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Wirtschaft, Handel & Finanzen Devisen: Euro gibt nach - Pfund unter Druck

Der Euro hat am Freitag etwas nachgegeben. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1165 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1203 Dollar festgesetzt. Das britische Pfund stand deutlich stärker unter Druck.
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  • dpa

Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten die Märkte kaum - Inflationsdaten für April fielen wie erwartet aus. Die Inflation war spürbar auf 1,7 Prozent gestiegen, die Kerninflation fiel sogar etwas höher aus als bislang bekannt. Die Teuerung liegt jedoch nach wie vor etwas unterhalb des EZB-Zielswerts von mittelfristig knapp zwei Prozent.

Unter anhaltendem Druck stand das britische Pfund. Zum US-Dollar fiel es auf den tiefsten Stand seit Januar. Die Labour-Partei erklärte die Brexit-Gespräche mit der Partei von Premierministerin Theresa May für gescheitert. Die Annahme des mit der Europäischen Union verhandelten Brexit-Abkommens durch das britische Parlament wird damit immer unwahrscheinlicher. Zugleich erhöht sich die Gefahr eines ungeordneten Brexit ohne Abkommen.

In den USA wird am Nachmittag das Konsumklima der Uni Michigan veröffentlicht. Die politische Großwetterlage wird weiterhin dominiert durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die Spannungen zwischen den USA und Iran. Dies sorgt für eine hohe Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen wie dem japanischen Yen oder dem Schweizer Franken.

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