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Wirtschaft, Handel & Finanzen Merkel: Werden für EU-Kandidaten auf IWF-Chefposten kämpfen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf den Anspruch Europas gepocht, auch künftig den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds zu besetzen. Sie sei sich mit dem finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne einig gewesen, "dass es ein europäischer Anspruch ist, wieder den Präsidenten des IWF zu benennen", sagte Merkel am Mittwoch nach einem Treffen mit Rinne in Berlin. "Die Welt hat sich verändert, und deshalb werden wir dafür auch kämpfen müssen. Denn wir sind nicht alleine auf der Welt."
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  • dpa

Eine einheitliche Meinung in der EU bei dieser Frage werde deshalb wichtig sein, sagte Merkel. In diesem Zusammenhang kämen natürlich auch jene Länder in Betracht, die bei der Besetzung der europäischen Spitzenposten "vielleicht nicht so zum Zuge gekommen sind". Wenn von dort gute Kandidaten kämen, werde man sich diese anschauen. "Aber wir dürfen solche Positionen auch nicht alleine aus der geografischen Herkunft besetzen", sagte Merkel. Man müsse auch immer sehen, wie man dies in der EU zusammenbringen könne. "Einigkeit von Europa ist jetzt der entscheidende Punkt."

IWF-Chefin Christine Lagarde, eine Französin, soll im November die Nachfolge von Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank EZB antreten. Der IWF-Chefposten wird traditionell von einem Europäer besetzt. Frankreich drängt auf eine rasche Einigung auf einen europäischen Kandidaten. Eine schnelle Entscheidung sei nötig, hatte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire am Montag beim Treffen der Eurofinanzminister in Brüssel gesagt.

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