Wirtschaft, Handel & Finanzen Länder fordern Projekte für Wandel im Braunkohlerevier Lausitz

Die Länder Brandenburg und Sachsen fordern in der Kohleausstiegs-Debatte konkrete Projekte vom Bund für alternative Jobs in der Braunkohleregion Lausitz. Sie müssten dabei helfen, den seit vielen Jahren laufenden Strukturwandel "weiter gut für die Region zu gestalten", sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag in Weißwasser. Dort kam die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission zu einer Sitzung zusammen. Weit mehr als 1000 Braunkohle-Mitarbeiter und Gewerkschafter demonstrierten lautstark mit Trillerpfeifen und Trommeln vor dem Sitzungsort für den Erhalt ihrer Jobs.
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  • dpa

Die Kommission soll bis Jahresende ein Konzept vorlegen, wie der Strukturwandel in den Revieren im Rheinland, in der Lausitz und im Südosten Deutschlands gelingen kann, wenn das Braunkohlebaggern ausläuft. Zudem soll sie ein Datum für das Ende der klimaschädlichen Verstromung des fossilen Energieträgers festlegen.

Woidke verlangte eine ehrliche Diskussion - nicht nur über die Energiewende, sondern auch über Chancen und Möglichkeiten in der Region. Sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) betonte, dass die Ländern dafür kämpfen, dass die Braunkohle nicht einfach wegbreche. "Sondern, dass wir eine Chance haben, Neues aufzubauen, bevor Altes kaputtgeht."

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