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Wirtschaft, Handel & Finanzen Deutsche Anleihen setzen Rekordjagd fort

Am Markt für deutsche Staatsanleihen haben die Kurse ihre Rekordjagd der vergangenen Handelstage am Donnerstag wieder aufgenommen. Nach einer kurzzeitigen Stabilisierung im frühen Handel setzten die Bundesanleihen ihren Höhenflug am Vormittag fort.
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  • dpa

"Die Risikoaversion an den Finanzmärkten ist erhöht", beschrieb Anleihe-Experte Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future stieg gegen Mittag um 0,12 Prozent auf 178,68 Punkte. Zuvor hatte er zeitweise ein neues Rekordhoch bei 178,79 Zählern erreicht. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen wurde bei einem Rekordtief von minus 0,69 Prozent gehandelt.

"Die Risikoaversion an den Finanzmärkten ist erhöht", beschrieb Anleihe-Experte Patrick Boldt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Stimmung. An den Finanzmärkten haben Konjunktursorgen eine breitangelegte Flucht in sichere Anlagehäfen ausgelöst, von der auch Bundesanleihen stark profitieren konnten.

Im Handelskonflikt zwischen den USA und China stehen die Zeichen weiter auf Eskalation. Zuletzt hatte China den USA mit Gegenmaßnahmen wegen neuer Zölle gedroht. In einer kurzen Mitteilung des chinesischen Finanzministeriums vom Donnerstag wurden allerdings keine konkreten Maßnahmen genannt.

Am Nachmittag könnten auch Konjunkturdaten für Impulse am deutschen Rentenmarkt sorgen. Dann werden in den USA zahlreiche Kennzahlen aus der amerikanischen Wirtschaft veröffentlicht, wobei vor allem Daten zur Industrieproduktion und zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel im Fokus stehen.

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