Wirtschaft, Handel & Finanzen Erleichterung bei Euro-Finanzministern über Trumps Zoll-Aufschub

Im Kreis der Euro-Finanzminister herrscht Erleichterung über die erwartete Verschiebung von Autozöllen durch US-Präsident Donald Trump. "Es ist eine sehr gute Nachricht, dass es die Chance gibt, Gespräche fortzuführen, um eine gemeinsame Lösung zu finden", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag beim Treffen mit seinen Amtskollegen in Brüssel. Für eine gute Entwicklung der Weltwirtschaft sei mehr Handel nötig.
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  • dpa

In der Tat erhebt Europa im Durchschnitt etwas höhere Zölle als die USA. Der WelthandelsorganisationAuch Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire zeigte sich erfreut. "Das ist eine weise Entscheidung", sagte er. Jegliche Art von Sanktionen und Handelsstreitigkeiten sollte vermieden werden, um dem globalen Wachstum nicht zu schaden. Die größte Gefahr für die Weltwirtschaft sei ein Handelskrieg.

Zuvor war bekannt geworden, dass Trump seine für diesen Samstag anstehende Entscheidung über die Einführung von Zöllen auf Autoimporte aus der EU wohl um bis zu sechs Monate verschieben will. Trump wolle zunächst Handelsgespräche mit der EU und Japan abwarten, meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Trump ist die Handelspolitik mit der EU seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Aus seiner Sicht können etwa europäische Autobauer einfach in die USA exportieren, während es für US-Firmen umgekehrt schwieriger ist.

In der Tat erhebt Europa im Durchschnitt etwas höhere Zölle als die USA. Der Welthandelsorganisation (WTO) zufolge liegt der EU-Schnitt bei etwa 5 Prozent, in den USA werden im Schnitt 3,4 Prozent fällig. Auch wenn man die Zollsätze für einzelne Güter mit den importierten Mengen gewichtet, liegt Europa höher. Dieser gewichtete Zollsatz beträgt für die EU in der Summe 3,0 Prozent, in den USA sind es 2,4 Prozent. Für einzelne Produktgruppen gibt es noch größere Unterschiede, auf Autos erhebt die EU etwa 10 Prozent Einfuhrzoll.

Die deutschen Hersteller wären durch die Sonderzölle besonders hart getroffen. Sie haben einen großen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Außerdem haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt.

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