Wirtschaft, Handel & Finanzen Jüngere sorgen mehr privat vor

Jüngere Menschen in Deutschland sorgen immer mehr privat oder betrieblich für das Alter vor. Das zeigt eine neue, große Studie "Lebensverläufe und Altersvorsorge", die die Deutsche Rentenversicherung Bund am Donnerstag in Würzburg präsentierte. Im Alter von 40 Jahren haben die jüngeren Jahrgänge laut der Studie eine deutlich höhere Beteiligung an betrieblicher und privater Vorsorge als die älteren. Die Präsidentin der Rentenversicherung, Gundula Roßbach, sagte: "Die Menschen haben ihr Altersvorsorgeverhalten verändert." Die Steigerung geht vor allem auf die Riester-Rente zurück.
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  • dpa

Konkret waren etwa in Westdeutschland nur rund 35 Prozent der Frauen der Jahrgänge 1972 bis 1976 an ihrem 40. Geburtstag lediglich durch die gesetzliche Rente abgesichert. Bei Frauen der Jahrgänge 1957 bis 1961 waren es noch knapp 67 Prozent. Bei Frauen im Osten sowie Männern in Ost und West sorgen ebenfalls die Jüngeren deutlich stärker privat oder per Betriebsrente vor.

Die Studie zeigt zudem, dass bei den Jüngeren die westdeutschen Frauen mehr zu der gemeinsamen Absicherung eines Paares beitragen als die Älteren. Zudem werden Probleme bei bestimmten Gruppen deutlich. So sorgen Leute mit unterbrochen Arbeitsbiografien und Selbständige weniger gut fürs Alter vor. Menschen mit ausländischen Wurzeln sind zudem deutlich schlechter im deutschen Alterssicherungssystem abgesichert.

Roßbach sagte, aufgrund der Daten der Studie könne die Politik zielgenauer der Frage nachgehen, ob genug für Gruppen mit unkomfortabler Absicherung gemacht werde. Die umfangreichen Daten der Studie würden nun zudem für weitere Analysen zu Rate gezogen.

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