Wirtschaft, Handel & Finanzen Ausbau der Stromnetze kommt voran - aber nur langsam

Der Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende kommt voran - aber nur langsam. Von erforderlichen 7700 Kilometern im deutschen Übertragungsnetz sind aktuell 1100 Kilometer gebaut - vor einem Jahr waren es 950. Das teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch die vier Übertragungsnetzbetreiber sehen Fortschritte, mahnen aber schnellere Genehmigungsverfahren an.
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  • dpa

Vor einem Jahr hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind derzeit 1300 neue Stromleitungskilometer noch nicht im Genehmigungsverfahren. 4600 Kilometer sind in Genehmigungsverfahren - etwa in Raumordnungsverfahren. 700 Kilometer sind bereits genehmigt, aber noch nicht im Bau. "Es ist wichtig, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren weiterhin mit Nachdruck voran getrieben werden", sagte ein Sprecher der Behörde in Bonn. "Verzögerungen beim Netzausbau kosten die Stromverbraucher viel Geld und bergen Risiken für eine sichere Stromversorgung."

Vor einem Jahr hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Auftakt einer "Netzausbaureise" in Bonn bei der Bundesnetzagentur einen Aktionsplan für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze vorgelegt. Dieser sah etwa vor, Planungsverfahren zu verkürzen. Zudem sollen bestehende Stromnetze optimiert und höher ausgelastet werden.

Bei der Energiewende sollen Energiequellen wie Kohle, Gas und Atomkraft von umweltfreundlicheren Energieträgern aus Sonne und Wind ersetzt werden.

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