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Wirtschaft, Handel & Finanzen Meiste Mittelständler befürchten keine Nachteile bei Chaos-Brexit

Die Mehrheit der mittelständischen Firmen in Deutschland sieht einem möglichen ungeregelten Brexit gelassen entgegen. Rund 60 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen mit maximal 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr befürchten keine negativen Folgen für ihre Geschäfte im Falle eines Austritts der Briten ohne Abkommen aus der EU, wie aus einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Etwa ein Viertel der im September befragten 2000 Unternehmen rechnet mit Nachteilen. Einige wenige (4 Prozent) versprechen sich Vorteile. Der Rest zeigte sich unentschieden.
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  • dpa

"Kurz vor einem möglichen harten Brexit bleibt der deutsche Mittelstand weitestgehend gelassen: Nur einem kleinen Teil der Unternehmen treibt das Szenario Sorgenfalten auf die Stirn", sagte KfW-Ökonomin Jennifer Abel-Koch.

Einige beunruhigt dabei die Sorge um die deutsche Konjunktur. Andere wären auch direkt betroffen, etwa weil sie in das Vereinigte Königreich exportieren. Besonders pessimistisch sind exportstarke Mittelständler aus dem verarbeitenden Gewerbe. Unter ihnen erwarten mehr als 60 Prozent bei einem ungeregelten Austritt negative Folgen für ihr Geschäft.

Einige Dienstleister gehen dagegen davon aus, dass sie von einem harten Brexit profitieren könnten. So rechnen den Angaben zufolge beispielsweise manche Rechts-, Steuer-, und Wirtschaftsberatungen mit eher positive Effekten. Dabei dürfte der sinkende Wettbewerbsdruck durch britische Konkurrenten eine Rolle spielen. Hinzu käme der erhöhte Beratungsbedarf von Kunden, die ihre Geschäftsbeziehungen nach einem harten Brexit neu ordnen müssten, hieß es in der Studie.

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