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Wirtschaft, Handel & Finanzen Deutsche Anleihen: Kursgewinne - Italien unter Druck

Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Donnerstag leicht gestiegen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future legte bis zum Nachmittag um 0,06 Prozent auf 159,41 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag bei 0,45 Prozent.
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  • dpa

Deutlich gerieten italienische Staatsanleihen unter Druck. Am Markt wurden im Wesentlichen zwei Gründe genannt. Zum einen wurde auf Warnungen der EU-Kommission verwiesen, die in ihrem Herbstgutachten von einer steigenden Neuverschuldung in Italien ausgeht. Diese Prognose steht im Gegensatz zur Position der italienischen Regierung, die nach 2019 sinkende Defizite anpeilt. Die unterschiedlichen Positionen illustrieren den gegenwärtigen Haushaltsstreit zwischen der Kommission und Italien.

Zum anderen wurde der zunehmend ruppige Umgangston in der italienischen Regierung als Belastungsfaktor für italienische Anleihen genannt. Die beiden Vizepremiers Matteo Salvini und Luigi Di Maio gehen sich zunehmend härter an. Hintergrund sind Unstimmigkeiten über den Regierungskurs in wichtigen Feldern, etwa der Migrationspolitik. Spekulationen über Neuwahlen war Salvini am Mittwoch im italienischen Fernsehen entgegengetreten.

Die Finanzmärkte warten auf die Sitzung der US-Notenbank Fed. Es wird erwartet, dass die Geldpolitiker ihren Leitzins nicht antasten. Die nächste Leitzinsanhebung wird erst im Dezember erwartet. Aussagen der Notenbank zur künftigen Geldpolitik und der wirtschaftlichen Lage könnten aber den Anleihemarkt bewegen. US-Präsident Donald Trump hatte die Fed wegen ihren Zinserhöhungen heftig kritisiert.

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