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Wirtschaft, Handel & Finanzen Aktien Frankfurt: Dax erholt sich etwas vom Tagestief dank Autozoll-Verschiebung

Der Dax hat am Freitagnachmittag nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Autozölle für die EU um mindestens sechs Monate zu verschieben, seine Verluste etwas eingedämmt. Kurz vor der Mitteilung war der deutsche Leitindex noch bis auf sein Tagestief bei 12 150 Punkten gesunken. Zuletzt stand er nur gut 1 Prozent tiefer bei 12 181,39 Punkten. Auf Wochensicht steuert das Barometer damit auf einen Gewinn von derzeit 1 Prozent zu.
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  • dpa

Der Euro <EU0009652759> kostete zuletzt 1,1176 US-Dollar. Die Europäische ZentralbankBereits zur Wochenmitte hatte der Dax von der bloßen Hoffnung auf eine mögliche Verschiebung der Entscheidung kräftig profitiert und seine Gewinne bis zum Vortag deutlich ausgebaut. Am Freitag nahmen Anleger dann erst einmal Gewinne mit. Der europäische Autosektor war der schwächste der Stoxx-600-Übersicht, dämmte seine Verluste nach der Trump-Entscheidung aber ebenfalls ein.

Die Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index Radar prognostizieren dem Dax in den kommenden Tagen und Wochen eine weiter positive Entwicklung, allein auf Anzeichen einer Überhitzung sollten Anleger achten.

Der EuroStoxx 50 sank vor dem Wochenende bislang um 0,9 Prozent. Der MDax verlor 1,16 Prozent auf 25 679,89 Zähler. In dem Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen sorgten Unternehmensmeldungen für teils kräftige Bewegung bei den Papieren von Dürr , Morphosys und Delivery Hero .

Der Anlagenbauer Dürr enttäuschte mit seiner Profitabilität im ersten Quartal die Analysten. Der Kurs gab um 4,1 Prozent nach. Die Furcht vor einem vom Online-Giganten Amazon finanziell geförderten Konkurrenten Deliveroo ließ auch die Anteile des deutschen Essenslieferanten Delivery Hero um 4,1 Prozent sinken. Auch Hellofresh verloren 1,6 Prozent. Das Kursminus von fast 6 Prozent bei den Titeln des Internet-Modehändlers Zalando hat zu tun mit einer Abstufung durch die UBS von "Neutral" auf "Sell".

Bei Morphosys honorierten die Anleger anfangs, dass das Biotech-Unternehmen eine wichtige Hürde in einer Blutkrebsstudie genommen hat. Dann drehten die Aktien ins Minus und standen zuletzt 1,2 Prozent tiefer. Analyst Graig Suvannavej von Goldman Sachs wertete die Studiendaten zwar insgesamt positiv, es blieben aber vorerst gewisse Unsicherheiten. Auch Analystin Zoe Karamanoli von RBC verwies auf verbleibende Risiken. Am Vortag hatten Morphosys mit einem Plus von gut 5 Prozent in der Anlegergunst weit oben gestanden.

Im Dax waren die Aktien des Sportartikelherstellers Adidas mit plus 0,4 Prozent der beste Wert. Thyssenkrupp gaben nach starkem Vortagesgewinn um fast 5 Prozent nach.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent am Vortag auf minus 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 143,62 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 167,23 Punkte.

Der Euro kostete zuletzt 1,1176 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1203 Dollar festgesetzt./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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