Wirtschaft, Handel & Finanzen Gewerkschaft EVG pocht bei Bahn auf Wahlrecht zwischen Geld und Zeit

Für rund 160 000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn haben am Donnerstag Tarifverhandlungen begonnen. Es geht um mehr Geld, aber auch um Freizeit und die Altersvorsorge. Die beiden Bahngewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent. Zum Auftakt trafen sich in Berlin die Delegationen der Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). An diesem Freitag folgt separat die erste Runde mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Nächster Termin mit der EVG ist am 29. Oktober in Berlin.
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  • dpa

EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba sagte, die Gewerkschaftsmitglieder wollten auch diesmal ein Wahlrecht zwischen Einkommenserhöhung, mehr Urlaub oder einer Arbeitszeitverkürzung. Ein solches Wahlmodell war in der Tarifrunde 2016/17 erstmals vereinbart worden. Die EVG verlangt zudem, den Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersvorsorge um mindestens ein Prozent aufzustocken. Außerdem dringt sie darauf, dass Arbeitnehmer schnell das Langzeitkonto für Arbeitszeit nutzen können, wenn sie Angehörige pflegen oder Kinder betreuen müssen.

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler sagte, es gebe "einen großen Strauß an Themen". Am Ende gehe es darum, ein Gesamtpaket zu schnüren, das die Mitarbeiter wertschätze, aber auch für das Unternehmen vertretbar sei. "Ich habe den Eindruck, dass beide Seiten an einem zügigen Verhandlungsergebnis interessiert sind", fügte Seiler nach der dreistündigen ersten Runde hinzu.

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