diesem Donnerstag stehen nur noch wenige Geschäftszahlen einiger Nachzügler auf der Agenda, darunter der Dünger- und Salzkonzern K+S . Am Vorabend nach Börsenschluss hatten bereits United Internet und 1&1 Drillisch ihre Zahlen vorgelegt. Die beiden Telekomunternehmen werden beim Blick auf 2019 vorsichtiger.

Höhere Kalipreise, ein steigender Absatz sowie der gesunkene Eurokurs haben K+S im zweiten Quartal ein Plus beim operativen Ergebnis (Ebitda) von 24 Prozent beschert. Dies war aber etwas niedriger als gemeinhin erwartet wurde. Die Mitte der neuen Ebitda-Zielspanne für das Gesamtjahr 2019 liegt ebenfalls unter der durchschnittlichen Analystenschätzung. Ein Händler sprach am Morgen in einer ersten Reaktion von einem gemischten Zahlenwerk, hob aber den freien Mittelzufluss positiv hervor. Die K+S-Aktien stiegen im vorbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs vom Vortag um 3 Prozent.

Der Telekommunikationsanbieter United Internet wird beim Blick auf das Gesamtjahr vorsichtiger. Der Umsatz dürfte 2019 unter anderem wegen des schwächer laufenden Hardware-Geschäfts nur noch um 2 (bisher: 4) Prozent zulegen, teilte das Unternehmen mit. Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz um 1,1 Prozent und das operative Ergebnis um 11,4 Prozent nach oben. Zur Beruhigung der Gemüter kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm für bis zu 192 Millionen Euro an. Auf Tradegate stagnierten die Aktien zuletzt bei 26,76 Euro.

Die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch rechnet nur noch mit einem Anstieg der Service-Erlöse um 3 (4) Prozent. Beim Ebitda wird nun ein Anstieg um 8 (10) Prozent angepeilt. Der Umsatz legte im ersten Halbjahr um 0,4 Prozent zu, das Ebitda wuchs um 0,1 Prozent. Die Papiere von 1&1 Drillisch fielen auf Tradegate um 2 Prozent.

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